Frau Dr. Kathrin Espegard suchte auf Grund ihrer tristen familiären
Verhältnisse schon in ihrer Jugendzeit Hilfe, Rat und Anschluß bei der
Norweger-Bewegung und wurde deshalb jahrelang Diskriminierungen
ausgesetzt (oft tagelang eingesperrt, körperlich mißhandelt; man
versuchte sie wegen ihres Glaubens zu entmündigen, für geisteskrank zu
erklären u.ä.).
In einer Eingabe vom 9.3.1988 an das Landesgericht f.
Strafsachen Graz schreibt Dr. Kathrin Espegard aus Norwegen wörtlich
folgendes:
"Ich bitte das Landesgericht Graz um Hilfe, um von einer
Verfolgung loszukommen, die nun schon seit 10 Jahren angedauert hat.
Die Entführung...ist nur die Spitze vom Eisberg...Ich bin mehrere Male
brutal...geschlagen worden, sowohl als minderjährige als auch bereits
volljährige Person. Das letze Mal... (wurde ich) in einem Alter von 26
Jahren (geschlagen). Als Erwachsene wurde ich auch öfters eingesperrt,
und das in meiner eigenen Wohnung in Graz...Ich kann mich erinnern, daß
ich einmal zwei Tage und zwei Nächte hinter verschlossenen
Wohnungstüren saß...Das Gefährlichste, das...(man) gegen mich
angewendet hat, ist der äußerst unangenehme Versuch, mich als
geisteskrank zu erklären.
Auch in einem späteren Schreiben vom 28.9.1990 erklärt Frau Dr.
Kathrin Espegard dem zuständigen Richter und Staatsanwalt ihre
verzweifelte Situation:
"Als Erwachsene, im Alter von 19-26 Jahren, bin ich
mehrmals...in meiner eigenen Wohnung eingesperrt worden-dies ist tlw.
bis zu mehreren Tagen vorgekommen; (man)...hat mich all die Jahre
hindurch immer wieder geschlagen und wie einen Hund behandelt, mein
Leben war...zeitweise eine Hölle auf Erden.
Die Entführung und psychische Tortur durch die "Behandlung" des
farbigen Amerikaners Ted Patrick schildert Frau Dr. Kathrin Espegard im
Dezember 1988 ausführlich dem eigens nach Norwegen gereisten
"profil"-Redakteur:
"Er (der farbige Amerikaner Ted Patrick) hat gesagt, daß ich
den Teufel in mir habe. So, wie die Eva auch verführt worden ist vom
Teufel, genauso bin ich verführt worden. Ich bin nicht normal, hat er
gesagt. Ich bin in eine satanische Gruppe gekommen, die mich
beherrschen und mein Geld nehmen will.
Besonders grausam, erzählt die Frau in ihrer norwegischen Wahlheimat, seien Ted Patricks Drohungen gewesen:
"Er hat gesagt, daß er mich für zehn Jahre festhalten wird. Er hat gesagt, daß ich meinen Verlobten nie wieder sehen werde."
Immer noch hat Kathrin Espegard Angst:
"Ich habe", sagt sie zu "profil"," Polizeischutz in unserem
Ort". Im Wohnzimmer ist ein Alarmknopf installiert worden. Wenn sie
diesen drückt. ertönt in der nahen Polizeidienststelle ein Signal. Geht
sie außer Haus, dann trägt sie unter dem Pullover ein Funkpiepserl.
"Ich habe nach wie vor Angst, daß Leute kommen und mich entführen
wollen." ("profil"-Zitat Ende).
Obwohl der hier geschilderte "Entführungsfall" ca. sieben Jahre
lang von mehreren Rechtsinstanzen gründlich durchleuchtet wurde und
schließlich alle Angeklagten diverser Verbrechen überführt wurden,
untersteht sich Herr Friedrich Griess (Link), am 24.1.1988 in einem
Brief an verschiedene kirchliche Stellen Folgendes zum Ausdruck zu
bringen:
In der Person der Hauptangeklagten im erwähnten Prozeß - die
ebenfalls rechtskräftig verurteilt worden war - hätten sie nun eine
Leidensgefährtin kennengelernt, "deren Tochter nun schon seit 10 Jahren
unter dem Einfluß dieser Verbrecher" (gemeint ist die
Norweger-Bewegung) stehen würde.