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Offener Brief Nr II

BEILAGE/VORSPANN ZUM OFFENEN BRIEF NR II

Diverse Behörden, Ministerien, Abgeordnete, Weltanschauungsreferenten und Redaktionen div. Zeitungen und. Zeitschriften

Betr. "Norweger-Bewegung" kontra Dipl. Ing. Friedrich Griess.

Sehr geehrte Damen und Herrn!

Im Dezember 1994 sah sich die sog. "Norweger-Bewegung" auf Grund diverser Vorfälle veranlaßt, auch Ihnen, sehr geehrte(r) Frau / Herr ... einen "Offenen Brief" zu übermitteln.

Darin stellten sich die "Norweger" als stille, unauffällige und familienbewahrende christliche Gruppe dar, die ein freies, sozial-engagiertes Christentum ohne Organisation und autoritäre Strukturen praktiziert (es gibt weder Mitgliedsbeiträge noch Mitgliederlisten, keine bezahlten Prediger oder Pastoren, jede Art von Extremismus, Fanatismus sowie wirtschaftliche Interessen werden entschieden abgelehnt).

Alle "Norweger" sind berufstätig und finanziell unabhängig, viele bekleiden hohe, verantwortungsvolle Positionen, sowohl in der öffentlichen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft.

Weiters haben wir in oben erw. Brief zwei Vorfälle geschildert:

  1. Einen Kidnappingsprozeß (Entführung und Martyrium einer 27jährigen "Norweger"-Studentin durch ihre Angehörigen / Sie lebt heute verheiratet als Dr. med Kathrin Espegard in Norwegen / Siebenjähriger Prozeßverlauf mit anschließender rechtskräftiger Verurteilung der Entführer, die ihr Verbrechen mit Lügen über die Norweger-Bewegung rechtfertigen wollten / die Behauptungen der Verurteilten über die "Norweger" wurden vom Landesgericht für Strafsachen Graz als unwahr und falsch zurückgewiesen).
  2. Die üble Hetzkampagne eines gewissen Herrn X, der sich inzwischen in einer Stellungnahme vom 22.1.1995 selbst ausdrücklich als Dipl. Ing Friedrich Griess zu erkennen gibt und gleichsam darauf besteht, daß nur er hier gemeint sein kann. Wir haben ihn und einige wenige Gleichgesinnte aufgefordert, damit aufzuhören, die "Norweger" bei Behörden, Zeitungen, Zeitschriften und anderen Institutionen in den Schmutz zu ziehen und schlecht zu machen.

Herr Griess jedoch will nicht aufhören, ganz im Gegenteil, in seiner Stellungnahme verbreitet er neuerlich freche Unwahrheiten und durch nichts zu beweisende Diffamierungen über die "Norweger-Bewegung" insgesamt sowie über einzelne Mitglieder dieser Gemeinschaft.

Besonders schwerwiegend (und ein Hauptgrund, warum wir uns an die Behörden wenden) ist, daß der Verdacht besteht, daß Herr Griess seine Hetzaktionen ganz offensichtlich unter dem Deckmantel und Schutz der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" (1020 Wien, Obere Augartenstr. 26-28) betreibt. Laut unseren Informationen ist er Vorstandsmitglied und Pressesprecher dieser Organisation, die mit Steuergeldern subventioniert wird.

Man stelle sich folgende Ironie vor: Gesetzestreue, kinderreiche Familien, fleißige Väter und aufopfernde Mütter, die nichts anderes wollen, als still nach ihrer Überzeugung zu leben, bezahlen treulich und korrekt ihre Steuern (Ehrlichkeit und Gerechtigkeit - auch dem Staat gegenüber - sind Hauptsäulen der "Norweger"), mit denen eine Organisation subventioniert wird, in deren Namen Herr Griess eben diese unbescholtenen Steuerzahler ungeniert und ungestraft in aller Öffentlichkeit auf grobe Weise verleumden und diffamieren kann?!

Wir haben Verständnis dafür, daß der Staat vor destruktiven Gruppen warnt, Herr Griess nützt jedoch die Tatsache der Existenz solcher Gruppen bzw. die erwähnte Gesellschaft dazu aus, seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die "Norweger" zu führen, für den es mehrere Gründe zu geben scheint:

  1. Seine Tochter Wiltrud kam vor ca.12 Jahren an der UNI Wien mit Studenten der "Norweger-Bewegung" in Kontakt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich seine Tochter - laut Erkenntnis des "Disziplinarrates der Österreichischen Ärztekammer" vom 21.5.1986 - aus verschiedenen, hier nicht näher zu erläuternden Ursachen in einem seelischen Notstand, sie "litt an Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und Depressionen" Als Wiltrud Griess eines Tages sogar Suicidabsichten äußerte , wurde ihr - wegen drohender Lebensgefahr - von einem Internisten und Homöopathen der "Norweger-Bewegung" spontan geholfen.

    Fazit: Als "Dank" für die Hilfe wird der betreffende Arzt von Herrn Griess bei der Ärztekammer angezeigt, in einem anschließenden Verfahren jedoch von jeglicher Schuld freigesprochen. In einem späteren Schreiben an die Ärztekammer beschwert sich Herr Griess, warum man nicht ihm, sondern dem betreffenden Arzt Glauben geschenkt habe. Offensichtlich hat sich der Disziplinarrat (die Verhandlung fand unter dem Vorsitz eines OGH-Richters statt) von der Seriösität und Integrität des Arztes einerseits, sowie den unlauteren Absichten des Herrn Dipl. Griess andrerseits überzeugen können.

    In seiner Wut über den mißlungenen Versuch, die Existenz des betr. Arztes der "Norweger-Bewegung" zu zerstören, verleumdet Herr Griess diesen zwei Jahre später - trotz des Freispruchs!! - neuerlich bei seiner vorgesetzten Dienstbehörde, der MA 17 in Wien. Nach Überprüfung der Fakten kommt man jedoch auch dort zu der Überzeugung, daß es sich um "einseitige Aktivitäten des Herrn Griess zu handeln scheint". Hier eine "Kostprobe" der unglaublichen Verleumdungen des Herrn Griess bei der MA 17: Seine Tochter hätte unter dem Einfluß des betr. Arztes einen Selbstmordversuch unternommen, der Arzt sei Leiter einer der gefährlichsten Sekten Österreichs, die "Norweger" seien staatsfeindlich, würden ihre Mitglieder davon abhalten, "wählen" zu gehen usw. usw.

  2. Es gibt schriftliche Beweisstücke und Zeugen dafür, daß sich die Griess-Eltern ganz offensichtlich eine gute "Partie" zwischen ihrer Tochter und dem erwähnten Arztsohn erhofft hatten (obwohl dieser nie auch nur eine Andeutung in diese Richtung gemacht hatte). Anfänglich pflegte Fam. Griess sogar guten Kontakt zur Familie des Arztsohnes. Als sich dieser mit einer anderen Frau vermählte, eröffnete Herr Griess seine Hetze gegen die betreffende Arztfamilie und gegen die "Norweger" (vergl. auch die Stellungnahme des Arztsohnes im beiliegenden Offenen Brief auf Seite 4-5!)
  3. Wiltrud Griess vertraute einzelnen "Norwegern" erschütternde Details aus ihrer Kindheit und Jugendzeit an. Ob nicht auch darin die Ursachen für ihre schwere psychische Krankheit liegen? Herr Griess verschickt gleichsam "in alle Welt" Briefe mit der irrwitzigen Behauptung, seine Tochter hätte ihn im Auftrag der "Norweger-Bewegung" geschlagen, bespuckt, geohrfeigt usw. Weiters zitiert er ihre krankhaften Aussprüche und Aussagen als angebliche "Lehrsätze" der Norweger-Bewegung, obwohl sich diese vollkommen von solchen Aussprüchen und Attacken gegen die eigenen Eltern distanziert. Solche Familienverhältnisse sind in keiner Weise typisch für die "Norweger", derartige Probleme und Auftritte, wie sie Herr Griess von seiner Tochter schildert, sind uns bisher nicht begegnet.

Fazit: Herr Dipl. Ing. Griess scheint enorme Probleme mit seiner offensichtlich psychisch kranken Tochter zu haben, wobei die Ursachen dieser Krankheit absolut nichts mit der Lehre oder Lebensweise der Norweger-Bewegung zu tun haben, sondern - ganz im Gegenteil - lange vor der Kontaktaufnahme seiner Tochter mit der NB im Milieu der Familie Griess zu finden sind.

Die "Norweger" haben Wiltrud Griess - wie jedem anderen, der das wünscht - in ihren Nöten geholfen. Im übrigen besucht sie aus freien Stücken unsere Versammlungen (die öffentlich und daher für jeden frei zugänglich sind) und kann diese jederzeit auch wieder verlassen. Niemand, der die "Norweger" verlassen will, wird auf irgendeine Weise daran gehindert oder deshalb bedrängt; auch dafür gibt es unzählige Beispiele und Zeugen.

Obwohl Herr Griess dies alles weiß, erhebt sich der Verdacht, daß er bewußt und in bösartiger Absicht sowohl die eigene Tochter (welcher fürsorgliche Vater würde öffentlich so über sein Kind schreiben??) als auch die Norweger-Bewegung auf gröbste Weise in den Schmutz ziehen will und die Schuld für sein eigenes Versagen auf eine ganze Glaubensgemeinschaft abwälzt, deren erklärtes Ziel eben ein harmonisches, intaktes Familienleben ist, wofür es Tausende Beispiele und Zeugen in ca. 40 Ländern der Erde gibt.

In letzter Zeit besucht Herr Griess verstärkt Schulen, um unter dem Deckmantel seiner "Gesellschaft" auch dort seine Verleumdungen über die "Norweger" zu verbreiten. So besuchte er zum Beispiel am 25.10.1995 die Handelsakademie Liezen und erläuterte einen Vormittag lang vor den Schülern ausführlich, daß die Norweger-Bewegung seine Tochter verrückt gemacht hätte, den "Hitlergruß" verwenden würde und viele andere grobe Unwahrheiten, die durchwegs den Tatbestand der üblen Nachrede und öffentlichen Verhetzung einer friedlichen Glaubensgemeinschaft darstellen. An der Veranstaltung teilnehmende Schüler haben Protokolle über die Aussagen des Herrn Griess verfaßt.

Wir ersuchen die zuständigen Ministerien (inbesondere das Innen-, Justiz-, Familien-, Unterrichts-, und Finanzministerium) die Tätigkeit der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" zu überprüfen und geeignete Maßnahmen zu setzen. Ob diese "Gesellschaft" in bezug auf andere, tatsächlich gefährliche Gruppen bzw. destruktive Sekten gute, objektive Aufklärungsarbeit leistet, wollen wir nicht beurteilen bzw. nicht von vornherein bezweifeln, die Aktivitäten des Vorstsandsmitgliedes Herrn Griess bezügl. der "Norweger-Bewegung" müssen jedoch als öffentliche Verhetzung und Mißbrauch dieser "Gesellschaft" bezeichnet und in Zukunft eingestellt werden!!

Wir danken allen Politikern und Menschen guten Willens, die uns bereits auf unseren ersten Brief im Dezember 1994 geantwortet und ihre Hilfe zugesichert haben.

Wir bitten auch diesmal um ein offenes Ohr für unsere Anliegen, sodaß wir als friedliche, unbescholtene Staatsbürger in Freiheit und Würde nach unsrer Überzeugung leben können. Wir respektieren und achten jede aufrechte Gesinnung und Überzeugung bei anderen, dasselbe Recht wollen wir auch für unsere Familien bzw. für unsere Gruppe in Anspruch nehmen, deren Wirksamkeit sowohl in Norwegen als auch in über 40 Ländern der Erde als positiver und konstruktiver Beitrag zum Aufbau einer gesunden, demokratischen Gesellschaft geachtet und respektiert wird!

Mit freundlichen Grüßen

Die NB in Österreich


OFFENER BRIEF NR.II

der "NORWEGER-BEWEGUNG":

Antwort auf die Stellungnahme des Herrn Dipl. Ing. Friedrich Griess vom 22.1.1995

Mit großer Verwunderung und Interesse haben wir die Antwort von Herrn Dipl. Ing. Griess auf unseren Offenen Brief gelesen.

