{"id":910,"date":"2013-01-27T13:13:38","date_gmt":"2013-01-27T12:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.norweger.at\/?page_id=910"},"modified":"2013-03-27T21:39:23","modified_gmt":"2013-03-27T20:39:23","slug":"stellungnahmen-der-tochter","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.norweger.at\/no\/causa-griess-6\/stellungnahmen-der-tochter\/","title":{"rendered":"Stellungnahmen der Tochter"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.norweger.at\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/pen.jpg\" alt=\"pen\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"alignnone size-full wp-image-2364\" srcset=\"http:\/\/www.norweger.at\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/pen.jpg 640w, http:\/\/www.norweger.at\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/pen-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<p><\/br><strong>Wiltrud Griess antwortet ihrem Vater<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Lieber Vati!<\/em><\/p>\n<p><em>Es tut mir sehr leid, dass du dich so verbohrt hast in deine Verleumdungen \u00fcber unsere Glaubensgemeinschaft und dich in deinen Hirngespinsten immer mehr von der Wahrheit entfernst.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe kr\u00e4ftig k\u00e4mpfen m\u00fcssen, um mich aus der psychischen Abh\u00e4ngigkeit von euch zu befreien. Eine solche Abh\u00e4ngigkeit habe ich nie von irgendeiner Person in unserer Glaubensgemeinschaft gehabt. Ich habe den Eindruck, dass du mich, wie viele Eltern, einfach nicht &laquo;loslassen&raquo; konntest und es offensichtlich auch nie akzeptiert hast, dass ich &#8211; obwohl l\u00e4ngst gro\u00dfj\u00e4hrig und inzwischen 37 Jahre alt! &#8211; meine eigenen Wege gehe und meinen eigenen Freundeskreis habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich sehe diesen Weg als das Ergebnis meiner Suche nach Gott, nachdem ich von Freunden und Schwierigkeiten bez\u00fcglich Berufsausbildung entt\u00e4uscht worden bin. Der Glaube hat mir einen pers\u00f6nlichen Halt gegeben, den ich vorher nicht hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>In den folgenden drei Schriftst\u00fccken m\u00f6chte ich die Wahrheit \u00fcber mein Leben und in Bezug auf den Kontakt zu unserer Glaubensgemeinschaft ans Licht bringen. Da ich oft mit diesen L\u00fcgen, die du verbreitest, konfrontiert werde, sehe ich mich gezwungen, mit der ganzen Wahrheit herauszur\u00fccken, auch mit solchen Punkten, die eigentlich famili\u00e4re Angelegenheiten sind und offensichtlich von euch bewusst vertuscht und verdreht werden:<\/em><\/p>\n<p><em>Deine Tochter Wiltrud<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Die einzelnen Schriftst\u00fccke:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Eidesstattliche Erkl\u00e4rung vom 30.3.1996<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>(In diesem Schriftst\u00fcck habe ich in Form einer eidesstattlichen Erkl\u00e4rung bereits am 30.3.1996 mehrere falsche Anschuldigungen meines Vaters zur\u00fcckgewiesen und den tats\u00e4chlichen Sachverhalt nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt):<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Eidesstattliche Erkl\u00e4rung<\/strong><br \/>\n<em>Ich, Wiltrud Griess, geboren am 6.3.1963, wohnhaft in Wien 11, Dampfm\u00fchlgasse 3\/10, gebe an Eides statt folgende Erkl\u00e4rung ab:<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Vater, Herr Dipl. Ing. Friedrich Griess, behauptet seit vielen Jahren sowohl schriftlich als auch m\u00fcndlich, dass mich die sogenannte &laquo;Norweger-Bewegung&raquo; psychisch schwer gesch\u00e4digt h\u00e4tte. Diese Behauptung ist v\u00f6llig unrichtig!