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Offener Brief Nr I

Informationen - Richtigstellungen - Aufruf
Dezember 1994

An den Herrn Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil, an den Herrn Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, an die Minister der Bundesregierung, an die Präsidenten des NR Dr. Heinz Fischer, Dr. Heinrich Neisser und Mag. Herbert Haupt, an die Partei- und Klubobmänner der Parlamentsparteien, an den Bundesratspräsidenten Gottfried Jaud, an die Bundesräte, an die Abgeordneten des Nationalrates, an diverse ausländische Botschaften, Regierungen und Behörden, an den ORF, an in und ausländ. Tageszeitungen und Wochenzeitschriften, an alle demokratisch gesinnten Menschen in unserem Lande, sowie an alle Freunde, die uns kennen!

Im ausklingenden "Jahr der Familie" wenden wir uns mit einem sehr ernsten Anliegen an Sie!

Wir - die sogenannte "NORWEGER-BEWEGUNG" - repräsentieren eine Gruppe von lebensfrohen, meist kinderreichen Familien, die ein harmonisches, christliches Ehe- und Familienleben für das "Rückgrat" und "Fundament" einer gesunden, funktionierenden Gesellschaft halten.

Das bedeutet unter anderem:

  • Ehen ohne Streit und Sticheleien
  • Glückliche Familien ohne Generationskonflikt!
  • Deshalb gibt es in unserer Bewegung - auch weltweit gesehen - sozusagen keine Scheidungen.

Warum "Norweger-Bewegung"? Eigentlich geben wir uns selbst keinen Namen. Da der Gedanke, sich frei und unorganisiert zur gegenseitigen Auferbauung zu versammeln, zum ersten Mal vor ca. 100 Jahren in Norwegen von Johan Oscar Smith verwirklicht wurde, geben uns Außenstehende oft diesen Namen. In Norwegen selbst werden wir deshalb auch "Smiths venner" (Schmiths Freunde) genannt. J.O. Smith jedoch war ein bescheidener und demütiger Mann, der 40 Jahre (bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1928) in der norwegischen Marine gedient hatte und seinen Namen niemals mit irgendeiner Bewegung in Verbindung bringen wollte.

Noch einige charakteristische Merkmale unserer Bewegung:

  • Güte und Milde den Mitmenschen gegenüber - Konsequenz gegenüber den eigenen Fehlern!
  • Freiheit, seinem eigenen Gewissen zu folgen; aller Zwang und Druck werden abgelehnt!
  • Wir sind keine Sekte, alle unter uns sind berufstätig und wirtschaftlich unabhängig.
  • Es gibt keine bezahlten Prediger unter uns, keine Mitgliederlisten, keinen Mitgliedsbeitrag.
  • Alle Dienste unter uns sind freiwillig, es gibt keine Positionen, um die man kämpfen muß.
  • Jede Art von Fanatismus, Extremismus u. Ausnützung anderer werden abgelehnt! Alle Unkosten werden durch freiwillige, anonyme Spenden aus unseren eigenen Reihen bestritten. Wir betteln weder innerhalb unserer Gemeinschaft noch bei der Bevölkerung oder bei Behörden um Geld!
  • Wir glauben, daß wir durch Gottes Gnade und Kraft über alle bewußte Sünde siegen können und wollen das Gute im Menschen durch Nächstenliebe hervorlieben

Warum wenden wir uns in Form eines Offenen Briefes an Sie?