Herr Griess hat in diesem Schreiben seine Unseriosität auf eine Weise offenbart, wie man es eigentlich nicht von einem Diplom-Ingenieur erwartet hätte. Er konnte in seiner Antwort keinen einzigen Punkt unseres Briefes ernsthaft und überzeugend zurückweisen, ganz im Gegenteil, Herr Griess erfindet und verbreitet von neuem eine ganze Reihe von frechen und ehrenrührigen Lügen über die christliche Glaubensgemeinschaft der "Norweger-Bewegung" (im folgenden kurz NB genannt).

Eben diese Unseriosität und Niveaulosigkeit in den Anklagen des Herrn Griess (die er nun seit ca. 12 Jahren verbreitet), haben uns bisher bewogen, nichts auf seine Unwahrheiten zu erwidern. Aber bekanntlich werden auch Lügen und Halbwahrheiten - wenn sie nur oft genug wiederholt werden, - als wirkliche Wahrheit aufgefaßt. Gerade deshalb haben wir uns entschlossen, Herrn Griess und Gleichgesinnten nunmehr auf seine/ihre Angriffe gegen die NB zu antworten.

Da die Antwort des Herrn Griess auf unseren Offenen Brief im großen und ganzen nur aus Lügen und Halbwahrheiten besteht, wird unser Antwortschreiben etwas ausführlicher ausfallen, zumal wir die Behauptungen detailliert widerlegen werden.

Beginnen wir der Einfachheit halber mit den lächerlichsten und wohl auch am wenigsten gefährlichen Lügen:

Auf Seite 3, Punkt 18 schreibt Griess: "Jede der von mir aufgestellten Behauptungen ist wahr und ich kann für alles Beweise vorlegen."

Auf Seite 1, Punkt 4 A schreibt Griess: "Die NB gibt offiziell an, nur einen einzigen Angestellten zu haben, nämlich Herrn Svein Kronstad, den Wachtmeister des Versammlungszentrums Brunstad in Norwegen."

Wir wollen gerne, daß Herr Griess seine Beweise für diese Behauptungen vorlegt. Aber um ihn vor lebenslangen Nachforschungen bezüglich dieser Lüge zu verschonen, bieten wir unsere Hilfe an:

Wenn Herr Griess unseren Offenen Brief - den er ja in seiner Stellungnahme offiziell beantwortet - zur Gänze gelesen hätte, müßte er bemerkt haben, daß Svein Kronstad diesen Brief auf Seite 9 (als einer von vielen ausländischen Repräsentanten der NB) an erster Stelle unterschrieben hat, außerdem von Beruf Betriebsleiter (und nicht Wachtmeister) ist und in Sandefjord wohnt. Wer jedoch wirklich Wachtmeister bzw. Hausmeister auf Brunstad ist - und dies seit ca. 25 Jahren! - darf Herr Griess selbst herausfinden.

Weiter unten auf Seite 1/ Punkt 6 schreibt Griess: "....für den Enkel des Gründers, Kåre Smith, dessen Firma in Konkurs ging."

Wir erlauben uns, Herrn Griess darauf aufmerksam zu machen, daß auch Norwegen ein zivilisiertes Land mit ökonomischer Steuerung und Beaufsichtigung ist. Wir wollen aufgrund der freimütigen Äußerung von Herrn Griess, daß er alle seine Behauptungen beweisen könne, ganz konkret den Beleg dafür sehen, aus dem hervorgeht, daß Kåre Smith in Konkurs gegangen ist.

Damit Herr Griess nicht zu viel von seiner kostbaren Zeit für Beweissammlung aufbringen muß, möchten wir ihm gerne zu Hilfe kommen: In Norwegen werden ALLE Konkurse in BRØNØYSUND registriert. Dort kann sich Herr Griess hinwenden (Telefonnummer + 47 75 00 75 00) und alle Erkundigungen einholen, die er haben möchte. Wir sehen mit großer Spannung den weiteren Informationen bezüglich Kåre Smith's angeblichem Konkurs entgegen.

Auf Seite 2/Punkt 14 behauptet Herr Griess: "...wie Kathrin von ihrem Lehrer, Mag. Dieter Huemer, im Alter von 16 Jahren unter Ausnützung des Abhängigkeitsverhältnisses unter den Einfluß der NB geriet."

Da sich Herr Griess überall als "Experte" und bestens informierter Kenner der NB sowie der Ereignisse um die oben erw. Kathrin Espegard, geb. Köberl, ausgibt, kann ihm keinesfalls entgangen sein, daß diese Behauptung (angebl. Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses durch Mag. Dieter Huemer) bereits vor vielen Jahren aufgrund einer frechen, verleumderischen Anzeige gegen Mag. Huemer von der Staatsanwaltschaft Leoben genau überprüft und am 27.11.1979 in einem offiziellen Schreiben an Mag. Huemer als unwahr zurückgewiesen und die Anzeige "zurückgelegt" wurde.

Da Herr Griess Herrn Mag. Huemer mit dieser nachweislichen Lüge bei diversen Behörden (Ministerien) sowie bei seinen Vorgesetzten verleumdet hat, erwartet er sich eine schriftliche Entschuldigung von ihm, andernfalls er sich das Recht vorbehält, auf die unwahren, ehrenrührigen Behauptungen des H. Griess zurückzukommen.

Herr Dipl. Friedrich Griess setzt sich offensichtlich nicht nur über nachweisliche Fakten hinweg, er mißachtet ebenso skrupellos Untersuchungsergebnisse, Urteile und Erkenntnisse von Gerichten, Ämtern und anderen staatlichen Behörden, was wir im folgenden noch an zahlreichen Beispielen beweisen werden.

Hat sich Herr Griess das Ziel gesetzt, durch Verhetzung einer friedlichen, gesetzestreuen Glaubensgemeinschaft die Öffentlichkeit gleichsam zur "Lynchjustiz" gegen die NB aufzufordern bzw. einzelne Mitglieder dieser Gruppe durch ständig wiederholte Verleumdungen einer behördlichen Verfolgung auszusetzen?

Schließlich möchten wir Herrn Griess empfehlen, seine Zeit, Kräfte und Stellung in der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" für die Aufgabe einzusetzen, die ihm dort aufgetragen ist, nämlich destruktive Kulte und Sekten zu bekämpfen. In dieser Arbeit würde er auch unsere Unterstützung erhalten.

Für uns sieht es leider so aus, daß Herr Griess die "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" (1020 Wien, Obere Augartenstr. 26-28) mißbraucht. Benützt er diese Organisation nur als Deckmantel für seinen persönlichen Haß gegen die NB, sodaß er uns, unter dem Schutz der Organisation, geradezu verfolgen kann, und das nur, weil sich seine Tochter freiwillig dazu entschieden hat, in unsere Versammlungen zu gehen?

Wir möchten die "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" auffordern, sich dieses Verhältnis genauer anzusehen und einen anderen als Herrn Griess einzusetzen, um die NB korrekt einzuschätzen oder sich im Namen der Organisation über die NB auszusprechen. Herr Griess ist aufgrund seiner Einstellung zu seiner Tochter und zur NB ohne Zweifel unfähig zu dieser Aufgabe. Dies würde auch der Organisation die Vertrauenswürdigkeit geben, die sie benötigt, um die ihr zugedachte, gemeinnützige Aufgabe zu erfüllen.

Wir erlauben uns nun, auf die schwerwiegenderen Lügen und Verleumdungen einzugehen, die Herr Griess in seinem Brief vorbringt:

Seite 1

Punkt 1: "Später erfuhren wir, daß er (Peter Koller) der Reihe nach mehrere Mädchen auf diese Weise (nämlich durch"flirty fishing") für die NB geworben hatte."

Wir müssen Herrn Griess bitten, daß er uns einige Namen von solchen Mädchen bekanntgibt, die er hier erwähnt. Für uns ist es unbekannt, daß Herr Peter Koller so viele Menschen (und hier besonders "Mädchen") für die NB gewonnen haben soll.

Lassen wir Herrn Dr. med. Peter Koller, heute Familienvater und Sprengelarzt im Lungau, selbst zu den absurden Vorwürfen des Herrn Griess Stellung nehmen:

"Der Vorwurf des "flirty fishing" verdankt seinen Ursprung wohl eher Herrn Dipl. Ing. Griess's "dirty fantasy" als sonst irgendeinem realen Hintergrund.

Herr Dipl. Ing. Griess vergißt (oder verdrängt?) bei all seinen monoton wiederholten, frei erfundenen Behauptungen leider folgendes gänzlich:

Seine geliebte (warum läßt er sie dann nicht in Ruhe?) Tochter Wiltrud befand sich zum besagten Zeitpunkt in massiver psychischer Bedrängnis: Ein äußerst spannungsgeladenes Verhältnis zum verheirateten Dirigenten des Amateurorchesters, in dem sie als Geigerin mitwirkte, bescherte ihr beträchtliche innere Nöte. Meine Schwester Evelyn und ich (wir belegten damals den gleichen Norwegischkurs an der UNI!) standen Wiltrud dadurch bei, indem wir ihr aus dieser unheilvollen Verbindung heraushalfen. Daß uns dies gelang, dürfte Herrn Griess sehr recht gewesen sein, sonst hätte er wohl nicht für meinen Bruder Matthias und mich eine "Betriebsführung" bei IBM gemacht.

Unsere Einstellung gegenüber besagtem Dirigenten im nachhinein als "Ächtung aller Künstler" bzw. Geringschätzung jeglicher musischen Betätigung deuten zu wollen, hat seinen Grund demnach im Charakter des Herrn Griess und nicht in unserer Vorgangsweise.

Es sei mir diesbezüglich erlaubt zu erwähnen, daß ich selbst während meines Studiums Unterricht in klassischer Gitarre gegeben habe.

Die Wurzel des blindwütigen Hasses von Herrn Griess ist allerdings erst dann zu verstehen, wenn man weiß, daß sich seine Gattin schon "den großen Saal für das Hochzeitsfest sichern wollte" (für seine Tochter Wiltrud und mich), obschon ich Wiltrud von Anfang an erklärt hatte, sie möge meine Hilfestellung nicht als persönliches Interesse deuten und im übrigen bei allen Begegnungen mit ihr meine Schwester Evelyn zugegen war.

Letztlich begann Herr Griess die NB erst dann zu bekämpfen, nachdem ich mich nicht mit seiner Tochter verheiratet hatte ...

Würde ich Herrn Dipl. Ing. Griess nun noch zur Beweisführung seiner vorwitzigen Behauptung zwingen, die Namen "mehrerer Mädchen", die ich angeblich "auf diese Weise" für die NB geworben hätte, expressis verbis anzuführen, so käme dies durchaus einer Aufforderung zum Märchenerzählen gleich.

Dem unbewiesenen und vom Stil her lächerlichen Vorwurf, wir hätten für gemeinnützige Vereine (z.B. für das Rote Kreuz) nichts übrig, seien folgende, jederzeit überprüfbare Tatsachen entgegengestellt:

Seit 1992 bin ich Abteilungsarzt des Roten Kreuzes St. Michael und wirke hier völlig unentgeltlich als Vortragender und Übungsleiter in der Sanitäterausbildung mit. Nebenbei versehe ich auch Notarztdienste im Lungau.

Ebenso ehrenamtlich betätige ich mich als Bergrettungsarzt der Ortsgruppen der Bergrettung Muhr und Zederhaus bei Einsätzen, Vorträgen, Kursen und Übungen.

Ich erwarte eine schriftliche Entschuldigung von Herrn Griess für seine ehrenrührigen, absolut unwahren Behauptungen im Zusammenhang mit meiner Person, andernfalls ich mir das Recht vorbehalte, auf seine Verleumdungen ganz anders als bisher zu reagieren." (Ende der Stellungnahme von Herrn Dr. Peter. Koller).

Punkt 2: "... in dem sie selbst beschreibt, wie sie systematisch Missionare in verschiedene Länder gesandt hat.

Leidet Herr Griess an Erinnerungsschwäche? Wir erlauben uns daran zu erinnern, daß einer seiner früheren Anklagepunkte eben darin bestanden hat, daß wir KEINE Missionswirksamkeit betreiben würden; eine Behauptung, die wir bereits auf Seite 6 in unserem ersten "Offenen Brief" widerlegt haben. Diesbezüglich freuen wir uns, daß Herr Griess jetzt dazugelernt hat. Aber wir möchten ihn dennoch bitten, uns klar Bescheid zu geben, für welche der beiden Standpunkte er uns anklagt: Klagt er uns nun deshalb an, weil wir missionarisch tätig sind, oder klagt er uns dafür an, daß wir keine Missionswirksamkeit betreiben? Antwort erbeten!