<\/em><br \/>\n<em> Richtig ist, dass meine psychischen Probleme in traumatischen (inzestu\u00f6sen) Erlebnissen in der Kindheit wurzeln, Im \u00fcbrigen wurden meine psychischen Probleme von \u00c4rzten au\u00dferhalb der Gemeinschaft erkannt, unter anderem von Dr. Krieger, Facharzt f\u00fcr Neurologie und Psychiatrie und gerichtlich beeideter Sachverst\u00e4ndiger. Er diagnostizierte eine endogene Depression.<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Vater besuchte diesen Arzt und beschuldigte ihn, mit der &laquo;Sekte&raquo; zusammenzuarbeiten. Daraufhin erkannte der Arzt, dass mein Vater an einem Sektenwahn leide und sagte es ihm auf den Kopf zu, wie mir der Arzt sp\u00e4ter erz\u00e4hlte.<\/em><\/p>\n<p><em>Meine Eltern behaupten wiederholt, dass ich im Auftrag der &laquo;Sekte&raquo; meinen Vater \u00fcber ein Jahr lang alle 2-3 Wochen geohrfeigt, bespuckt und mit F\u00fc\u00dfen getreten h\u00e4tte. Richtig ist, dass ich 2mal, h\u00f6chstens 3mal, meinen Vater tats\u00e4chlich attackiert habe, aber nie im Auftrag der &laquo;Norweger-Bewegung&raquo;, sondern auf Grund meiner psychischen und k\u00f6rperlichen Probleme. Richtig ist auch, dass er sich sehr wohl gewehrt hat und ich nach dieser Auseinandersetzung von einer (oder mehreren) Ohrfeigen eine blutunterlaufene Wange hatte. Ich habe sp\u00e4ter mehrmals meinen Vater um Verzeihung gebeten, was er jedoch offenbar nicht akzeptierte.<\/em><\/p>\n<p><em>Weiters behauptet mein Vater immer wieder, dass mich der damalige Medizinstudent und jetzige Arzt, Dr. Med. Peter Koller, durch &laquo;flirty fishing&raquo; gewonnen h\u00e4tte. Ich weise diese Behauptung ganz entschieden zur\u00fcck. Peter Koller hat mich niemals auf irgendeine Weise sexuell bel\u00e4stigt, auch nicht verbal. Ich habe damals Peter und seine Schwester Evelyn zuf\u00e4llig im Norwegischkurs auf der Universit\u00e4t kennengelernt und es war ein normaler, studentischer Kontakt. Da ich inzwischen erfahren habe, was &laquo;flirty fishing&raquo; ist, weise ich diese Behauptung nochmals aufs Entschiedenste zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>Wien, am 30.3.1996<\/em><br \/>\n<em> Wiltrud Griess<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>2. Stellungnahme von Wiltrud Griess zum Bericht ihrer Eltern im Internet<\/strong><br \/>\n<em>(Die zweite Niederschrift habe ich verfasst, nachdem ich mit der norwegischen Webseite meines Vaters konfrontiert wurde. Es ist meine pers\u00f6nliche Klarstellung und Antwort an meine Eltern auf ihren neuerlichen Versuch hin, die Menschen, die mir in jeder Weise geholfen haben, zu kriminalisieren und eine friedliche Glaubensgemeinschaft als gef\u00e4hrliche Sekte darzustellen):<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Stellungnahme von Wiltrud Griess zum Bericht ihrer Eltern auf einer Webseite im Internet<\/strong><br \/>\n<em>Zu der Behauptung meines Vaters, dass es in unserer Familie &laquo;selbstverst\u00e4ndlich keine Erziehungsprobleme&raquo; gegeben hat, m\u00f6chte ich Folgendes festhalten:<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nat\u00fcrlich gab es zahlreiche Probleme!<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Zwei Beispiele m\u00f6chte ich zu unsrer famili\u00e4ren Situation anf\u00fchren:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Als mir einmal Unrecht getan wurde, wurde ich so rabiat und hysterisch, dass meine Mutter und mein Bruder mir androhten, in der psychiatrischen Klinik in Gugging anzurufen. Mein Vater hatte vielleicht von solchen Dingen keine Ahnung, er war oft bis Mitternacht in der Arbeit. Damals war ich 13 Jahre alt.