Weil wir seit etwa 15 Jahren von einem gewissen Personenkreis

bei diversen Behörden und Institutionen im In- und Ausland, bei Politikern, Zeitungen, Zeitschriften und Einzelpersonen auf üble Weise herabgesetzt und in den Schmutz gezogen werden. Diese Personen haben nun nachweislich jahrelang versucht, einzelne Freunde der Norweger-Bewegung sowie unsere Gruppe insgesamt durch unwahre Hetzartikel und Anzeigen bei Behörden in ihrer Existenz zu schädigen. Wir haben jahrelang zu diesen Aktionen geschwiegen. Nun schweigen wir nicht mehr. Erstens sind wir es unseren Kindern und Jugendlichen schuldig (viele unter uns haben große Familien), wir wollen nicht, daß sie in den Schulen und auf ihren Arbeitsplätzen unnötigem Druck und religiöser Verhetzung ausgesetzt werden. Zweitens sind viele von uns in verantwortlichen Positionen und Ämtern, zum Teil als weltweit anerkannte Kapazitäten in ihrem Fachgebiet tätig (z.B.Universitätsprofessoren, Wissenschafter, Forscher, höhere Beamte in Ministerien, Richter, Anwälte, Polizisten, Ärzte, Lehrer, Ingenieure usw.).

Wie kommen alle diese fleißigen, gesetzestreuen Staatsbürger (meist tüchtige Väter und aufopfernde Mütter großer Familien) innerhalb und außerhalb Österreichs dazu, durch die Hetzkampagnen dieser Personen unnötig und unbegründet Repressalien ausgesetzt zu werden?

Drittens lieben wir unser Heimatland Österreich, den sozialen Frieden, wir sind dankbar und glücklich, daß wir in einem wirtschaftlich stabilen, gesunden Land leben dürfen. Wir unterstützen alle positiven Kräfte in unserem Land und sind überzeugt, daß die Mehrzahl unserer Verantwortlichen im Staate (Politiker, Beamte, Richter, Staatsanwälte usw.) korrekte und objektive Menschen sind, die nicht leichtfertig nach Gerüchten urteilen und handeln, sondern nach dem alten Rechtsgrundsatz: "Audiatur etiam altera pars" (Es möge auch der andere Teil gehört werden).

Wir haben viele solche korrekte Menschen kennengelernt. Auch um dieser "Freunde" willen müssen wir nun unsere Stimme erheben. Schließlich leisten wir durch unsere gesetzestreue Einstellung, durch unsere intakten Familien einen nicht unwesentlichen, konstruktiven Beitrag zum Aufbau und Funktionieren einer "gesunden" Gesellschaft.


In diesem Zusammenhang ist es nötig, auf einen "Kriminalfall" einzugehen, der jahrelang diverse Behörden beschäftigt hat.

Die 27-jährige, zur "Norweger-Bewegung" gehörende Medizinstudentin und heute in Norwegen lebende, verehelichte Dr. Kathrin Espegard wird am 25.4.1987 in der eigenen Wohnung in Graz von einem farbigen Amerikaner und weiteren "Gehilfen" regelrecht überfallen, tagelang-gefesselt und geknebelt-gefangengehalten, psychisch und physisch gequält und schließlich (in gefesseltem Zustand) in einem PKW nach Osterwitz, Bezirk Deutschlandsberg, gebracht.

Dort wird die Studentin bis zu ihrer abenteuerlichen Flucht in der Nacht zum 19.4.1987weiterhin gefangengehalten und mittels einer Gehirnwäsche (pseudowissenschaftlich und verharmlosend "Deprogramming" genannt) behandelt, um sie mit Gewalt von ihrer innersten Überzeugung und Glaubenseinstellung abzubringen.

Laut Anklageschrift und Urteilsbegründung des Landegerichts für Strafsachen Graz wurde das Opfer "widerrechtlich gefangengehalten, wobei die Feiheitsentziehung auf solche Weise begangen wurde, daß sie der Festgehaltenen besondere Qualen bereitet hat", dabei wurde Kathrin Espegard auch "am Körper mißhandelt und dadurch fahrlässig verletzt".

Laut Gerichtsurteil haben die an diesem Verbrechen Beteiligten an Dr. Kathrin Espegard "hierdurch...das Verbrechen der schweren Nötigung..., das Verbrechen der Freiheitsentziehung...und das Vergehen der Körperverletzung begangen". Alle Angeklagten wurden rechtskräftig zu ca. einjährigen, bedingten Freiheitsstrafen verurteilt.

