Stellungnahmen der Tochter

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Wiltrud Griess antwortet ihrem Vater

Lieber Vati!

Es tut mir sehr leid, dass du dich so verbohrt hast in deine Verleumdungen über unsere Glaubensgemeinschaft und dich in deinen Hirngespinsten immer mehr von der Wahrheit entfernst.

Ich habe kräftig kämpfen müssen, um mich aus der psychischen Abhängigkeit von euch zu befreien. Eine solche Abhängigkeit habe ich nie von irgendeiner Person in unserer Glaubensgemeinschaft gehabt. Ich habe den Eindruck, dass du mich, wie viele Eltern, einfach nicht “loslassen” konntest und es offensichtlich auch nie akzeptiert hast, dass ich – obwohl längst großjährig und inzwischen 37 Jahre alt! – meine eigenen Wege gehe und meinen eigenen Freundeskreis habe.

Ich sehe diesen Weg als das Ergebnis meiner Suche nach Gott, nachdem ich von Freunden und Schwierigkeiten bezüglich Berufsausbildung enttäuscht worden bin. Der Glaube hat mir einen persönlichen Halt gegeben, den ich vorher nicht hatte.

In den folgenden drei Schriftstücken möchte ich die Wahrheit über mein Leben und in Bezug auf den Kontakt zu unserer Glaubensgemeinschaft ans Licht bringen. Da ich oft mit diesen Lügen, die du verbreitest, konfrontiert werde, sehe ich mich gezwungen, mit der ganzen Wahrheit herauszurücken, auch mit solchen Punkten, die eigentlich familiäre Angelegenheiten sind und offensichtlich von euch bewusst vertuscht und verdreht werden:

Deine Tochter Wiltrud

Die einzelnen Schriftstücke:

1. Eidesstattliche Erklärung vom 30.3.1996

(In diesem Schriftstück habe ich in Form einer eidesstattlichen Erklärung bereits am 30.3.1996 mehrere falsche Anschuldigungen meines Vaters zurückgewiesen und den tatsächlichen Sachverhalt nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt):

Eidesstattliche Erklärung
Ich, Wiltrud Griess, geboren am 6.3.1963, wohnhaft in Wien 11, Dampfmühlgasse 3/10, gebe an Eides statt folgende Erklärung ab:

Mein Vater, Herr Dipl. Ing. Friedrich Griess, behauptet seit vielen Jahren sowohl schriftlich als auch mündlich, dass mich die sogenannte “Norweger-Bewegung” psychisch schwer geschädigt hätte. Diese Behauptung ist völlig unrichtig!
Richtig ist, dass meine psychischen Probleme in traumatischen (inzestuösen) Erlebnissen in der Kindheit wurzeln, Im übrigen wurden meine psychischen Probleme von Ärzten außerhalb der Gemeinschaft erkannt, unter anderem von Dr. Krieger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und gerichtlich beeideter Sachverständiger. Er diagnostizierte eine endogene Depression.

Mein Vater besuchte diesen Arzt und beschuldigte ihn, mit der “Sekte” zusammenzuarbeiten. Daraufhin erkannte der Arzt, dass mein Vater an einem Sektenwahn leide und sagte es ihm auf den Kopf zu, wie mir der Arzt später erzählte.

Meine Eltern behaupten wiederholt, dass ich im Auftrag der “Sekte” meinen Vater über ein Jahr lang alle 2-3 Wochen geohrfeigt, bespuckt und mit Füßen getreten hätte. Richtig ist, dass ich 2mal, höchstens 3mal, meinen Vater tatsächlich attackiert habe, aber nie im Auftrag der “Norweger-Bewegung”, sondern auf Grund meiner psychischen und körperlichen Probleme. Richtig ist auch, dass er sich sehr wohl gewehrt hat und ich nach dieser Auseinandersetzung von einer (oder mehreren) Ohrfeigen eine blutunterlaufene Wange hatte. Ich habe später mehrmals meinen Vater um Verzeihung gebeten, was er jedoch offenbar nicht akzeptierte.