Punkt 2 A: Bezüglich der Aufnahmen des ORF in Wolfsgraben (Angeblich mußte die "Gemeinde" in Wolfsgraben "in Norwegen anfragen", ob Aufnahmen für den ORF- Inlandsreport gestattet seien).

Die NB in Norwegen hat niemals und wird auch nie verlangen, daß sie um irgendetwas gefragt wird. Wenn aber die "Gemeinde" in Wolfsgraben aus eigenen Stücken um Rat fragt, ist das wohl eine andere Sache?

Punkt 3: "Aussteiger und Kritiker wurden mit dem Umbringen bedroht, so ein mir persönlich bekanntes ehemaliges Mitglied und ein Journalist, beide in Norwegen."

Wir würden gerne wissen, wen Herr Griess meint. Das Ganze ist ja so einfach, wenn man "jemanden kennt". Wir erlauben uns, diese Behauptung als freie Erfindung und Phantasie zurückzuweisen, bis das Gegenteil bewiesen ist (eigentlich müßte ja ein aufsehenerregender Artikel vom dem betreffenden Journalisten existieren, wenn er angeblich so massiv von der NB bedroht worden ist??).

Punkt 3 A: "Güte und Milde gibt es nur gegenüber den eigenen Mitgliedern und solchen Menschen, bei denen Hoffnung besteht, daß sie sich der NB anschließen."

Wir sind beeindruckt von dem Vertrauen, das Herr Griess zu unserer Güte und Milde hat. Laut seiner Definition wird er verstehen, daß unsere Güte und Milde dann doch sehr viele erreicht, da wir selbstverständlich hoffen, - wie Jesus sagt - , daß möglichst alle Menschen Gottes Kinder und Jünger Jesu werden mögen! Die ganze Aussage ist ein Produkt von Herrn Griess's Phantasie.

Punkt 4: "... durch strikte Forderung "Gehorchen, ohne erst zu verstehen" sowie "Tritt das Gewissen mit Füßen."

Diese Behauptung über das "Gehorchen" und "Gewissen" war niemals und wird auch nie das Lebensverständnis oder die Lehre der NB sein. Ganz im Gegenteil können wir sowohl aus der Heiligen Schrift (die schließlich die einzige Grundlage und Richtschnur der NB ist) als auch aus den Schriften der Gründerväter der NB eindeutig nachweisen, daß wir zu diesem Thema genau die gegenteilige Einstellung haben (und das auch praktizieren und verkündigen), nämlich daß man "nie etwas tun oder sagen sollte, was absolut gegen das eigene Gewissen geht", ganz gleich, wer es verlangt.

Eine andere Sache ist, daß viele Bereiche des menschlichen Zusammenlebens (Militär, Arbeitsplatz...) ohne ein bestimmtes Maß an Gehorsam bzw. Ein- und Unterordnung im Sinne einer gesunden Kooperationsfähigkeit gar nicht funktionieren würden. Es tut uns leid für Herrn Griess, auch in diesem Punkt müssen wir ihn als unseriösen Schwätzer entlarven, der in böser Absicht Begriffe aus dem Zusammenhang reißt bzw. Halb- u. Unwahrheiten über die NB in Umlauf bringt.

Punkt 5: " Da aber viele Mitglieder der NB fast dauernd als Prediger unterwegs sind und keiner Arbeit nachgehen, müssen sie von jemand anderem unterhalten werden...Es ist also damit zu rechnen, daß es innerhalb der NB zu beträchtlichen Geldtransfers kommt, die nicht steuerlich erfaßt werden."

Daß "viele Mitglieder" der NB "fast dauernd als Prediger unterwegs sind und keiner Arbeit nachgehen", ist wiederum eine freche Lüge von Herrn Griess. Schon der Gründer der NB, der Norweger Johann Oskar Smith, geb. am 11. 10. 1871 in Fredrikstad, ging mit 15 Jahren zur See und diente anschließend 4o Jahre lang bis zu seiner Pensionierung als Oberkanonier bei der norwegischen Kriegsmarine.

Für uns in der NB ist es Ehrensache, im Berufsleben "seinen Mann" bzw. "seine Frau" zu stellen und nebenher im Sinne des Evangeliums sozial und karitativ wirksam zu sein, soweit es unsere Zeit und Kräfte erlauben. Alle gehen ihrer Arbeit nach, viele sind nach einem arbeitsreichen Leben noch in der Pension aufopfernd wirksam, wofür wir unzählige Namen und Beispiele anführen können.

Die Aussagen des Herrn Griess stellen eine Beleidigung aller dieser selbstlosen, aufopfernden Menschen dar. Er möge konkrete Namen von solchen nennen, die "fast dauernd als Prediger unterwegs sind und keiner Arbeit nachgehen" (zur Auswahl stehen ca. 30 000 Menschen in über 40 Ländern) oder sich für seine freche Lüge entschuldigen!!

Ob Herr Griess es fassen kann oder nicht, so hat Norwegen dennoch ein geordnetes Steuersystem. Er unterstellt hier in seinen weiteren Ausführungen, daß dieses nicht vertrauenswürdig bzw. funktionstüchtig sei. Selbstverständlich gab und gibt es keinerlei unkorrekte "steuerlich nicht erfaßte" Geldtransfers. Herr Griess begründet ja seine diesbezüglichen Anschuldigungen mit Kåre Smith's angeblichem Konkurs. Zu welchem Ergebnis kommt Herr Griess nun, nachdem er die notwendigen Informationen aus "Brønøysund" eingeholt hat? (Vergl. Seite 2, Absatz Nr.5!).

Auch können wir Herrn Griess und andere damit trösten, daß es (bis auf eine Ausnahme, nämlich den Wacht- bzw. Hausmeister am Konferenzort Brunstad) tatsächlich wahr ist, daß die NB keine bezahlten Prediger oder sonstige, in irgendeinem Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehende Angestellte hat. Anstatt uns dafür anzuklagen, könnten unsere Gegner hier vielleicht etwas von uns lernen!?

Dürfen wir Herrn Griess fragen, wer 12 Jahre lang seine Ausgaben und Reisen bezahlt hat, die in Verbindung mit seiner Wirksamkeit stehen, die NB überall in den Schmutz zu ziehen??

Wenn die Antwort sein sollte, daß er selbst alles bezahlt hat, dann können wir das kaum glauben. Herr Griess ist ja ein maßgeblicher Mitarbeiter jener (mit Steuergeldern subventionierten) Organisation, mit deren Hilfe er die NB bekämpft. Das Sprichwort "Wie man selbst ist, so denkt man auch über andere" trifft hier wohl den Kern der Sache.

Was die Reiseunkosten betrifft, können wir Herrn Griess berichten, daß die "Ortsgemeinde", die jemanden einlädt, gewöhnlicherweise die Fahrtkosten bezahlt. Ist das eine schockierende Ungerechtigkeit ...?

Es tut uns leid für Herrn Griess, aber auch diese und ähnliche Behauptungen sind wiederum vollkommen aus der Luft gegriffen.

Punkt 6: Betrifft den angeblichen "Konkurs" von K. Smith. Vergl. Seite 2, Absatz Nr. 3 ff!

Seite 2

Punkt 7: "Mehrere norwegische Zeitungen berichteten jedoch von "Ausstoßungslisten"...

Schon seit längerem verwundert es uns in der NB, daß solche angeblichen Listen nie von jenen vorgelegt werden konnten, die darüber so selbstsicher schreiben (tatsächlich existieren keine derartigen Listen). Könnte der Grund dafür sein, daß es sich um lügenhafte Anklagen handelt, die in einem verwirrten Kopf erfunden wurden und von Leuten wie Herrn Griess gern geglaubt werden ...?

Punkt 8: "... weil sie wieder dahingehend indoktriniert werden, sich selbst nichts zu gönnen und alles erübrigte Geld bei der NB abzuliefern ..."

Dies ist eine interessante Behauptung von Herrn Griess! War er jemals auf einem unserer Konferenzorte und hat unsere Autos, Wohnwägen usw. gesehen oder hat er unsere Heime besucht? Sieht er nicht, daß diese Behauptung ein Widerspruch in sich selbst ist? Meint Herr Griess, daß wir das an die Gemeinde abliefern, was uns übrigbleibt, nachdem wir uns sowohl Häuser, Hütten, Boote, Autos, Essen, Kleider, Reisen, Wohnwägen, Reisen zu anderen Gemeinden (er beschuldigt uns ja, daß wir so viel reisen!), Urlaub usw. geleistet haben?

Wenn er das mit seiner Aussage gemeint hat, dann wird jeder, der die NB etwas besser kennt, wissen, daß wir große Investitionen in unsere Konferenzorte und lokale Gemeinden vornehmen. Diese Gelder werden als freiwillige Spenden von uns in der NB gegeben. Wir haben keinerlei Mitgliedsbeiträge, auch keine Lehre vom "Zehnten" (wie es in vielen religiösen Gruppen der Fall ist) oder irgendwelche andere Formen von Spendenpflicht, aber das, was wir geben, geben wir gerne und vollkommen freiwillig. Daß so etwas möglich ist, scheint für Herrn Griess offenbar nicht faßbar zu sein!

Die Behauptungen des Herrn Griess bezügl. dieser angeblichen "Indoktrination" sind geradezu lächerlich und primitiv! In diesen Ausdruck scheint Griess verliebt zu sein, da er ihn bei jeder (un)passenden Gelegenheit verwendet. Für jeden kritischen Beobachter ist es dennoch offensichtlich, daß Griess mit pseudowissenschaftlichen, niedrigen Methoden der Verhetzung und Verleumdung arbeitet, die auf bedenkliche Weise an das Dritte Reich gemahnen!!

Punkt 9: "Offensichtlich betrachtet es die NB nicht als Fanatismus, wenn:

  • Aufgerufen wird, Abtrünnige zu ermorden
  • Aufgerufen wird, alle Kirchen niederzureißen
  • Lieder, wie der beiliegende "Schlachtgesang" gesungen werden"

Wir müssen Herrn Griess darüber aufklären, daß wir in der NB die oben erwähnten Aussagen nicht nur als Fanatismus, sondern als gröbste Gottlosigkeit und Verwerflichkeit betrachten.

Selbstverständlich wurde in der NB niemals und wird auch in Zukunft niemals zu solch wahnsinnigen Dingen aufgerufen! Wir fragen Herrn Griess: Wo sind die Ermordeten, wo sind die umgestürzten Kirchtürme?

Im übrigen bedient sich Herr Griess bei seiner jahrelangen Hetzaktion gegen die NB immer wieder der gleichen unlauteren Methode: Er sucht weltweit nach irgendwelchen negativen Aussagen, Bemerkungen oder Handlungen einzelner "Norweger". Meint er etwas gefunden zu haben, reißt er einige wenige Worte aus "Reden" oder "Liedern" aus dem Zusammenhang, verdreht den Sinn und hat wieder einen "Beweis" für seine Verleumdungen bzw. einen schrecklichen Lehrsatz der NB entdeckt!

Inzwischen glaubt er fest an seine eigenen Lügen und Phantasiegebilde. Würden wir zum Beispiel so vorgehen, wie Herr Griess, was für ein Bild müßten wir dann von der Kirche zeichnen, der er angehört (er bezeichnet sich selbst als praktizierenden Katholiken)?

Beinahe täglich lesen wir in den Zeitungen von Mördern, Brandstiftern, Kinderschändern, Dieben usw. Viele von ihnen sind "katholisch" wie Herr Griess. Viele "Katholiken" sagen dies oder jenes, rufen zu diesem und jenem auf. Sollen wir jetzt - wie Herr Griess - überall verkünden: Da haben wir es, alle Katholiken sind ...

Wir würden es niemals wagen, so unseriös vorzugehen, weil wir wissen, daß selbstverständlich viele gläubige Katholiken aufrechte und anständige Menschen sind. Könnte Herr Griess nicht etwas von uns lernen?

Ein weiteres Exempel: Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers 6 sagt Jesus folgende bekannte Worte: "Wer aber einen dieser Kleinen (hier spricht Christus von einem Kind), die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist." (Bibelzitat Ende). Würde es Herr Griess wagen zu behaupten, daß Christus hier "zum Mord aufruft"??