Frau Dr. Kathrin Espegard suchte auf Grund ihrer tristen familiären Verhältnisse schon in ihrer Jugendzeit Hilfe, Rat und Anschluß bei der Norweger-Bewegung und wurde deshalb jahrelang Diskriminierungen ausgesetzt (oft tagelang eingesperrt, körperlich mißhandelt; man versuchte sie wegen ihres Glaubens zu entmündigen, für geisteskrank zu erklären u.ä.).

In einer Eingabe vom 9.3.1988 an das Landesgericht f. Strafsachen Graz schreibt Dr. Kathrin Espegard aus Norwegen wörtlich folgendes: "Ich bitte das Landesgericht Graz um Hilfe, um von einer Verfolgung loszukommen, die nun schon seit 10 Jahren angedauert hat. Die Entführung...ist nur die Spitze vom Eisberg...Ich bin mehrere Male brutal...geschlagen worden, sowohl als minderjährige als auch bereits volljährige Person. Das letze Mal... (wurde ich) in einem Alter von 26 Jahren (geschlagen). Als Erwachsene wurde ich auch öfters eingesperrt, und das in meiner eigenen Wohnung in Graz...Ich kann mich erinnern, daß ich einmal zwei Tage und zwei Nächte hinter verschlossenen Wohnungstüren saß...Das Gefährlichste, das...(man) gegen mich angewendet hat, ist der äußerst unangenehme Versuch, mich als geisteskrank zu erklären.

Auch in einem späteren Schreiben vom 28.9.1990 erklärt Frau Dr. Kathrin Espegard dem zuständigen Richter und Staatsanwalt ihre verzweifelte Situation:

"Als Erwachsene, im Alter von 19-26 Jahren, bin ich mehrmals...in meiner eigenen Wohnung eingesperrt worden-dies ist tlw. bis zu mehreren Tagen vorgekommen; (man)...hat mich all die Jahre hindurch immer wieder geschlagen und wie einen Hund behandelt, mein Leben war...zeitweise eine Hölle auf Erden.

Die Entführung und psychische Tortur durch die "Behandlung" des farbigen Amerikaners Ted Patrick schildert Frau Dr. Kathrin Espegard im Dezember 1988 ausführlich dem eigens nach Norwegen gereisten "profil"-Redakteur:

"Er (der farbige Amerikaner Ted Patrick) hat gesagt, daß ich den Teufel in mir habe. So, wie die Eva auch verführt worden ist vom Teufel, genauso bin ich verführt worden. Ich bin nicht normal, hat er gesagt. Ich bin in eine satanische Gruppe gekommen, die mich beherrschen und mein Geld nehmen will.

Besonders grausam, erzählt die Frau in ihrer norwegischen Wahlheimat, seien Ted Patricks Drohungen gewesen: "Er hat gesagt, daß er mich für zehn Jahre festhalten wird. Er hat gesagt, daß ich meinen Verlobten nie wieder sehen werde."

Immer noch hat Kathrin Espegard Angst: "Ich habe", sagt sie zu "profil"," Polizeischutz in unserem Ort". Im Wohnzimmer ist ein Alarmknopf installiert worden. Wenn sie diesen drückt. ertönt in der nahen Polizeidienststelle ein Signal. Geht sie außer Haus, dann trägt sie unter dem Pullover ein Funkpiepserl. "Ich habe nach wie vor Angst, daß Leute kommen und mich entführen wollen." ("profil"-Zitat Ende).

Obwohl der hier geschilderte "Entführungsfall" ca. sieben Jahre lang von mehreren Rechtsinstanzen gründlich durchleuchtet wurde und schließlich alle Angeklagten diverser Verbrechen überführt wurden, unterstehen sich bestimmte Personen, am 24.1.1988 in einem Brief an verschiedene kirchliche Stellen folgendes zum Ausdruck zu bringen:

In der Person der Hauptangeklagten im erwähnten Prozeß - die ebenfalls rechtskräftig verurteilt worden war - hätten sie nun eine Leidensgefährtin kennengelernt, "deren Tochter nun schon seit 10 Jahren unter dem Einfluß dieser Verbrecher" (gemeint ist die Norweger-Bewegung) stehen würde.