Weiters behauptet mein Vater immer wieder, dass mich der damalige Medizinstudent und jetzige Arzt, Dr. Med. Peter Koller, durch “flirty fishing” gewonnen hätte. Ich weise diese Behauptung ganz entschieden zurück. Peter Koller hat mich niemals auf irgendeine Weise sexuell belästigt, auch nicht verbal. Ich habe damals Peter und seine Schwester Evelyn zufällig im Norwegischkurs auf der Universität kennengelernt und es war ein normaler, studentischer Kontakt. Da ich inzwischen erfahren habe, was “flirty fishing” ist, weise ich diese Behauptung nochmals aufs Entschiedenste zurück.

Wien, am 30.3.1996
Wiltrud Griess

2. Stellungnahme von Wiltrud Griess zum Bericht ihrer Eltern im Internet
(Die zweite Niederschrift habe ich verfasst, nachdem ich mit der norwegischen Webseite meines Vaters konfrontiert wurde. Es ist meine persönliche Klarstellung und Antwort an meine Eltern auf ihren neuerlichen Versuch hin, die Menschen, die mir in jeder Weise geholfen haben, zu kriminalisieren und eine friedliche Glaubensgemeinschaft als gefährliche Sekte darzustellen):

Stellungnahme von Wiltrud Griess zum Bericht ihrer Eltern auf einer Webseite im Internet
Zu der Behauptung meines Vaters, dass es in unserer Familie “selbstverständlich keine Erziehungsprobleme” gegeben hat, möchte ich Folgendes festhalten:

Natürlich gab es zahlreiche Probleme!

Zwei Beispiele möchte ich zu unsrer familiären Situation anführen:

  • Als mir einmal Unrecht getan wurde, wurde ich so rabiat und hysterisch, dass meine Mutter und mein Bruder mir androhten, in der psychiatrischen Klinik in Gugging anzurufen. Mein Vater hatte vielleicht von solchen Dingen keine Ahnung, er war oft bis Mitternacht in der Arbeit. Damals war ich 13 Jahre alt.
  • Oft hörte ich meine Eltern streiten. Einmal musste ich mitansehen, dass mein Vater meine Mutter in eine Glastür stieß und danach die Glassplitter tief in ihren Beinen steckten.

Im Übrigen sind viele meiner Verhaltensauffälligkeiten mit inzestuösen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugendzeit zu erklären. Diese schrecklichen Erlebnisse innerhalb meiner Familie haben – gemeinsam mit den ständigen Angriffen meiner Eltern gegen meine Freunde – zu depressiven Zuständen bei mir geführt.

Eine Bemerkung zur angeblichen “Fischtour” von Peter Koller. Die einzige Reaktion meiner Mutter, als ich ihr damals von Peter erzählte, war: “Aber wenn du heiratest, möchte ich schon, dass es ein Fest im großen Rahmen wird”. Diese Aussage schockierte mich sehr, weil ich nicht im Mindesten auf die Idee einer erotischen Beziehung gekommen wäre, da sein Verhalten mir gegenüber sehr korrekt und reine, selbstlose Fürsorge war. (Seine Schwester Evelyn war bei diesen Gesprächen und Begegnungen immer dabei.)

Immer wieder behauptet mein Vater, unsere Gemeinschaft hätte mir angeblich verschiedene Dinge aufgetragen (z. B. ihn mit Gewalt und Drohungen zu bekehren, meine Ausbildung abzubrechen, mit dem Violinspielen aufzuhören…).

Die Wahrheit ist: Dies wurde mir niemals von jemandem aus unserer Gemeinschaft aufgetragen. Wie viele andere Menschen, die sich für eine neue Sache begeistern, habe ich wohl manche Bibelstellen zu wörtlich genommen bzw. durch meine Krankheit falsch verstanden und sicher einige Dummheiten gesagt, die nun mein Vater “aus Liebe zu mir” in aller Welt verbreitet. Ob das Liebe ist, die “Fehler” seines Kindes weltweit bloßzustellen, mögen Sie als Leser bitte selbst beurteilen.