Leider arbeitet er tatsächlich mit solch irrwitzigen Methoden. Irgendein "Norweger" hat in Anlehnung an dieses Bibelzitat in irgendeiner Versammlung in einem privaten, persönlichen Beitrag eine Bemerkung gemacht, die Herr Griess und seine "Freunde" nun als angeblichen "Aufruf zum Mord an Abtrünnigen" umkonstruieren und weltweit als NB-Lehrsatz verbreiten.

Genauso wenig kann die NB für alles verantwortlich gemacht werden, was einzelne sagen, die vielleicht irgendwann einmal mit uns in Kontakt waren! Herrn Griess Vorwürfe unter Punkt 9 entbehren jeder Grundlage und haben mit der Lehre und Lebenspraxis der NB nichts zu tun!

Auch der angeführte "Schlachtgesang" steht in keinem Liederbuch der NB und ist keinesfalls repräsentativ für die NB, wie auch wohl nicht alle Lieder, die von Protestanten oder Katholiken gesungen werden, für die jeweilige Glaubensgemeinschaft repräsentativ sind? Warum zitiert Herr Griess nicht einige von den über 500 Liedern, die in unseren Liederbüchern stehen und für die Lehre der NB repräsentativ sind? Unsere Liederbücher können von jedem gekauft werden!

Im übrigen sind für jeden "Insider"(auf christlichem Gebiet) zwei Faktoren vollkommen klar durchschaubar und bekannt:

a) Auch die Bibel selbst und viele Lieder beider großen Konfessionen haben als Ausdruck des "inneren Kampfes" zwischen "Gut und Böse" oft eine sehr metaphorische Sprache mit vielen solchen Ausdrücken wie "Kampf", "Krieg", "Schlacht", "Kämpfen bis aufs Blut" usw. Man vergleiche etwa die "Gleichnisse" bzw. Ausdrucksweise des Apostels Paulus, z.B. "Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde" / Hebräer 12, Vers 4 oder "Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht...Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht."/2. Timotheus 2, Vers3-5 u. v. andere, ähnliche Bibelstellen!

Man vergleiche auch die Lieder Martin Luthers bzw. diverse "Kampflieder" im Evangel. Kirchengesangbuch: "Kämpfe bis aufs Blut und Leben" und "Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an" (Lied 521, Strophe 3 u.5.) oder "Gedenke, daß du zu der Fahn des Feldherrn hast geschworen" (Lied 253, Strophe 3) oder "...nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin!...das Reich muß uns doch bleiben." (Lied 201, Strophe 4). Alle diese Ausdrücke sind selbstverständlich "geistlich" und im übertragenen Sinne zu verstehen, nur ein heimtückischer, boshafter Mensch wird daraus etwas Verkehrtes machen und als Anklage gegen gläubige Menschen verwenden.

b) Eine andere Tatsache ist, daß die Zierde der Jugend ihre "Kraft" ist und selbstverständlich auch die Jugendlichen in der NB ihre "Sturm- und Drangphase" durchmachen und ab und zu kraftvolle Lieder dichten, die im kleineren Kreis gesungen werden (wohlgemerkt beziehen sich jedoch auch hier alle "kriegerischen Metaphern" - so wie in vielen "Kirchenliedern" und Hunderten von Bibelstellen - auf den Kampf des Menschen gegen die inneren Untugenden wie Neid, Haß, Ungeduld usw.). Wer wollte der Jugend das verbieten? Dennoch sind die Verantwortlichen in der NB sehr vorsichtig, welche Lieder dann tatsächlich in das offizielle Liederbuch der NB übernommen werden, und hier können wir beweisen, daß das von Herrn Griess zitierte Lied (der "Schlachtgesang") eben nicht von der NB gutgeheißen wurde und deshalb NICHT in unserem Liederbuch aufscheint, weder in der norwegischen noch in der deutschen Ausgabe!!

Wieder müssen wir feststellen: Das ständige Operieren mit Halb- und Unwahrheiten macht Herrn Griess leider zu einer wenig vertrauenswürdigen Person!.

Punkt 10: "In den letzten Jahren ein "Erweckungsstil" kreiert wurde, bei dem die zum Hitlergruß erhobene Hand und lautes Schreien der Beweis für die "rechte" Gesinnung sind."

Herrn Griess Behauptung bezügl. der angeblichen Verwendung des "Hitlergrußes" in der NB ist so absurd und beleidigend, daß wir uns das Recht vorbehalten, diesbezügl. geeignete rechtliche Maßnahmen zu ergreifen. Ist es nicht strafbar, fortwährend Beschuldigungen und Verleumdungen solcher Art gegen eine kleine Gruppe von unbescholtenen Personen zu verbreiten?

Die NB distanziert sich auf das schärfste von jeglichem Gedankengut und allen Ritualen nationalsozialistischer Prägung!!

Wir wollen Herrn Griess daran erinnern, daß es bes. in Deutschland viele große Gemeinden der NB gibt, die alle ernste Probleme bekommen würden, wenn diese Behauptung wahr wäre. Herr Griess kennt wohl die deutschen Gesetze?

Ein weiteres Faktum ist, daß sowohl in Norwegen als auch in anderen europäischen Ländern viele von der NB aktiv am Kampf gegen Hitler-(Deutschland) teilnahmen. Das wird u. a. in Wort und Bild in mehreren norwegischen 50-Jahres-Jubiläen beschrieben, die anläßlich der Befreiung Norwegens herausgegeben worden sind.

Gleichzeitig ist es eine Binsenweisheit und auch als biblischer Brauch allgemein bekannt, daß es in christlichen Kreisen durchaus üblich ist, die Hände während eines Lobgesanges bzw. während des Gebets zu heben. Muß man nicht beinahe schon von einer "krankhaften" Phantasie sprechen, wenn jemand in böswilliger Absicht daraus den "Hitlergruß" konstruiert?? Im übrigen kommt das begeisterte Heben der Hände ja auch bei vielen anderen Anlässen vor, z.B. während eines Fußballspieles, bei Rockkonzerten, Sportveranstaltungen usw., ohne daß man deshalb so groben und bösartigen Beschuldigungen ausgesetzt wird, wie die NB durch Herrn Griess.

Daß der Beweis für die "rechte" Gesinnung angeblich "lautes Schreien" sein soll, würde bedeuten, daß wir in der NB eine Menge schreiender Personen sind! All das ist uns unbekannt, Herr Griess läßt seiner Phantasie wirklich freien Lauf...

Punkt 11: "Die 'Gesetzestreue' und 'Vaterlandsliebe' der NB sieht so aus, daß man davon abgehalten wird, sein Wahlrecht auszuüben..., daß man keiner Gewerkschaft und keinem Sportverein beitreten darf."

Als einziger "Beweis" für diese Behauptung dient Herrn Griess die angebliche Aussage seiner Tochter Wiltrud. Nun können wir jedoch durch die in den Gemeinden bzw. Magistraten aufliegenden Wählerevidenzlisten leicht beweisen, daß wohl die allermeisten in der NB selbstverständlich regelmäßig an den Wahlen teilnehmen (auch in den diversen Wahllokalen werden genaue Listen geführt, welche Ortsbewohner von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen )!! Niemand wird davon abgehalten! Herr Griess reiht Lüge an Lüge, wir können auch hier das Gegenteil beweisen!

Zum einen ist es so, daß sowohl die Teilnahme an der Wahl (außer bei Pflichtwahlen) als auch die Mitgliedschaft bei Sportklubs und Gewerkschaften freiwillig ist. Zum anderen hat Herr Griess leider wiederum nur die (angebliche) Aussage seiner Tochter Wiltrud. Wir anderen in der NB kennen keinerlei derartige Verbote. Wie bereits erwähnt, geben wir als GEGENBEWEIS zu diesen Lügen demnächst eine Broschüre über die tatsächliche Wirksamkeit vieler Mitglieder der NB in diversen Vereinen, Sportclubs und staatlichen Organisationen im In- und Ausland heraus!

Punkt 12: "In Norwegen wurde der größte Bankskandal in der Geschichte des Landes von Pål Jarle Svendsrud, einem prominenten Mitglied der NB angezettelt, und ungesetzliche Grundstückstransaktionen sowie ebensolche Bauvorhaben wurden von der NB getätigt."

Es waren sicherlich bedeutend größere Bankskandale in Norwegen als der, von dem Herr Griess hier spricht, aber es ist richtig, daß Pål Jarle Svendsrud in eine große Betrugssache involviert war, für die er auch verurteilt wurde. Daß Herr Griess unzählige Artikel bezüglich dieses Falles vorlegen kann, bezweifeln wir nicht. Wie alle anderen ordentlichen Staatsbürger verurteilen wir diesen Betrug und distanzieren uns von jeder kriminellen Handlung, einschließlich dieser.

"Pål Jarle Svensrud,...einem prominenten Mitglied der NB ..."

Es tut uns leid für Herrn Griess! Er ist offenbar nicht dazu imstande, auch nur einen einzigen Satz mit echtem Wahrheitsgehalt zu schreiben. Die Wahrheit ist, daß die Frau von Pål Jarle Svendsrud in der NB war und noch immer ist. Er selbst nahm durch Jahre hindurch NICHT an unseren Versammlungen teil und gehörte auch sonst keineswegs zur NB (die einzige Ausnahme war das eine oder andere Weihnachtsfest, an dem er gemeinsam mit seinen Kindern teilnahm). Pål Jarle Svendsrud war nie und ist in keiner Weise ein prominentes oder hervortretendes Mitglied in der NB.

Daß er sich später (nachdem der Betrug bekannt geworden war) zu Gott bekehrt und seine Tat bereut hat, ist wohl auch für Herrn Griess ein Grund zur Freude? Oder ist in seinem Glaubensverständnis kein Raum für einen Sünder, der umkehrt und bereut...?

"... und ungesetzliche Grundstückstransaktionen sowie ebensolche Bauvorhaben wurden von der NB getätigt."

Wir müssen Herrn Griess wieder enttäuschen! Die NB wurde zwar tatsächlich diverser Dinge beschuldigt, es gab große Zeitungsüberschriften in der norwegischen Presse (wir sind davon überzeugt, daß Herr Griess diese Artikel besorgen und vorzeigen kann), die Sache wurde jedoch eingehend im norwegischen Ministerium für Landwirtschaft geprüft, mit dem Ergebnis, daß alles korrekt und vollkommen in Ordnung ist. Es hat sich also gezeigt, daß es falsche Anschuldigungen waren. An dieser Tatsache hatte die Presse nicht so großes Interesse, wie an den falschen Beschuldigungen, und deshalb ist uns nur eine kurze Notiz im "Tønsberg Blad" bekannt, das darüber berichtet hat. Falls Herr Griess von dieser Notiz keine Kopie hat, kann er eine von uns erhalten. Zusätzlich haben wir selbstverständlich die Bescheide vom Ministerium für Landwirtschaft, die die korrekte Vorgangsweise und absolute Seriosität der NB bestätigen.

Daß Herr Griess eine in der Zeitung erschienene Beschuldigung als Tatbestand hinnimmt, zeigt entweder seine Unseriosität aufgrund seiner Unwissenheit oder es zeigt seine Bosheit, indem er versucht, aus Recht Unrecht zu machen!

Punkt 13: "Der ehemalige Sprecher der NB, Borgar Brubakken, rühmte sich sogar öffentlich, daß er "Ungesetzlichkeiten" begangen habe."

Wir müssen Herrn Griess gratulieren und sind erstaunt über sein Wissen! Er hat sogar mitbekommen, wer der frühere Pressesprecher der NB in Norwegen war. (... aber offensichtlich nicht, wer damals ebenfalls und zwar der hauptverantwortliche Pressesprecher der NB war und jetzt noch ist!).

Warum setzt Herr Griess das Wort "Ungesetzlichkeiten" unter Anführungszeichen? Wir würden gerne seine Beweise für diese Behauptung sehen.

Weiter unten auf Seite 2 kommt Herr Griess mit einigen "Geschichten", die in unseren Augen vollkommen verrückt sind. Die meisten Jugendlichen unter uns wählen die eine oder andere Ausbildung, oft eine Hochschul- oder Universitätsausbildung.