<\/em><\/li>\n<li><em>Oft h\u00f6rte ich meine Eltern streiten. Einmal musste ich mitansehen, dass mein Vater meine Mutter in eine Glast\u00fcr stie\u00df und danach die Glassplitter tief in ihren Beinen steckten.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Im \u00dcbrigen sind viele meiner Verhaltensauff\u00e4lligkeiten mit inzestu\u00f6sen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugendzeit zu erkl\u00e4ren. Diese schrecklichen Erlebnisse innerhalb meiner Familie haben &#8211; gemeinsam mit den st\u00e4ndigen Angriffen meiner Eltern gegen meine Freunde &#8211; zu depressiven Zust\u00e4nden bei mir gef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Bemerkung zur angeblichen &laquo;Fischtour&raquo; von Peter Koller. Die einzige Reaktion meiner Mutter, als ich ihr damals von Peter erz\u00e4hlte, war: &laquo;Aber wenn du heiratest, m\u00f6chte ich schon, dass es ein Fest im gro\u00dfen Rahmen wird&raquo;. Diese Aussage schockierte mich sehr, weil ich nicht im Mindesten auf die Idee einer erotischen Beziehung gekommen w\u00e4re, da sein Verhalten mir gegen\u00fcber sehr korrekt und reine, selbstlose F\u00fcrsorge war. (Seine Schwester Evelyn war bei diesen Gespr\u00e4chen und Begegnungen immer dabei.)<\/em><\/p>\n<p><em>Immer wieder behauptet mein Vater, unsere Gemeinschaft h\u00e4tte mir angeblich verschiedene Dinge aufgetragen (z. B. ihn mit Gewalt und Drohungen zu bekehren, meine Ausbildung abzubrechen, mit dem Violinspielen aufzuh\u00f6ren&#8230;).<\/em><\/p>\n<p><em>Die Wahrheit ist: Dies wurde mir niemals von jemandem aus unserer Gemeinschaft aufgetragen. Wie viele andere Menschen, die sich f\u00fcr eine neue Sache begeistern, habe ich wohl manche Bibelstellen zu w\u00f6rtlich genommen bzw. durch meine Krankheit falsch verstanden und sicher einige Dummheiten gesagt, die nun mein Vater &laquo;aus Liebe zu mir&raquo; in aller Welt verbreitet. Ob das Liebe ist, die &laquo;Fehler&raquo; seines Kindes weltweit blo\u00dfzustellen, m\u00f6gen Sie als Leser bitte selbst beurteilen.<\/em><\/p>\n<p><em>Niemals wurde &laquo;Gehirnw\u00e4sche&raquo; mit mir vorgenommen, eher war es eine &laquo;Herzensw\u00e4sche&raquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Bez\u00fcglich meines Selbstmordversuches m\u00f6chte ich sagen: Dass ich mich f\u00fcr &laquo;verdammt&raquo; hielt, hing mit meinen depressiven Gef\u00fchlen zusammen und hatte nichts mit der Lehre unserer Gemeinschaft zu tun, die sich &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; auf Hoffnung und Glaubensmut gr\u00fcndet. Der Grund meines Selbstmordversuches ist nicht in unserer Bruderschaft zu suchen. In Wahrheit hatte ich damals eine Zeitlang von der christlichen Gemeinschaft Abstand genommen und war in eine sehr problematische sexuelle Beziehung mit einem Weinvertreter hineingezogen worden, der ebenfalls nichts mit unserer Glaubensgemeinschaft zu tun hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Leider muss ich feststellen, dass mein Vater insgesamt in seinem Internet-Bericht viele Halb- und Unwahrheiten geschrieben hat und auch die Chronologie der Ereignisse zu seinen Gunsten ver\u00e4ndert hat, obwohl er sich vor dem Handelsgericht Wien in mehreren Punkten (vor verschiedenen Richtern) dazu verpflichten musste, seine unwahren Behauptungen \u00fcber mich und unsere Glaubensgemeinschaft