Lieber Vati!
Es tut mir sehr leid, dass du dich so verbohrt hast in deine Verleumdungen über unsere Glaubensgemeinschaft und dich in deinen Hirngespinsten immer mehr von der Wahrheit entfernst.
Ich habe kräftig kämpfen müssen, um mich aus der psychischen Abhängigkeit von euch zu befreien. Eine solche Abhängigkeit habe ich nie von irgendeiner Person in unserer Glaubensgemeinschaft gehabt. Ich habe den Eindruck, daß du mich, wie viele Eltern, einfach nicht "loslassen" konntest und es offensichtlich auch nie akzeptiert hast, daß ich - obwohl längst großjährig und inzwischen 37 Jahre alt! - meine eigenen Wege gehe und meinen eigenen Freundeskreis habe.
Ich sehe diesen Weg als das Ergebnis meiner Suche nach Gott, nachdem ich von Freunden und Schwierigkeiten bezüglich Berufsausbildung enttäuscht worden bin. Der Glaube hat mir einen persönlichen Halt gegeben, den ich vorher nicht hatte.
In den folgenden drei Schriftstücken möchte ich die Wahrheit über mein Leben und in Bezug auf den Kontakt zu unserer Glaubensgemeinschaft ans Licht bringen. Da ich oft mit diesen Lügen, die du verbreitest, konfrontiert werde, sehe ich mich gezwungen, mit der ganzen Wahrheit herauszurücken, auch mit solchen Punkten, die eigentlich familiäre Angelegenheiten sind und offensichtlich von euch bewusst vertuscht und verdreht werden:
Deine Tochter Wiltrud
Die einzelnen Schriftstücke:
1. Eidesstattliche Erklärung vom 30.3.1996
2. Stellungnahme von Wiltrud Griess zum Bericht ihrer Eltern im Internet
3. Sachverhaltsdarstellung auf Grund einer kriminalpolizeilichen Vorladung