Punkt 14: "Bezüglich des Falles der Medizinstudentin Kathrin Köberl...,daß die Darstellung nicht objektiv ist...wie Kathrin...psychisch verwahrloste und schließlich...das Studium aufgeben sollte, um nach Norwegen an einen Mann verheiratet zu werden, den sie kaum kannte..."

Zuerst verweisen wir auf unsere diesbezügl. Ausführungen auf Seite 1 / vorletzter Absatz des beigelegten Briefes. Weiters stellen wir fest: Das erwähnte Gerichtsurteil widerlegt eindeutig die Behauptungen von Herrn Griess über diesen Fall und entlarvt seine obigen Aussagen über Dr. Kathrin Espegard, geb. Köberl, wiederum als freche, unverschämte Lügen. Der Fall ging 7 Jahre lang in zwei Rechtsgängen durch alle Instanzen bis zum OGH und wurde am 19.6.1992 endgültig mit der Verurteilung aller Angeklagten abgeschlossen. Die von Griess erwähnte "Urteilsbegründung" widerlegt sozusagen generell seine vielen Hetzbriefe und negativen Behauptungen über die NB:

Einige Passagen aus der Urteilsbegründung des Aktes 6 Vr 2407/87 des Landesgerichtes für Strafsachen Graz vom 19. Juni 1992:

Seite 26/27: "...zumal die Vorgangsweise gegenüber der Kathrin Espegard ja einer Hexen- oder Teufelsaustreibung des Mittelalters nur mit verfeinerten Methoden gleichkam" (also keine harmlose Tat, wie Herr Griess zu suggerieren versucht!)

Seite 17/18/21/22: "Insbesondere zeigte sich bei Kathrin Espegard keine geistige Rückentwicklung zur Infantilität und Unfähigkeit, komplizierte Gedankengänge zu erfassen, wie dies von der Erst- und dem Zweitangeklagten behauptet wurde, und erreichte sie im progressiv matrices Test ohne Schwierigkeiten 32 Punkte, sodaß keine Rede davon sein kann, daß es...zu einem intellektuellen Abbau, wie dies bei Sektenangehörigen oft zu beobachten ist, gekommen ist...Auch das äußere Erscheinungsbild von Kathrin Espegard war gepflegt, es bestanden keine Zeichen...für ein überzogenes religiöses Verhalten...und zeigte sie kein Bild einer bewußtseinsgetrübten Persönlichkeit. Im übrigen läßt sich schon aus den Erfahrungen des täglichen Lebens der Abschluß der Matura und des anschließenden Medizinstudiums mit einem Verfall in geistige Infantilität nicht in Einklang bringen, sondern weisen diese Tatsachen klar darauf hin, daß ein solcher nicht bestanden haben kann...Daß ein geistiger Verfall der Kathrin Espegard...vorlag, ist bereits durch die objektive Tatsache des erfolgreich betriebenen Medizinstudiums nach den Lebenserfahrungen einerseits und durch das gerichtspsychiatrische Gutachten betreffend Kathrin Espegard andrerseits zweifelsfrei widerlegt."

(Obwohl also durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung(!!) die von Griess behauptete "psychische Verwahrlosung" der Kathrin Espegard "zweifelsfrei widerlegt" wurde, verbreitet dieser auch nach dieser Urteilsverkündung weiterhin die grobe Verleumdung, daß Frau Dr. Espegard durch die Zugehörigkeit zur NB psychisch krank, infantil usw. geworden sei. In einem Brief vom 4.7.1994 schreibt Herr Griess neuerlich an eine norwegische Zeitung vom angeblichen "psychischen Verfall" der Kathrin und daß dieser von Fachleuten angeblich als "ernste Geisteskrankheit" diagnostiziert worden sei!

Was soll man von der Glaubwürdigkeit dieses Mannes halten, der sich über alle Rechtsinstanzen hinwegsetzt und gleichsam als "Halbgott" völlig gesunde Menschen für geisteskrank erklären möchte, um seine persönlichen Haßgefühle zu befriedigen ??

Seite 29: "Bedenkt man, daß Kathrin Espegard vier Tage eingesperrt war, während dieser Zeit teilweise durch vollkommen fremde Personen, nämlich den farbigen Amerikaner Ted Patrick...einem massiven Gesprächsdruck mit ständiger Argumentation ausgesetzt war, ihr gedroht wurde, diesen Zustand fortzusetzen, auch wenn es ein Jahr dauert, und sie in die USA mitzunehmen sowie daß Kathrin Espegard gefesselt, geknebelt und nachts im gefesselten Zustand an einen ihr unbekannten Ort verbracht wurde, so erweisen sich diese Handlungen der Angeklagten im Verhältnis zum angestrebten Zweck, nämlich Kathrin Espegard aus der von den Familienangehörigen nicht geteilten religiösen Überzeugung wegzubringen, wohl keineswegs als...angepaßtes Mittel...Die Angeklagten haben daher tatbestandsmäßig, schuldhaft und rechtswidrig gehandelt und liegen keine Gründe vor, durch die die Strafbarkeit ihrer Handlungsweise aufgehoben oder die Verfolgung der Angeklagten ausgeschlossen wäre." (Kommentar überflüssig!)

Seite 22: Kathrin Espegard wollte nie ihr "Studium aufgeben" und sollte niemals "an einen Mann verheiratet werden, den sie kaum kannte." Im Urteil steht diesbezüglich folgendes: "Weiters hat sich die von der Erstangeklagten behauptete Zwansgverheiratung ihrer Tochter...als unrichtig herausgestellt, da die Zeugin Dr. Rollet aussagte, Kathrin Espegard habe sich auf ihre bevorstehende Hochzeit gefreut und habe in der Ehe mit Herrn Espegard eine gewisse Erfüllung ihres Lebens gesehen, was bei einer zwangsweisen Verheiratung wohl kaum der Fall gewesen wäre".

(Herr Griess wagt es, auf Seite 2 zu schreiben, daß man "bezüglich des Falles der Medizinstudentin Kathrin Köberl...nur die Urteilsbegründung zu lesen braucht", um zu erkennen, daß "die Darstellung, wie sie im "Offenen Brief"(der NB) gegeben wird, nicht objektiv ist". Anschließend schreibt er Punkt für Punkt das Gegenteil von dem, was in dem Urteil zu lesen ist (also Lüge für Lüge) und von sorgfältigen, unparteiischen Richtern durch 7 Jahre hindurch erforscht und schließlich als Wahrheit erkannt wurde!).

Seite 27: Bezüglich der Norweger-Bewegung schreibt das Gericht in dem rechtsgültigen Urteil folgende Fakten, die wiederum buchstäblich im Widerspruch zu allem stehen, was Herr Griess über uns behauptet: "Vollständigkeitshalber wird noch darauf verwiesen, daß das abgeführte Beweisverfahren keine stichhaltigen Anhaltspunkte dafür erbrachte, daß die Norwegerbewegung oder einzelne ihrer Mitglieder strafrechtliche oder verwaltungsrechtliche Tatbestände gesetzt hätten. Die von der Erstangeklagten seit dem Jahre 1976 gegen Mitglieder der Norwegerbewegung eingebrachten Anzeigen und Beschwerden an den Landesschulrat, an die Staatsanwaltschaft, an Ämter und Behörden im Zusammenhang mit der Tätigkeit für diese religiöse Gruppe erbrachten in keinem Fall einen strafrechtlichen, verwaltungsrechtlichen oder disziplinären Tatbestand und wird diesbezüglich unter anderem auf die von der Staatsanwaltschaft Graz und der Staatsanwaltschaft Leoben mangels Tatbestandes zurückgelegten Anzeigen 1 St 2877 / 79 und 7 / 6 St 995 / 87 verwiesen. Auch darin spiegelt sich die fixe, affektiv besetzte überwertige Idee der Erstangeklagten wider, gegen alles, was mit der Norwegerbewegung zusammenhängt, zu kämpfen.

Kommentar eigentlich überflüssig! Wir weisen nur darauf hin, daß wir selbstverständlich weitere behördliche Dokumente als Beweise vorlegen können, in denen die Seriosität, Gesetzestreue und Integrität der NB bestätigt wird. Von den vielen Dokumenten sei hier nur eines exemplarisch angeführt, das z.B. die NB-Gruppe in der Steiermark betrifft, in der auch Frau Dr.Kathrin Espegard beheimatet war (der oben erwähnte Prozeß spielte sich ja in der Steiermark ab). In dieser Region ist die NB vereinspolizeilich als "Steirischer Christlicher Familienverein" gemeldet. Am 7.3.1988 bestätigte die Bezirkshauptmannschaft Liezen/Expositur Gröbming in einem offiziellen Schreiben an den Anwalt der NB folgendes Faktum:

"Auf Ihre Anfrage vom 16.2.1988 teilen wir mit, daß Erhebungen geführt und dabei festgestellt wurde, daß seit 1962 betreffend des Steirischen Christlichen Familienvereines bei unserer Behörde keine Beschwerden einlangten und andererseits bei der Behörde nichts Nachteiliges gegen die derzeitigen Mitglieder des gegenständlichen Vereines bekannt ist. Mit freundlichen Grüßen. Der Bezirkshauptmann.

Dieses Dokument einer staatlichen Verwaltungsbehörde wurde im übrigen offiziell in der oben beschriebenen Gerichtssache vorgelegt und u.a. als Beweis für die Integrität der NB anerkannt. Ähnliche Schreiben gibt es von den damaligen Bürgermeistern jener Orte der Obersteiermark, in denen Mitglieder der NB wohnhaft und wirksam waren und sind.

Wie wir weiter oben bewiesen haben, interessiert sich Herr Griess nicht für die Meinungen und Aussagen staatlicher Behörden und beschreibt uns - grob ausgedrückt - in böser Absicht als einen "Haufen von Betrügern, Psychopathen und arbeitsunfähigen Menschen", und dies nur, weil wir ein anderes theologisches Verständnis, eine andere Weltanschauung als er vetreten und seine Tochter vor dem Selbstmord gerettet haben!! Ist nicht vielmehr dieser Mann mit seiner ungehemmten Vernichtungs- und Verleumdungswut (und nicht die NB!) eine Gefahr für Staat und Gesellschaft??

Daß Herrn Griess das oben zitierte Gerichtsurteil unangenehm ist und er sich deshalb über alle Behörden, Rechtsinstanzen und sogar über den Obersten Gerichtshof hinwegsetzt, zeigt, daß wir hier mit einem Mann konfrontiert sind, der in keinerlei Weise daran interessiert ist, etwas anderes als seine eigene Meinungen und Gedanken zu akzeptieren. Für die tatsächlichen Verhältnisse und nachprüfbaren Fakten interessiert er sich offensichtlich nicht. So eine Person ist in unseren Augen unseriös! Seite 3

Punkt 15: " ... mittels fundamentalistisch interpretierter Bibelworte ("Du mußt deine Eltern hassen!") gegen die Eltern bis zu Tätlichkeiten aufgehetzt, ..."

Herr Griess weiß genau, daß die NB bekannt für ihre großen kinderreichen Familien ist. Es ist erstaunlich, daß im großen und ganzen nur Herr Griess Probleme mit seiner Wiltrud hat. Was hätten wohl Polizei, Fürsorge, Krankenhäuser usw. unternommen, wenn die Beschreibungen von Herrn Griess typisch für die NB wären? Seine Phantasie hat Herrn Griess aufs neue einen Streich gespielt.

Punkt 16: "... vom Absolvieren einer ihren Anlagen entsprechenden Ausbildung abgehalten ..."

Der ganze Abschnitt ist freie Erfindung bzw. gezielte Bosheit! Jeder Mensch mit verhältnismäßig intakten Wahrheitsbegriffen könnte dies jederzeit feststellen. Es würden auch weit mehr Personen als nur Herr Griess und seine Freunde darauf reagieren, wenn diese Anschuldigungen wahr wären. Daß Herr Griess die NB mit den Zeugen Jehovas oder der Mun-Sekte auf eine Stufe stellt, zeigt einmal mehr seine Inkompetenz auf diesem Gebiet.

Punkt 17: "Ich will niemanden in seiner bürgerlichen Existenz schädigen ..."

Genau das tut Herr Griess seit vielen Jahren. Wir besuchen freiwillig unsere Versammlungen, wir sind etwa 30 000 Personen in mehr als 40 Ländern. Kaum hört Herr Griess irgendetwas Negatives von einer dieser Personen, reagiert er sofort: "Seht her, das ist die NB!" Daß dies jedem einzelnen von uns schadet und absolut unseriös und gehässig ist, wird jeder vernünftige Mensch verstehen.