in Zukunft zu unterlassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wiltrud Griess<\/em><br \/>\n<em> Wien, am 27.5.1999<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>3. Sachverhaltsdarstellung auf Grund einer kriminalpolizeilichen Vorladung<\/strong><br \/>\n<em>(Dieses vor einem \u00f6ffentlichen Notar unterzeichnete Dokument habe ich als Klarstellung und Zeugenaussage verfasst, die vor Gerichten und anderen Beh\u00f6rden verwendet werden kann, wenn dies zur Wahrheitsfindung n\u00f6tig ist. Ein Name auf diesem Dokument wurde vorl\u00e4ufig von mir unkenntlich gemacht):<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong> Sachverhaltsdarstellung auf Grund einer kriminalpolizeilichen Vorladung<\/strong><\/p>\n<p><em>Im Alter von 10 &#8211; 11 Jahren kam mein Bruder &#8211; damals 14 Jahre alt &#8211; zu mir ins Zimmer. Sein Name ist N.N., wir wohnten damals in Wien 8, Schl\u00f6sselgasse 19\/19. Er begann mich auszuziehen, legte sich mit mir ins Bett und befriedigte sich sexuell an mir. Das Ganze wiederholte sich mehrmals, wenn die Eltern nicht zu Hause waren, wobei sich mein Bruder jedesmal bis zur Erektion an mir verging.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Laufe der Zeit, als ich mehr und mehr geschlechtsreif wurde, kam mehr und mehr Angst vor einer Schwangerschaft in mir auf. Jedes Mal war ich passiv, hatte einen Ekel davor und war heilfroh, wenn der Vorgang vor\u00fcber war. An Gegenwehr war nicht zu denken, ich hatte Angst vor seinem J\u00e4hzorn.<\/em><\/p>\n<p><em>Als die Menstruation nach so einem Vorfall verz\u00f6gert war, bekam ich die Panik und \u00f6ffnete mich meiner Mutter; damals war ich ca. 16 Jahre alt. Meine Mutter meinte, ein Kind von meinem Bruder d\u00fcrfe nicht auf die Welt kommen und steckte mich in die hei\u00dfe Badewanne, lie\u00df ganz hei\u00dfes Wasser vom Boiler nach und wollte damit ein m\u00f6gliches Kind abtreiben. Diese Behandlung verursachte mir gro\u00dfe Kreislaufprobleme. Im Nachhinein hatte ich gro\u00dfe Gewissensbisse, wom\u00f6glich ein Kind get\u00f6tet zu haben. Sie sch\u00e4rfte mir ein, es ja nicht meinem Vater zu erz\u00e4hlen. Sie meinte, er w\u00fcrde N.N. erschlagen. Leider musste ich als Kind mit ansehen, dass mein Vater auch meiner Mutter gegen\u00fcber gewaltt\u00e4tig war. Meines Wissens hatten sie wegen Ehestreitigkeiten auch psychologische Eheberatung in Anspruch genommen. Meine Mutter sch\u00e4rfte mir ein, meinem Bruder in Zukunft ein &laquo;Nein&raquo; zu sagen, wenn er sich wieder unsittlich n\u00e4hern w\u00fcrde. Bei einer weiteren Gelegenheit hatte ich ihn dann abgewiesen, und er lie\u00df mich in Ruhe. Daraufhin hatte ich wieder Gewissensbisse, weil ich ihm gegen\u00fcber nicht willf\u00e4hrig war.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Grund all dieser Vorf\u00e4lle hatte ich schon damals erhebliche Lern und Konzentrationsschwierigkeiten und starke Beziehungsprobleme. Bei der Aufnahmepr\u00fcfung zur Musiktherapieschule wurde beim psychologischen Teil festgestellt, dass ich f\u00fcr diese Ausbildung psychisch zu labil sei.