Niemals wurde “Gehirnwäsche” mit mir vorgenommen, eher war es eine “Herzenswäsche”.

Bezüglich meines Selbstmordversuches möchte ich sagen: Dass ich mich für “verdammt” hielt, hing mit meinen depressiven Gefühlen zusammen und hatte nichts mit der Lehre unserer Gemeinschaft zu tun, die sich – ganz im Gegenteil – auf Hoffnung und Glaubensmut gründet. Der Grund meines Selbstmordversuches ist nicht in unserer Bruderschaft zu suchen. In Wahrheit hatte ich damals eine Zeitlang von der christlichen Gemeinschaft Abstand genommen und war in eine sehr problematische sexuelle Beziehung mit einem Weinvertreter hineingezogen worden, der ebenfalls nichts mit unserer Glaubensgemeinschaft zu tun hatte.

Leider muss ich feststellen, dass mein Vater insgesamt in seinem Internet-Bericht viele Halb- und Unwahrheiten geschrieben hat und auch die Chronologie der Ereignisse zu seinen Gunsten verändert hat, obwohl er sich vor dem Handelsgericht Wien in mehreren Punkten (vor verschiedenen Richtern) dazu verpflichten musste, seine unwahren Behauptungen über mich und unsere Glaubensgemeinschaft in Zukunft zu unterlassen.

Wiltrud Griess
Wien, am 27.5.1999

3. Sachverhaltsdarstellung auf Grund einer kriminalpolizeilichen Vorladung
(Dieses vor einem öffentlichen Notar unterzeichnete Dokument habe ich als Klarstellung und Zeugenaussage verfasst, die vor Gerichten und anderen Behörden verwendet werden kann, wenn dies zur Wahrheitsfindung nötig ist. Ein Name auf diesem Dokument wurde vorläufig von mir unkenntlich gemacht):

Sachverhaltsdarstellung auf Grund einer kriminalpolizeilichen Vorladung

Im Alter von 10 – 11 Jahren kam mein Bruder – damals 14 Jahre alt – zu mir ins Zimmer. Sein Name ist N.N., wir wohnten damals in Wien 8, Schlösselgasse 19/19. Er begann mich auszuziehen, legte sich mit mir ins Bett und befriedigte sich sexuell an mir. Das Ganze wiederholte sich mehrmals, wenn die Eltern nicht zu Hause waren, wobei sich mein Bruder jedesmal bis zur Erektion an mir verging.

Im Laufe der Zeit, als ich mehr und mehr geschlechtsreif wurde, kam mehr und mehr Angst vor einer Schwangerschaft in mir auf. Jedes Mal war ich passiv, hatte einen Ekel davor und war heilfroh, wenn der Vorgang vorüber war. An Gegenwehr war nicht zu denken, ich hatte Angst vor seinem Jähzorn.

Als die Menstruation nach so einem Vorfall verzögert war, bekam ich die Panik und öffnete mich meiner Mutter; damals war ich ca. 16 Jahre alt. Meine Mutter meinte, ein Kind von meinem Bruder dürfe nicht auf die Welt kommen und steckte mich in die heiße Badewanne, ließ ganz heißes Wasser vom Boiler nach und wollte damit ein mögliches Kind abtreiben. Diese Behandlung verursachte mir große Kreislaufprobleme. Im Nachhinein hatte ich große Gewissensbisse, womöglich ein Kind getötet zu haben. Sie schärfte mir ein, es ja nicht meinem Vater zu erzählen. Sie meinte, er würde N.N. erschlagen. Leider musste ich als Kind mit ansehen, dass mein Vater auch meiner Mutter gegenüber gewalttätig war. Meines Wissens hatten sie wegen Ehestreitigkeiten auch psychologische Eheberatung in Anspruch genommen. Meine Mutter schärfte mir ein, meinem Bruder in Zukunft ein “Nein” zu sagen, wenn er sich wieder unsittlich nähern würde. Bei einer weiteren Gelegenheit hatte ich ihn dann abgewiesen, und er ließ mich in Ruhe. Daraufhin hatte ich wieder Gewissensbisse, weil ich ihm gegenüber nicht willfährig war.