Punkt 18: "Jede der von mir aufgestellten Behauptungen ist wahr und ich kann für alles Beweise vorlegen. Ich werde daher keineswegs aufhören, diese Dinge zu sagen."

Nun hat ja Herr Griess einiges zu tun, um z.B. die Beweise für Kåre Smiths Konkurs und für alle anderen Behauptungen vorzulegen. Mit großer Spannung und Interesse erwarten wir das Ergebnis seiner Recherchen.

Verstehen wir Herrn Griess richtig? Wird er damit aufhören, seine verlogenen und falschen Dinge zu behaupten, wenn er keine Beweise vorlegen kann? Das würde Ihm sicher zur Ehre gereichen.

Inzwischen werden wir auf alle unwahren Aussagen bezüglich der NB antworten, die uns von ihm zu Ohren kommen. Dies nur zu seiner Information.

Punkt 19: "... wenn jemand, der sich bekehrt hätte, auch nur ein einziges Mal gegen sein Gewissen handle, dann sei der für ewig verdammt und auch Gott selbst könne ihn nicht mehr retten (!)."

Wieder eine Behauptung, die völlig aus der Luft gegriffen und in böser Absicht gegen die NB verwendet wird. Die NB kann selbstverständlich nicht für all das verantwortlich gemacht werden, was Wiltrud jemals zu ihrem Vater gesagt hat. Obiger Satz war niemals und wird auch niemals die Lehre der NB sein.

Seit Jänner 1912 gibt die NB ihr Monatsblatt "Skjulte Skatter" heraus. Seit Jahren gibt es das Blatt unter anderem auf französisch, deutsch, holländisch, ungarisch, spanisch, englisch und südafrikanisch. Hier gäbe es für Herrn Griess genug Quellen, um auf unsere Lehre hinweisen zu können. Daß er zur Beweisführung immer wieder die Aussagen seiner Tochter anführt, ist geradezu lächerlich.

Punkt 20: "Daraus geht nun klar hervor, daß die Behauptungen , die Dr. Koller sowohl der Ärztekammer als auch hier im "Offenen Brief" auftischte, völlig unwahr sind.

Herr Griess setzt sich nicht nur über alle Österreichischen Gerichtshöfe hinweg, er mißachtet auch alle anderen amtlichen und behördlichen Untersuchungsergebnisse, die ihm nicht zusagen. Vielleicht ist es doch nicht so verwunderlich, daß er von der Ärztekammer abgewiesen wurde?

Im Freispruch der Ärztekammer für Herrn Dr. Koller kann man wörtlich nachlesen: "Der vorgenannte Sachverhalt gründet sich auf die glaubwürdigen Angaben des Disziplinarbeschuldigten vor dem Untersuchungsführer und der Disziplinarkommission" (die Untersuchung fand übrigens unter dem Vorsitz eines OGH-Richters statt!).

Hält sich Herr Griess für das Maß aller Dinge, weil es für ihn ganz unvorstellbar ist, daß nicht er, sondern Dr. Koller von einem unabhängigen Gericht für glaubwürdig gehalten wurde?

Punkt 21: "Daß Psychiater, die von den Mechanismen der Sektenindoktrination nichts verstehen, falsche Diagnosen stellen können, ist eine traurige Tatsache."

Es wird immer lächerlicher. Herr Griess setzt sich nicht nur über öffentliche Rechtsinstanzen, den OGH sowie die Ärztekammer hinweg, sondern auch über die Psychiater. Leider können wir diesen Mann nicht mehr ernst nehmen.

Soweit wir wissen, haben die "Informationen" des Herrn Griess auch auf die Vorgesetzten von Herrn Dr. Koller keinen nennenswerten Eindruck gemacht - was wir gut verstehen können.

Und die Homöopathen verstehen wohl auch nichts? Nein, so kann es mit einem gehen, wenn man sich nicht an die Wahrheit hält. Dann endet man unter Umständen wie Herr Griess: selbsternannter und dennoch "allwissender" Psychiater, Gerichtsmediziner, Richter, Sektenexperte, Homöopath, Theologe - alles vereint in einem Manne, der in Wirklichkeit - wie er selbst wörtlich auf Seite 4 sagt - "in der Hierarchie" seiner "Firma ganz unten" ist und "nur Vorgesetzte und keine Untergebenen" hat.

Wäre da nicht etwas mehr Bescheidenheit und Besonnenheit angebracht?

Seite 4

Punkt 22: "(sie brauchte sie ohnehin nicht mehr, denn nach der Meinung der NB sind "alle Künstler moralisch minderwertig")."

Wenn nun das, was der Vater von seiner Tochter zitiert, genauso verlogen ist wie das, was Herr Griess über uns erzählt, bleibt logischerweise nicht mehr viel übrig, was man ernst nehmen kann.

Wir verachten keine Künstler, weder innerhalb noch außerhalb der NB! Hat Herr Griess z.B. die von J. O. Smith und seiner Tochter Rakel angefertigten Gemälde gesehen? Hat er die Gipsbüste von J. O. Smith gesehen, oder etwa sein Gemälde von der "Wurzel Davids", das nach einer Bibelstunde auf eine Aufforderung von Elias Aslaksen hin gemalt wurde? Kennt er die Malerei von Brunstad, und vieles mehr; alles von künstlerisch begabten Freunden aus der NB gemacht.

Weiß Herr Griess, daß z.B. Eva Stadven (nun Eva Nielsen) 1966, im Alter von 8 Jahren, den 1. Preis in Gesang und Musik der Pianisten eines norwegischen Jugendwettbewerbs gewann. Ein Jahr später gewann sie die norwegische Jugendmeisterschaft im Klavierspielen in der Klasse der 9-11jährigen. Heute leitet sie eine eigene Musikschule sowie einen Musikkindergarten. Sie genoß eine Universitätsausbildung und bestand ihr letztes Examen, nachdem sie Ihr 6. Kind bekommen hatte.

Hat Herr Griess nicht auf Seite 3 seiner Stellungnahme behauptet, daß Frauen und Jugendliche "vom Absolvieren einer ihren Anlagen entsprechenden Ausbildung abgehalten und auf Jahre hinaus psychisch unfähig gemacht" werden, "auch nur einen einfachen Beruf auszuüben". Eva S. Nielsen hat heute 9 Kinder und ist noch immer in ihrem Beruf tätig.

Wir wollen gleichzeitig darauf hinweisen, daß gerade Gesang und Musik unter uns einen großen Stellenwert haben und viele in der NB eine höhere musikalische Ausbildung (auch Universitätsausbildung) vorweisen können.

Das waren nur einige Beispiele, es gäbe noch unzählige andere!

Punkt 23: "Natürlich hat man Frau Strauß Hägele nicht versucht zu bekehren und sie teilnehmen lassen ... Freunde von uns wurden jedoch ... nicht mehr eingelassen."

Es sieht so aus, als ob es Herrn Griess bedauern würde, daß Frau Strauß-Hägele positiv über uns schreibt. Wir ersuchen Herrn Griess zur Kenntnis zu nehmen, daß die Wahrheit durchaus positiv sein kann, selbst wenn es die NB betrifft!

Wenn wir sehen, wie Herr Griess und seine Freunde die Wahrheit verdrehen und bewußt Lügen über uns verbreiten, und darüber hinaus sagen, daß sie nicht damit aufhören werden, dürfte es ihn nicht wundern, daß solche Personen nicht in unseren Versammlungen erwünscht sind.

Punkt 24: "Vati, du denkst ja doch nur an deine Karriere."

Wir wollen uns nicht in Wiltrud Griess' Meinung über ihren Vater hineinmischen. Der Vollständigkeit halber wollen wir festhalten, daß es zahlreiche Personen in hohen, verantwortungsvollen Stellungen in der NB gibt - sowohl innerhalb der öffentlichen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft. Auch wenn Herr Griess nicht registriert hat, daß Svein Kronstad unseren "Offenen Brief" unterschrieben hat, nehmen wir doch an, daß er gesehen hat, daß viele andere Unterzeichnende wesentlich weiter in Ihrer Karriere gekommen sind als Herr Griess selbst (laut seiner eigenen Aussage in seiner Stellungnahme auf Seite 4).

Punkt 25: Betreffend der Altkleider, die zum Roten Kreuz gegeben werden sollten.

Dieser ganze Abschnitt ist eine freie Erfindung in typischer Griess-Manier. Wieder hat er irgendwelche "norwegischen Freunde" die irgendein "Märchen" berichteten. Wir haben in diesem Schreiben bereits mehrere konkrete Namen von "Norwegern" in Österreich genannt, die in Ihrer Freizeit unentgeltlich und zum Teil äußerst intensiv beim Roten Kreuz tätig sind.

Zweifelsohne geben viele in der NB auch dem Roten Kreuz ihre Altkleider. Darüber hinaus haben wir in unserem "Offenen Brief" auf Seite 6 auf unsere umfangreichen humanitären Hilfsaktionen hingewiesen: Tausende Kleiderpakete nach Südamerika, Tonnen von Hilfsgütern wie Medikamente, Kleider und Schuhe, Nahrungsmittel usw. in die GUS-Staaten u.v.m.

Anscheinend kann oder will Herr Griess diese Tatsachen nicht wahrhaben und auch nicht überprüfen, um mit seinen Lügen aufzuhören!

Die weiteren Aussagen auf Seite 4 sind lächerlich, niveaulos und widersprechen vollkommen der Lehre und Praxis der NB.

Seite 5

Punkt 26: "... widerlegt die NB selbst dadurch, daß sie den jungen Menschen von akademischer Ausbildung im allgemeinen abrät.

Eine kleine Untersuchung durch Herrn Griess würde seine Behauptung schnell widerlegen. Herr Griess verwechselt ständig die Begriffe "Behauptung" und "Beweis": Wer hat wem von welchem Studium abgeraten? Bitte Namen und Fakten!

Punkt 27: "Schüler aus der NB wurden mir von ihren Lehrern als sehr brav, aber wenig kreativ und bisweilen brutal geschildert. Das ist kein Wunder, denn schon Kleinkinder werden unbarmherzig geprügelt, um ihnen den angeblich von Satan stammenden Eigenwillen auszutreiben."

Wie kann sich Herr Griess die Kombination von "brav" und "brutal" vorstellen? Könnte er dies etwas näher erläutern ...? Eine andere Frage: Welchen Einfluß hat die katholische bzw. evangelische Lehre auf die Kinder? Es ist allgemein bekannt, daß die Brutalität und Bereitschaft zur Gewalt an den Schulen ständig zunimmt. Kann man die unerforschliche Logik des Herrn Griess auch auf dieses Phänomen anwenden?

Wer in der NB behauptet, daß der Eigenwille von Satan stammt? Die NB distanziert sich mit aller Entschiedenheit von jeglicher Art der Kindesmißhandlung, Prügelei von Kleinkindern u. ä. Unsere Kinder sind durchwegs frei, offen, kontaktfreudig und keineswegs das Produkt einer gewalttätigen Erziehung. Dieses Faktum wird sogar von namhaften Fachleuten in wissenschaftlichen Untersuchungen über die NB festgehalten!!

Will Herr Griess wirklich behaupten, daß eine (angebliche und im übrigen nicht bewiesene) Erklärung von W. Hufen in einer Versammlung mit der Lehre der NB gleichzusetzen ist?

Ganz im Gegenteil: Wir können Herrn Griess mitteilen, daß es sehr wohl Menschen in der NB gegeben hat, die sogar Bücher darüber schreiben wollten, wie wichtig es sei, Kinder zu züchtigen. Weil nun die NB von Anfang an die Herausgabe solcher Bücher ganz entschieden abgelehnt hat, da sie in KEINER WEISE mit unserer Auffassung und Überzeugung übereinstimmen, wurden diese Personen beleidigt und haben die NB verlassen. Ob nicht eben dieselben Personen jetzt in Herrn Griess's Bekannschafts- und Freundeskreis zu finden sind?

Punkt 28: "Ich habe jahrelang niemals von mir aus eine Kontroverse begonnen, es war immer meine Tochter, die mich über die "Wahrheit" belehren wollte, wie sie es z.B. kurz vor Weihnachten 1985 tat."

