Sendung “VERA”

Sendung “VERA” im Oktober 1996

In einem weiteren, uns vorliegenden Schriftstück an den “Beschwerdeausschuss der Hörer- und Sehervertretung des ORF” vom 25.10.1996 beschwert sich Griess über den verantwortlichen Redakteur der “VERA”- Sendung und schreibt wörtlich: “Wie zu erwarten war, verlangte die “Norweger-Bewegung” die Möglichkeit zu einer Erwiderung und erhielt sie eine Woche später.” Griess beklagt sich abermals darüber, dass ihm von Seiten des Redakteurs bestimmte Bedingungen gestellt wurden, die eben eine objektive Abhandlung der Thematik unter Einbeziehung aller Beteiligten gewährleiste hätte.

Wiederum will er dem ORF Vorschriften machen, wie er den Fall behandeln sollte, jetzt, wo die ganze Wahrheit über die Zustände im Hause Griess ans Licht gebracht werden sollen, reagiert er plötzlich beleidigt, lehnt jede weitere Stellungnahme ab und schließt mit dem unglaublichen Satz: “Ich bin der Meinung, dass der ORF, wenn er solche Methoden auch nur erwägt, um einem perversen Publikumsgeschmack Genüge zu leisten, seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag eigentlich nicht mehr nachkommt.”

Doch die Dreistigkeit des Herrn Griess kennt keine Grenzen! Er besudelt und verfolgt über Jahre hinweg eine seriöse Glaubensgemeinschaft mit Gemeinheiten und kriminellen Beschuldigungen. Trotz seine Wissenstandes, dass die Tochter in den “eigenen vier Wänden” psychisch kaputt gemacht wurde, legt er die Schuld auf eine familienbewahrende Gruppe, die seinem Kind in jeder Weise Hilfestellung geleistet hat und noch leistet.

In seiner Bosheit läuft er zu den einzelnen Redaktionen des ORF und versucht überall, die “Norweger” in den Schmutz zu ziehen (so geschehen bei “VERA”, “SCHIEJOK TÄGLICH”, “WILLKOMMEN ÖSTERREICH” und mehreren anderen Sendungen!!). Da die Verantwortlichen der einzelnen Redaktionen stutzig werden und auch die andere Seite hören wollen, beginnt Griess nun den ORF generell zu beschimpfen, obwohl er sich zuerst als “armer, betroffener Vater” und “Sektenexperte” angebiedert hat.

Nachdem Herr Griess mit seinen Beschwerdebriefen an den ORF offenbar nicht das gewünschte Ziel erreicht hat, verfasst er am 3. November 1996 ein weiteres “Klagelied” an die “Hörer- und Sehervertretung” im ORF. Darin werden Sendungen wie “SCHIEJOK TÄGLICH” und “VERA” von Griess plötzlich als “reine Propagandasendungen für gefährliche gesellschaftliche Tendenzen” abgestempelt. Herr Griess beschwert sich, dass er bei der Sendung “VERA” “selbst vor kurzem der Leidtragende” gewesen sei und versteigt sich schließlich zu folgender Aussage: “Man sicherte mir seriöse Behandlung zu; das Resultat war aber schließlich eine Gegendarstellung der “Norweger”…, die mich für das Fernsehpublikum – weil gerade aktuell – als Kinderschänder darstellten. Mein Wunsch, darauf nochmals zu antworten, wurde durch für mich unannehmbare Bedingungen unerfüllbar gemacht. Damit wurden ich und meine Familie der Sensationslust des Publikums zum Fraße vorgeworfen.”

Fazit: Ein Mädchen wird im eigenen Familienkreis missbraucht, misshandelt (auch “geschlagen”, wie die eigene Mutter in einem Interview zugibt) und fühlt sich mit seinen traumatischen Erlebnissen allein und im Stich gelassen. Aufgrund der demütigenden Erfahrungen innerhalb der Familie wird sie später als Erwachsener von skrupellosen Männern wiederum sexuell ausgenützt und erniedrigt. Depressionen, Schuldgefühle und Verzweiflung sind die Folge. Anstatt beschämt in sich zu gehen und sich die eigenen Erziehungsfehler einzugestehen, beginnt nun Herr Griess, die Schuld für sein Versagen als Vater (nämich, dass er seiner Tochter in ihren tiefen Nöten nicht helfen konnte oder wollte) auf die Glaubensgemeinschaft der Norweger zu legen und verbreitet weltweit, die Norweger hätten ihm seine Tochter geraubt und zu psychischem Schaden gebracht.

Mit unglaublicher Dreistigkeit verbreitet Herr Griess in immer neuen Variationen sein Schauermärchen, dass ihm als armen Vater seine Tochter von einer bösen Sekte entrissen worden sei und das scheinbare katholische Familienidyll der Familie Griess durch die “Norweger” zerstört worden sei.