Auf Grund all dieser Vorfälle hatte ich schon damals erhebliche Lern und Konzentrationsschwierigkeiten und starke Beziehungsprobleme. Bei der Aufnahmeprüfung zur Musiktherapieschule wurde beim psychologischen Teil festgestellt, dass ich für diese Ausbildung psychisch zu labil sei.

Später bekam ich Hilfe durch Kontakt mit einer christlichen Glaubensgemeinschaft, die mich dazu ermutigte, psychotherapeutische Behandlung in Anspruch zu nehmen, was mir auch tatsächlich geholfen hat.

Wien, am 27.5.1999

Wiltrud Griess
Dampfmühlgasse 3/10
1110 Wien

Im Einzelnen möchte ich zu den Aussagen meines Vaters noch Folgendes ergänzen:

Die Familie des Dr. Koller hat mich seinerzeit sehr liebevoll aufgenommen. In vielen Nöten Hilfe suchend, wandte ich mich oft an Frau Koller, die mir in mütterlicher Fürsorge und langen Telefongesprächen mit großer Geduld geholfen hat. Das alles, obwohl Dr. Koller wegen seiner Hilfsbereitschaft von meinem Vater bei der Ärztekammer angezeigt wurde! Er mußte sich wegen der Hetzjagd meines Vaters sogar vor dem Disziplinarrat der Ärztekammer verantworten. Am 21.5.1986 wurde Dr. Koller von den Beschuldigungen freigesprochen, die mein Vater gegen ihn vorgebracht hatte.

Ich habe anfänglich in meiner ersten Begeisterung und teilweise auch krankheitsbedingt vieles, was die Lehre der Gemeinschaft betrifft, missverstanden. Mein Vater hat allerdings eine Menge Aussagen subjektiv interpretiert, so dass sie eine ganz andere Bedeutung ergeben als ursprünglich gemeint war.

Auf einen Punkt möchte ich besonders eingehen und zwar, was meine Berufsausbildung betrifft:

Herbst 1981: Erster Versuch der Aufnahmsprüfung für Musiktherapie; Ergebnis: Durchgefallen im musikalischen Teil.
September 1982: Zweiter Versuch der Aufnahmsprüfung an der Hochschule für Musiktherapie; Ergebnis: Musikalischer Teil bestanden; beim psychologischen Teil durchgefallen; Begründung/Urteil: Psychisch zu labil für diesen Beruf. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von der Existenz der Norwegerbewegung. Ich hatte schon zu dieser Zeit große persönliche Probleme, auch wegen der Nichtaufnahme an der Hochschule, und war auf der Suche nach meinem persönlichen Weg.
Oktober 1982: Bekanntschaft mit Peter und Evelyn Koller im Norwegischkurs an der Universität Wien.
März 1983: Meine Eltern laden einige Kinder der Familie Koller zu sich nach Hause ein und Vati macht für die Koller-Söhne eine Betriebsführung an seinem Arbeitsplatz (IBM). Auch von Seiten meiner Glaubensfreunde gibt es aufrichtige Versuche einer menschlichen Kontaktaufnahme mit meinen Eltern, im Interesse mir zu helfen.
Juli 1983: Ich entschließe mich zur Physiotherapieausbildung und werde schließlich aufgenommen.
Ich weise auf einen Widerspruch meines Vaters hin: Auf Seite 2/Absatz 4 seines Berichtes behauptet er, ich wäre nach kürzester Zeit die schlechteste Schülerin der Klasse gewesen.