<\/em><\/p>\n<p><em>Sp\u00e4ter bekam ich Hilfe durch Kontakt mit einer christlichen Glaubensgemeinschaft, die mich dazu ermutigte, psychotherapeutische Behandlung in Anspruch zu nehmen, was mir auch tats\u00e4chlich geholfen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Wien, am 27.5.1999<\/em><\/p>\n<p><em>Wiltrud Griess<\/em><br \/>\n<em> Dampfm\u00fchlgasse 3\/10<\/em><br \/>\n<em> 1110 Wien<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Im Einzelnen m\u00f6chte ich zu den Aussagen meines Vaters noch Folgendes erg\u00e4nzen:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Die Familie des Dr. Koller hat mich seinerzeit sehr liebevoll aufgenommen. In vielen N\u00f6ten Hilfe suchend, wandte ich mich oft an Frau Koller, die mir in m\u00fctterlicher F\u00fcrsorge und langen Telefongespr\u00e4chen mit gro\u00dfer Geduld geholfen hat. Das alles, obwohl Dr. Koller wegen seiner Hilfsbereitschaft von meinem Vater bei der \u00c4rztekammer angezeigt wurde! Er mu\u00dfte sich wegen der Hetzjagd meines Vaters sogar vor dem Disziplinarrat der \u00c4rztekammer verantworten. Am 21.5.1986 wurde Dr. Koller von den Beschuldigungen freigesprochen, die mein Vater gegen ihn vorgebracht hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe anf\u00e4nglich in meiner ersten Begeisterung und teilweise auch krankheitsbedingt vieles, was die Lehre der Gemeinschaft betrifft, missverstanden. Mein Vater hat allerdings eine Menge Aussagen subjektiv interpretiert, so dass sie eine ganz andere Bedeutung ergeben als urspr\u00fcnglich gemeint war.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf einen Punkt m\u00f6chte ich besonders eingehen und zwar, was meine Berufsausbildung betrifft:<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Herbst 1981:<\/strong> Erster Versuch der Aufnahmspr\u00fcfung f\u00fcr Musiktherapie; Ergebnis: Durchgefallen im musikalischen Teil.<\/em><br \/>\n<em> <strong>September 1982:<\/strong> Zweiter Versuch der Aufnahmspr\u00fcfung an der Hochschule f\u00fcr Musiktherapie; Ergebnis: Musikalischer Teil bestanden; beim psychologischen Teil durchgefallen; Begr\u00fcndung\/Urteil: Psychisch zu labil f\u00fcr diesen Beruf. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von der Existenz der Norwegerbewegung. Ich hatte schon zu dieser Zeit gro\u00dfe pers\u00f6nliche Probleme, auch wegen der Nichtaufnahme an der Hochschule, und war auf der Suche nach meinem pers\u00f6nlichen Weg.<\/em><br \/>\n<em> <strong>Oktober 1982:<\/strong> Bekanntschaft mit Peter und Evelyn Koller im Norwegischkurs an der Universit\u00e4t Wien.<\/em><br \/>\n<em> <strong>M\u00e4rz 1983:<\/strong> Meine Eltern laden einige Kinder der Familie Koller zu sich nach Hause ein und Vati macht f\u00fcr die Koller-S\u00f6hne eine Betriebsf\u00fchrung an seinem Arbeitsplatz (IBM). Auch von Seiten meiner Glaubensfreunde gibt es aufrichtige Versuche einer menschlichen Kontaktaufnahme mit meinen Eltern, im Interesse mir zu helfen.<\/em><br \/>\n<em> <strong>Juli 1983:<\/strong> Ich entschlie\u00dfe mich zur Physiotherapieausbildung und werde schlie\u00dflich aufgenommen.<\/em><br \/>\n<em> Ich weise auf einen Widerspruch meines Vaters hin: Auf Seite 2\/Absatz 4 seines Berichtes behauptet er, ich w\u00e4re nach k\u00fcrzester Zeit die schlechteste Sch\u00fclerin der Klasse gewesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Seite 3\/Absatz 1 behauptet er, ich h\u00e4tte einen Teil der Abschlu\u00dfpr\u00fcfungen derselben Schule mit gutem Resultat bestanden, w\u00e4re dann zur Glaubensgemeinschaft zur\u00fcckgegangen und pl\u00f6tzlich w\u00e4re es mit mir schlecht gegangen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Wahrheit ist viel mehr:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Nach dem ersten Jahr meines Physiotherapiestudiums hatte ich die 1. Zwischenpr\u00fcfung bestanden. Im folgenden Jahr verschlechterte sich mein Gesundheitszustand (st\u00e4ndige Konfrontationen mit meinen Eltern, Schlafst\u00f6rungen, Depressionen, Tagschlaf), sodass ich in \u00e4rztliche Behandlung mu\u00dfte.