Wir sind wirklich beeindruckt von Herrn Griess. Er muß ein phantastisches Gedächtnis haben! Es ist nicht jedem vergönnt, so ein "Superhirn" zu besitzen, daß er ein Gespräch, das vor ca. 10 Jahren stattgefunden hat, wortwörtlich unter Anführungszeichen wiedergeben kann.

Außerdem sind wir sehr erstaunt, daß Herr Griess eine Konfliktsituation, die sich eindeutig zwischen ihm und seiner Tochter abgespielt hat, freiwillig in aller Öffentlichkeit breittreten will.

Zu seiner Aussage, daß er nie eine Kontroverse von sich aus begonnen habe, muß gesagt werden, daß es zumindest eine Ausnahme gibt: nämlich die Kontroverse über die NB. In dieser Angelegenheit hat Herr Griess nun seit ca. 12 Jahren so lange kontroversiell gearbeitet und diskutiert, daß wir uns jetzt gezwungen sehen, zu antworten.

Wir wundern uns sehr darüber, daß Herr Griess die Schwächen seiner Tochter so rücksichtslos entblößt, da uns kein ähnlich gelagerter Fall bekannt ist und ein solches Benehmen wie bei Wiltrud Griess vollkommen fremd ist. Wir ersuchen Herrn Griess, nicht alle anderen Menschen mit den innerfamilären Schwierigkeiten zu plagen, die er mit seiner Tochter Wiltrud hat.

Punkt 29: " ... daß es sich um ein krankhaftes Bemühen handelt, die anderen zur eigenen Überzeugung zu bekehren, ..."

Was sollen wir zu all den Familien sagen, in denen nur ein Elternteil in der NB ist, und das Ganze doch ohne jene Schwierigkeiten funktioniert, die Herr Griess hier beschreibt? Vielleicht hat die Tochter Ihrem Vater gegenüber diesen Wunsch ausgedrückt - wofür wir auch ein gewisses Verständnis haben, wenn wir sehen, wie Herr Griess arbeitet. Auf keinen Fall hat die Tochter irgendeinen "Auftrag" dazu von der NB bekommen.

Wir stellen nochmals fest, daß Herr Griess absolut daran interessiert ist, seine Tochter bloßzustellen, indem er darauf hinweist, daß sie unter dem gleichen krankhaften Drang leidet, den wir von ihm seit ca. 12 Jahren erlebt haben und den wir zu verbergen suchten. Der Leser möge selbst urteilen: Muß das ständige Bemühen des Herrn Griess, alle Welt davon zu überzeugen, daß eine seriöse, familienbewahrende Glaubensgemeinschaft ein staatsgefährdender destruktiver Kult von psychisch kranken Menschen ist, nicht ebenfalls als "krankhaft" bezeichnet werden??

Seite 6

Punkt 29A: "Ich halte daher meinen Vorwurf, meine Tochter (und auch viele andere Menschen) seien durch die Machenschaften der NB psychisch schwer geschädigt worden, in vollem Umfang aufrecht."

Was seine Tochter betrifft, verweisen wir nochmals auf das eindeutige Urteil der Ärztekammer, dem zu entnehmen ist, daß Wiltrud Griess bereits schwer krank und selbstmordgefährdet war, als sie mit der NB in Verbindung kam.

Was die "vielen anderen Menschen" betrifft, die angeblich von der NB schwer geschädigt worden sind, machen wir Herrn Griess darauf aufmerksam, daß er für diese freche, unwahre und kriminelle Behauptung zur Rechenschaft gezogen werden wird.

Punkt 30: "Doch auch Terroristen oder bosnische Serben meinen wohl, eine gute Sache zu vertreten. Trotzdem muß man versuchen, potentielle Opfer vor ihnen zu schützen."

Wir "beugen uns in den Staub" vor den unglaublichen Vergleichen des Herrn Griess. Hier setzt er eine ganze Volksgruppe (nämlich die Bosnischen Serben) pauschal den Terroristen gleich. Das übersteigt beinahe unser Vorstellungsvermögen! Setzt Herr Griess auch Deutsche und Terroristen gleich (z.B. die Bader-Meinhof Gruppe)??

Wir alle, die der NB angehören, haben uns aus freien Stücken dazu entschieden und verspüren deshalb keinerlei Bedürfnis, von Herrn Griess beschützt bzw. gerettet zu werden. Außerdem hatte Herr Griess mit seinen Rettungsaktionen kein besonderes Glück, da wir in den letzten zwölf Jahren trotz seiner "Wirksamkeit" eine ziemlich gute und positive Entwicklung hatten.

Punkt 31: "Die NB lehrt übrigens, die christliche Kirche sei die "Hure Babylon".

Ist Herr Griess doch der Versuchung erlegen, Kritik an der Theologie der NB zu üben? (siehe Seite 1, Punkt 1 A: "Ich betone, daß sich meine Kritik nicht gegen die Theologie der NB richtet") Es ist nicht immer so einfach sich an das zu halten, was man selbst gesagt hat. Wie kann Herr Griess in so einem Fall erwarten, daß er als seriöser Experte gilt?

Abgesehen davon, daß diese Aussage wiederum falsch und aus dem Zusammenhang gerissen ist, werden wir uns nicht auf theologische Diskussionen mit Herrn Griess einlassen. Könnte uns Herr Griess vielleicht erklären, was er persönlich glaubt, wer die "Hure Babylon" ist (immerhin handelt es sich um einen theologischen Begriff, der im Neuen Testament, besonders in der Offenbarung, wiederholt vorkommt)? Herr Griess wird wohl gemerkt haben, daß es auch andere christliche Gemeinschaften als die NB gibt, die eine bestimmte theologische Anschauung zu diesem Thema haben.

Punkt 32: "Ich fragte ihn daraufhin, wie viele Pfarrer er kenne, um dies behaupten zu können ..."

Wir sind erstaunt, daß Herr Griess so sehr auf Wolfgang Hufen fixiert ist. Ist er der einzige, den er in der NB kennt?

Daß W. Hufen angeblich meinen sollte, es gäbe keine guten Ehen in Südamerika, und ein anderer dasselbe in Bezug auf Deutschland berichtet hätte, wundert uns wirklich. Die NB arbeitet seit ca. 1955 in Deutschland und seit 1975 in Südamerika. Wenn es tatsächlich so wäre, hätte die NB schlechte Arbeit geleistet. Es könnte aber auch sein, daß sich diejenigen, die Herr Griess hier zitiert, geirrt haben. Daß Herr Griess diese Beispiele als glaubwürdige Fakten für die Lehre der NB verwendet, ist geradezu lächerlich!

Punkt 33: "Daß alle Künstler angeblich moralisch minderwertig seien ... daß die NB aber beleidigt aufschreit, wenn sie selbst nach objektiven Kriterien beurteilt wird."

Was die verrückte und unwahre Anschuldigung bezügl. der Künstler betrifft, so haben wir bereits unter Punkt 22 und an mehreren anderen Stellen geantwortet. Daß die Einschätzung und Beurteilung der NB durch Herrn Griess schwerlich als objektiv bezeichnet werden kann, wird mittlerweile jedem klar geworden sein. Eines muß jedoch gesagt werden, nämlich daß wir nicht so schnell waren "beleidigt aufzuschreien". Schließlich hat es ca. 12 Jahre gedauert, bis wir auf die Lügen des Herrn Griess geantwortet haben. Das sollte Herr Griess nicht ganz vergessen!

Punkt 34: "Die NB versucht auch, unsere Freunde ... unter Druck zu setzen"

Was einzelne Personen bezüglich Herrn Griess und seiner "Freunde" zu tun gedenken, steht jedem frei. Die NB hat keinen Einfluß darauf. Aber man kann sich ja vorstellen, daß unsere Freunde bald genug haben von den Anklagen und Lügen des Herrn Griess, die er im Bezug auf ihr Privatleben und ihre Glaubenseinstellung verbreitet. Man kann gut verstehen, daß sie es vorziehen, sich von Herrn Griess weit weghalten wollen, ebenso von seinen Freunden und der "Wahrheit" über die NB, die er allen Leuten aufzuzwingen versucht.

Nun nennt Herr Griess endlich ein konkretes Beispiel mit Namen (nämlich Frau Elisabeth Köberl), leider ist er auch hier falsch informiert bzw. nicht auf dem neuesten Stand. Weiß Herr Griess nicht, daß inzwischen sowohl Frau Köberl ihre Enkelkinder in Norwegen besucht als auch ihre Tochter mit allen Enkelkindern Frau Köberl in Österreich besucht und offensichtlich ein normaler, herzlicher Kontakt zwischen Mutter und Tochter begonnen hat? Vielleicht freut sich Herr Griess gar nicht über diese Entwicklung?? Sein Programm ist ja nicht Versöhnung und Friede in der Familie, sondern Hetze, Verleumdung, andere in ihrer Existenz zu schädigen, Spaltung und Trennung innerhalb der Familie (vergl. etwa das ständige "Bloßstellen" seiner Tochter Wiltrud vor den Augen der Öffentlichkeit!).

Punkt 35: "Weiters wird behauptet, Kritik an der NB werde ausschließlich von mir geübt."

Erstens hat das die NB nie behauptet. Herr Griess zitiert ja selbst die Schriften von 1950, und wir können versichern, daß es Debatten über die NB gegeben hat, seit Johan O. Smith seine Wirksamkeit begonnen hat. Bei all diesen Debatten ging es jedoch um theologische Fragen und Unterschiede und nicht um ein "Kriminalisieren" der NB, wie es Herr Griess betreibt. Darüber hätte Herr Griess unter anderem in unserem norwegischen Gemeindeblatt "Skjulte Skatter" lesen können, wenn er daran interessiert gewesen wäre. Soweit wir wissen, versteht Herr Griess ja norwegisch.

Punkt 36: Zu den weiteren Behauptungen des Herrn Griess am Ende seiner Stellungnahme:

Als Audun Erdal seine theologische Diplomarbeit schrieb, hatte er mehr als ein Jahr lang an unseren Versammlungen, Konferenzen, privaten Zusammenkünften, Hochzeiten, Festen und auch an Privatfesten teilgenommen. Er bekam all die Zeit zur Verfügung, die er mit unseren verantwortlichen Brüdern gemeinsam verbringen wollte. Er konnte alle Fragen stellen, die er wollte - auch kritische Fragen - und ging aus und ein bei uns wie einer, der tatsächlich zu uns gehört. Wir alle wußten, woran er arbeitete, und weder er noch wir hatten voreinander etwas zu verbergen.

Er schrieb schließlich auch eine Abhandlung, die aus unsrer Sicht verhältnismäßig gut ist. Es ist wohl ganz natürlich, daß er am Schluß seiner Abhandlung zu verstehen gibt, daß er eine andere Ansicht hat als wir? Er ist Priester in der Norwegischen Staatskirche, und wir sind keine Mitglieder dieser Kirche. Hat Herr Griess solche Probleme mit seinem Beurteilungsvermögen ?

Ein anderer Punkt, den Herr Griess hervorhebt: Er schreibt, daß seit 1989 ca. 1500 Mitglieder die NB verlassen hätten. Wir zweifeln stark an der Richtigkeit seiner Schätzung, aber wir wollen einmal davon ausgehen, daß er recht hat. Warum schreibt er nicht von denen, die während desselben Zeitraumes zur NB gekommen sind? Er möchte ja so gerne objektiv und wahrheitsgetreu in seiner Kritik sein, oder? Da wir keine Mitgliederlisten haben, dürfte es denkbar schwierig für ihn sein, einen Beweis für seine Behauptung zu erbringen. Wir hingegen können Herrn Griess mit konkreten statistischen Zahlen helfen:

  • Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Teilnehmer auf der Sommerkonferenz in Norwegen um mehr als 2000 gestiegen. (ca. 8 000 Teilnehmer im Sommer 1995)
  • Im selben Zeitraum ist die Abonnementzahl für das norwegische Gemeindeblatt um ca. 300, netto, gestiegen.

Zusätzlich wollen wir erwähnen, daß durch alle Zeiten hindurch Menschen zur NB gekommen und andere weggegangen sind. Auch Menschen, die großes Vertrauen in der NB genossen haben, haben uns früher verlassen. Dies zeigt wohl eher eine liberale Einstellung und Freiheit im Gegensatz zu dem Bild, das Herr Griess von uns zeichnen will.