Auf Seite 3/Absatz 1 behauptet er, ich hätte einen Teil der Abschlußprüfungen derselben Schule mit gutem Resultat bestanden, wäre dann zur Glaubensgemeinschaft zurückgegangen und plötzlich wäre es mit mir schlecht gegangen.

Wahrheit ist viel mehr:

Nach dem ersten Jahr meines Physiotherapiestudiums hatte ich die 1. Zwischenprüfung bestanden. Im folgenden Jahr verschlechterte sich mein Gesundheitszustand (ständige Konfrontationen mit meinen Eltern, Schlafstörungen, Depressionen, Tagschlaf), sodass ich in ärztliche Behandlung mußte.

Auf Grund meiner Krankheit und des versäumten Lehrstoffes konnte ich das Jahr in den Hauptgegenständen nicht abschließen. Ich wiederholte das Schuljahr und kurz vor den Abschlussprüfungen entschloss ich mich (nachdem ich mehrere Jahre von den “Norwegern” Abstand genommen hatte), wieder zur Glaubensgemeinschaft zurückzukehren, und zwar trotz allen Widerstandes, den ich mir deshalb von Seiten meiner Eltern erwartete.

Schon vor meiner Begegnung mit den “Smiths Freunden” hatte ich auf Grund meiner Kindheitserlebnisse und psychischen Labilität ständige Lern- und Konzentrationsschwächen. Auch die Abschlussprüfungen zur Physiotherapie schaffte ich aus diesem Grunde nicht, man gab mir von Seiten der Schule jedoch den Rat, in dieser Berufssparte (Sozialberuf) zu bleiben.

Aus einer inneren Trotzhaltung entschloss ich mich jedoch, in einem Büro zu arbeiten, wobei mir meine Eltern die erste Stelle vermittelten.

Auch die Behauptung, dass ich mit allerlei Tricks versucht haben soll, Geld von meinem Vater herauszulocken, muss ich aufs Entschiedenste zurückweisen. Ich war damals finanziell noch von meinen Eltern abhängig und im Zuge meiner Krankheit gab es Krankenhauskosten in einem Privatspital. Ich möchte jedoch unterstreichen, dass mein Vater immer sehr großzügig mit Geld war und kaum etwas für sich beanspruchte.

Deshalb bat ich ihn einmal, als ich mich schon längere Zeit von unsrer Glaubensgemeinschaft zurückgezogen hatte, um einen Geldbetrag für meinen damaligen Freund. Seine immer größer werdende Skepsis, dass ich das Geld für die Glaubensgemeinschaft ausgeben würde, hielt mich jedoch zurück, in Hinkunft finanzielle Hilfe zu erwarten bzw. zu erbitten.

Ganz im Gegenteil: Freunde unserer Glaubensgemeinschaft griffen mir oft in Krisensituationen finanziell oder mit Telefonkarten und Einkaufsgutscheinen unter die Arme!

Was meine Wohnung betrifft, bat ich meine Eltern trotz aller Skepsis, die sie hatten, um mein eigenes Prämiensparbuch, um mir die Wohnung besser finanzieren zu können. Ich nahm deshalb meinen Vater zur Maklerfirma mit, um ihm zu zeigen, dass dieses Geld, gemeinsam mit einem aufgenommenen Kredit, wirklich der Maklerfirma zufiel. Er hielt das für eine Inszenierung unserer Gemeinschaft und ich war ratlos. Damals nahm ich mir vor, ihn nicht mehr in irgendeiner persönlichen Situation um Hilfe oder Rat zu bitten.

Mein Vater schiebt die Schuld für jede Aktion, die ich in meiner turbulenten “Loslösungsphase von den Eltern” gesetzt habe, der Glaubensgemeinschaft und ihrer Lehre in die Schuhe und schmückt sich mit allen fremden Federn, wenn es um positive Handlungen geht.
Ich habe noch nie von ihm gehört oder gelesen: Es tut mir leid, auch ich habe Fehler begangen.

Wien, am 10.3.2000
Wiltrud Griess