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Grund meiner Krankheit und des vers\u00e4umten Lehrstoffes konnte ich das Jahr in den Hauptgegenst\u00e4nden nicht abschlie\u00dfen. Ich wiederholte das Schuljahr und kurz vor den Abschlusspr\u00fcfungen entschloss ich mich (nachdem ich mehrere Jahre von den &laquo;Norwegern&raquo; Abstand genommen hatte), wieder zur Glaubensgemeinschaft zur\u00fcckzukehren, und zwar trotz allen Widerstandes, den ich mir deshalb von Seiten meiner Eltern erwartete.<\/em><\/p>\n<p><em>Schon vor meiner Begegnung mit den &laquo;Smiths Freunden&raquo; hatte ich auf Grund meiner Kindheitserlebnisse und psychischen Labilit\u00e4t st\u00e4ndige Lern- und Konzentrationsschw\u00e4chen. Auch die Abschlusspr\u00fcfungen zur Physiotherapie schaffte ich aus diesem Grunde nicht, man gab mir von Seiten der Schule jedoch den Rat, in dieser Berufssparte (Sozialberuf) zu bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Aus einer inneren Trotzhaltung entschloss ich mich jedoch, in einem B\u00fcro zu arbeiten, wobei mir meine Eltern die erste Stelle vermittelten.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch die Behauptung, dass ich mit allerlei Tricks versucht haben soll, Geld von meinem Vater herauszulocken, muss ich aufs Entschiedenste zur\u00fcckweisen. Ich war damals finanziell noch von meinen Eltern abh\u00e4ngig und im Zuge meiner Krankheit gab es Krankenhauskosten in einem Privatspital. Ich m\u00f6chte jedoch unterstreichen, dass mein Vater immer sehr gro\u00dfz\u00fcgig mit Geld war und kaum etwas f\u00fcr sich beanspruchte.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb bat ich ihn einmal, als ich mich schon l\u00e4ngere Zeit von unsrer Glaubensgemeinschaft zur\u00fcckgezogen hatte, um einen Geldbetrag f\u00fcr meinen damaligen Freund. Seine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Skepsis, dass ich das Geld f\u00fcr die Glaubensgemeinschaft ausgeben w\u00fcrde, hielt mich jedoch zur\u00fcck, in Hinkunft finanzielle Hilfe zu erwarten bzw. zu erbitten.<\/em><\/p>\n<p><em>Ganz im Gegenteil: Freunde unserer Glaubensgemeinschaft griffen mir oft in Krisensituationen finanziell oder mit Telefonkarten und Einkaufsgutscheinen unter die Arme!<\/em><\/p>\n<p><em>Was meine Wohnung betrifft, bat ich meine Eltern trotz aller Skepsis, die sie hatten, um <strong>mein eigenes Pr\u00e4miensparbuch<\/strong>, um mir die Wohnung besser finanzieren zu k\u00f6nnen. Ich nahm deshalb meinen Vater zur Maklerfirma mit, um ihm zu zeigen, dass dieses Geld, gemeinsam mit einem aufgenommenen Kredit, wirklich der Maklerfirma zufiel. Er hielt das f\u00fcr eine Inszenierung unserer Gemeinschaft und ich war ratlos. Damals nahm ich mir vor, ihn nicht mehr in irgendeiner pers\u00f6nlichen Situation um Hilfe oder Rat zu bitten.<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Vater schiebt die Schuld f\u00fcr jede Aktion, die ich in meiner turbulenten &laquo;Losl\u00f6sungsphase von den Eltern&raquo; gesetzt habe, der Glaubensgemeinschaft und ihrer Lehre in die Schuhe und schm\u00fcckt sich mit allen fremden Federn, wenn es um positive Handlungen geht.<\/em><br \/>\n<em> Ich habe noch nie von ihm geh\u00f6rt oder gelesen: Es tut mir leid, auch ich habe Fehler begangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wien, am 10.3.2000<\/em><br \/>\n<em> Wiltrud Griess<\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiltrud Griess antwortet ihrem Vater Lieber Vati! 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