Wenn wir seine Zahl bezügl. der Menschen, die uns verlassen haben, gebrauchen wollen (ca. 1500) und wie viele wir jetzt weltweit sind (ca. 30 000), dann machen die Personen, die uns verlassen haben, 5 % aus. (Wir nehmen an, daß die Anzahl derer, die uns verlassen haben, weltweit gesehen wesentlich niedriger ist). Glaubt Herr Griess wirklich, daß dies eine aufsehenerregende Sache ist nach 95 Jahren stabiler Arbeit ?

Was sagt Herr Griess zu den vielen Tausenden (lt. Medienberichten ca. 30 000), die jährlich (und in letzter Zeit in noch größerem Ausmaß ca. 60 000/Jahr.) aus "seiner" (katholischen) Kirche austreten? Laut diversen Medienberichten sind in den letzten Monaten so viele Menschen wie nie zuvor aus beiden großen Kirchen ausgetreten, daß man sogar um den Fortbestand der Kirche fürchtet, wenn diese Tendenz anhält. Hier wäre ein weites Betätigungsfeld für Herrn Griess!

Zusätzlich wollen wir folgende Fragen stellen:

Herr Griess weist auf Zeitungsartikel mit negativem Inhalt über die NB hin. Hat er auch eine Sammlung von POSITIVEN Zeitungsartikeln über die NB, die er verschicken könnte, um seiner Beurteilung mehr Objektivität zu verleihen? (Sollte er keine derartigen Artikel besitzen, kann er sich an den Unterzeichnenden wenden)

Wir sind überzeugt, daß wir etwa für jeden negativen Artikel von Herrn Griess einen positiven Gegenartikel vorlegen können, wobei ja allgemein bekannt ist, daß sich niveaulose Schmierblätter weitaus eher für reißerische, unwahre Sensationsartikel hergeben als seriöse Zeitungen und Zeitschriften. Mit anderen Worten: Wir sind also im Besitz vieler positiver, ehrfürchtiger, gut recherchierter und objektiver Zeitungsartikel über die NB aus dem In- und Ausland, selbstverständlich von seriösen, angesehenen Zeitungen und Zeitschriften.

Weiters erlauben wir uns, Herrn Griess darauf aufmerksam zu machen, daß er dem Offenen Brief 6 Dokumente beigelegt hat und 17 Dokumente erwähnt, die er auf Wunsch übermitteln kann.

Man kann wohl nicht behaupten, daß dies sehr viele negative Aussagen über eine Gemeinschaft sind, die immerhin durch 95 Jahre hindurch gearbeitet hat und in mehr als 40 Ländern verbreitet ist??

Wir können Herrn Griess unser Monatsblatt "Skjulte Skatter" anbieten, und zwar alle Monatshefte, von 1912 bis 1995, dies ergibt 83 Jahre x 12 Monate = 996 Nummern à 8 Seiten. In diesem Schriftgut findet er all das, wofür die NB eintritt. Dann bräuchte er nicht länger seine Tochter Wiltrud und seine "Freunde" als Informationsquelle heranziehen. Dies könnte seine Seriosität und Glaubwürdigkeit steigern.

Zusätzlich haben wir einen Katalog über unsere Schriften herausgegeben, in dem ca. 120 Broschüren, Bücher und Traktate aufgelistet sind. Auch in diesen Schriften kann er das finden, wofür die NB eintritt. Dieses Schriftgut ist für jedermann frei und offen zugänglich - auch für Herrn Griess!

Schlußappell

Noch einmal sei hier festgehalten:

Die "Norweger-Bewegung" insgesamt und einzelne Mitglieder im speziellen werden und wurden von Herrn Griess bewußt und systematisch (man könnte auch sagen "flächendeckend") in den Schmutz gezogen, verleumdet, ja sogar als "Verbrecher" bezeichnet und als angeblich "destruktiver Kult" verfolgt!

Auf die möglichen Ursachen für seine Aktionen haben wir im beiliegenden Brief auf den Seiten 2-3 (Punkt 1-3) hingewiesen.

Die "Norweger-Bewegung" stellt in Lehre und Praxis buchstäblich das Gegenteil von dem dar, was Herr Griess verbreitet. Wir "Norweger" sind in keiner Weise Ausnahmemenschen, sondern gewöhnliche Staatsbürger. Unser Ziel ist ein intaktes, harmonisches Familien und Eheleben - in einer Zeit, wo eben dieser familiäre Zusammenhalt - aus welchen Gründen auch immer - vielfach in Brüche geht.

Wir glauben, daß die alte Binsenweisheit "Wer die Welt verändern will, muß sich selbst ändern" eine tiefe Wahrheit darstellt. Deshalb bekämpfen wir den Egoismus, das Wegsehen von der Not des anderen, sowie menschliche Untugenden wie Neid, Ungeduld, Zorn usw. zuallererst in unserem eigenen Leben, um dann die Verhältnisse draußen positiv ändern zu können. In diesem Streben ist uns die Bibel mit ihrer christlichen Ethik praktische Hilfe, Ansporn und Leitfaden.

Im übrigen, nehmen wir am gesellschaftlichen und kulturellen Leben regen Anteil und engagieren uns - soweit es Zeit und Kräfte erlauben - in allen sozialen Belangen, auch außerhalb unserer Gemeinschaft!

Was uns rein äußerlich prägt, sind die meist großen Familien und der Glaube daran, daß Kinder ein Geschenk und nicht eine Belastung sind (selbstverständlich unter der Bedingung, daß sich die Ehepartner einig sind bzw. die gesundheitlichen Voraussetzungen gegeben sind ). Aller Zwang, Druck und gegenseitiges Beherrschen werden in der NB entschieden abgelehnt!

Eine der äußerst üblen, wenn nicht strafbaren Methoden von Herrn Griess besteht nun darin, gesunde, tüchtige Menschen auf Grund ihrer Weltanschauung und religiösen Überzeugung für "geisteskrank" zu erklären!!!

Nochmals erwähnen wir den tragischen Fall der Frau Dr. Kathrin Espegard, geb. Köberl, der ja von Herrn Griess selbst aufgegriffen wird:

Frau Dr. Espegard

    bestand die Reifeprüfung in Österreich mit "gutem Erfolg"
  • absolvierte ihr Medizinstudium in Graz trotz ständiger Verfolgung (weil sie sich der NB anschloß) und promovierte am 28. Juni 1988 an der Karl Franzens-Universität in hochschwangerem Zustand zum Doktor der gesamten Heilkunde, und zwar im geheimen (sie war damals schon verheiratet und lebte in Norwegen; sie mußte also mehrmals nach Österreich reisen und wollte eine "stille" Promotion, aus Angst vor ihren Peinigern, die sie kurz vorher tagelang entführt und gequält hatten)
  • Ihre Entführer erklärten sie für geisteskrank, man wollte sie nur aus einer "Sekte" retten
  • Der Gerichtsmediziner erklärte Frau Espegard nach einer Untersuchung für vollkommen normal, intelligent, gepflegt, kontaktfreudig und keineswegs als religiös überzogen

     

  • Zusätzlich unterzog sich Frau Espegard freiwillig in Norwegen an der Universität Oslo bei einem der bekanntesten Fachärzte der Psychiatrie, Per Sundby, Dr. med. für Sozialmedizin, am 9. 9.1988 einer eingehenden Untersuchung. Ergebnis (Zitat): "Kathrin Espegard ist im letzten Jahr in Norwegen einem normalen Familienleben nachgegangen und hat vor fünf Wochen einen kleinen Sohn geboren. Sie führt ein ganz normales Leben in einem kleinen norwegischen Ort, in dessen lokalem Milieu sie gut integriert ist. Ich kann überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür finden, daß ihre Lebensweise in irgendeiner Form von psychischen Störungen oder unnatürlichen sozialen Verhältnissen geprägt ist."
  • Trotz dieser Fakten erzählt Herr Griess im November 1993 (also nach all diesen Untersuchungen, die ihm gut bekannt sind!) in der Zeitschrift "Basta" folgendes über Frau Dr. Espegard, die er als "Norweger-Opfer" bezeichnet: Bei ihr zeigten sich "alle Symptome der psychischen Veränderungen, die die 'Mind Control' der Sekten hervorruft: Persönlichkeitseinengung, paranoide Vorstellungen und Allmachtsgefühle, Verlust sozialer Kompetenz, Regression, der Rückschritt in kindliches Verhalten..."
  • ie NB klagt daraufhin die Zeitschrift "Basta", die laut Gerichtsbeschluß später in einer Mitteilung veröffentlichen muß, daß Dr. Kathrin Espegard "Opfer eines Verbrechens geworden ist und die Schuldigen rechtskräftig verurteilt sind...Frau Espegard legt im Zusammenhang mit der Berichterstattung in Basta Wert auf die Feststellung,...daß die Norweger-Bewegung...keine radikale Gemeinschaft, sondern eine seriöse christliche Glaubensgemeinschaft ist." (Zitat Ende)
  • Am 29. April 1993 veröffentlicht die Zeitschrift "NEWS" einen boshaften, vollkommen unwahren Artikel über den Fall "Espegard" und behauptet, daß die NB ideologisch mit der David-Koresh-Sekte verwandt sei. Wir sind überzeugt, daß auch hier Herr Griess als Informant fungiert hat, da er erstens vom NEWS-Anwalt als Experte vorgeschlagen wurde und zweitens in einem seiner "Hetzrundbriefe" vom 30. Juli 1994 folgendes schreibt: "Spannend dürfte ein Gerichtsverfahren werden, das die "Smithianer" gegen die Illustrierte "NEWS" angestrengt haben und das im kommenden Herbst über die Bühne gehen dürfte. In einem Artikel mit der Überschrift 'Sektenkinder ohne Chance' (Beilage) meinte der Autor, die Smithianer seien mit den Davidianern ideologisch verwandt. Die "Smithianer" wollen nun gerichtlich die Zurücknahme dieser Behauptung durchsetzen. Ob das ihnen, angesichts solcher Liedtexte, gelingen wird?
  • Wir müssen Herrn Griess enttäuschen: Es ist gelungen. Am 14. 12.1995 / Ausgabe Nummer 50 veröffentlichte die Zeitschrift NEWS auf Seite 70 eben die Zurücknahme dieser unwahren Behauptung mit folgender, gerichtlich erwirkter Mitteilung: "NEWS konnte sich in einem gerichtlichen Verfahren davon überzeugen, daß die Norwegerbewegung nichts mit der David-Koresh-Sekte zu tun hat."

Wir appellieren abschließend eindringlich an alle zuständigen Ministerien, Behörden und Ämter, sowohl die NB als auch die übrige Bevölkerung vor den Machenschaften des Herrn Griess zu schützen und seine diffamierende Aktivität gegen die NB unter dem Deckmantel der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" zu stoppen! Sollte sich Herr Griess uneinsichtig zeigen, schlagen wir vor, dem Verein die Gemeinnützigkeit abzusprechen und die steuerliche Unterstützung zu entziehen!

Wir sind als kinderreiche Familien äußerst empört darüber, daß Herr Griess seine verleumderischen Aktionen mit staatlicher Unterstützung und im Namen einer (auch mit unseren Steuergeldern) subventionierten Organisation betreiben kann!

Es ist genug, daß wir bisher schon beträchtliche Geldmittel in Medienprozesse investieren mußten, die wir letztlich Herrn Griess und seiner "pseudowissenschaftlichen", das öffentliche Klima vergiftenden Wirksamkeit verdanken.

Wir haben Vertrauen in den funktionierenden Rechtsstaat Österreich! Bitte sorgen Sie dafür, daß nicht unbescholtene, anständige Bürger gleichsam wie Freiwild zum Abschuß freigegeben werden, nur weil ein einzelner seine Rachegefühle ausleben und sein ureigenes Versagen auf Unschuldige abwälzen will.

Wir erklären hiermit, daß wir alle in diesem Schreiben erwähnten Dokumente und Zeitungsmeldungen vorlegen können und auch aus der Stellungnahme des Herrn Griess wörtlich und korrekt zitiert haben.

Wir erwarten konkrete Hilfestellung von den für diese Angelegenheit in erster Linie zuständigen Bundesministerien (Justiz, Inneres, Finanzen, Unterricht, Gesundheit, Familie) und verbleiben bis dahin mit

freundlichen Grüßen

Die Familien der Norweger-Bewegung in Österreich

 
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