 


Wir wenden uns nun an jene Personen, die uns immer wieder durch den Schmutz ziehen und eine-unseres Erachtens-haßerfüllte, diffamierende Hetze gegen unbescholtene, kinderreiche christliche Familien und Einzelpersonen der sogenannten "Norweger-Bewegung" betreiben.

Unter dem Vorwand, die Öffentlichkeit angeblich vor einem "destruktiven Kult" bzw. vor einer "pseudoreligiösen Sekte" warnen zu müssen, versuchen Sie, durch unwahre Behauptungen und Verdrehungen bei Behörden, Politikern Zeitungen und Zeitschriften sowie in der Bevölkerung die Existenz einzelner Mitglieder der Norweger Bewegung zu schädigen und diese christliche Gemeinschaft überall in ein schlechtes Licht zu setzen.

WIR FORDERN SIE AUF, SOFORT MIT DIESEN UNWAHHREN BEHAUPTUNGEN AUFZUHÖREN!

 

  1. Eine Studentin lernte vor ca. 12 Jahren bei einem Norwegischkurs auf der UNI Wien den Arztsohn Peter Koller und seine Schwester Evelyn kennen und kam so in Kontakt mit unserer Glaubensgemeinschaft. Mehreren von unseren Freunden vertraute sie ihre damaligen Nöte und Probleme an. Jeder in unserer Gemeinschaft versuchte ihr zu helfen; so gut er konnte.
  2. Im Jahre 1985 erstatten die Eltern der Studentin Anzeige gegen Dr. Alexander Koller, Facharzt für Innere Medizin, (den Vater von Peter und Evelyn Koller) bei der "Ärztekammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland", in der sie schwerste , völlig aus der Luft gegriffene Anschuldigungen erheben:

    Die Eltern halten es in dieser Anzeige "für denkbar", daß ihre "Tochter von Dr. Koller regelrecht vergiftet wurde, um sie für die Ideen seiner Sekte gefügig zu machen". Weiter heißt es in der Anzeige:" Durch diese Art und Weise und durch die Behandlung durch Dr. Alexander Koller werden diese Menschen psychiatriereif gemacht." In der Anklage erklären die Eltern Ihr Einverständnis, daß die Ärztekammer alles unternimmt, um zu verhindern, dass die "Tochter durch ihre Zugehörigkeit zu diese Sekte in den Selbstmord getrieben wird".

    Nach eingehender Untersuchung der Umstände kommt der "Disziplinarrat der Österreichischen Ärztekammer" unter dem Vorsitz eines OHG-Richters am 21.5.1986 zu folgendem Urteil (Geschäftszahl: DK 50/85 W):

    "Der Sohn des Disziplinarbeschuldigten lernte...(die besagte Studentin)...beim Studium an der Universität kennen. Sie fand auf diesem Wege Anschluß an eine Religionsgemeinschaft, der auch der Disziplinarbeschuldigte angehört. Als Dr. Koller...(die besagte Studentin)...kennenlernte, befand sie sich in einem seelischen Notstand, sie hatte eine Affaire mit einem verheirateten Mann, litt an Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und Depressionen. Sie sagte dem Disziplinarbeschuldigten, daß sie verloren sei. Dr. Koller fragte bei ihren Eltern an, ob eine familiäre Belastung in dieser Richtung bestünde.

    Daraufhin brach der zunächst gute Kontakt zur Familie...(der Studentin)...ab. Da die Tochter Suicidabsichten äußerte, empfahl Dr. Koller eine psychische Behandlung bei einem Arzt. Als...(die junge Frau)...eines Tages wieder Suicidabsichten äußerte, erkannte der Disziplinarbeschuldigte, daß Gefahr im Verzug sei. Er verordnete ihr deshalb ein homöopathisches Präparat...Der Disziplinarbeschuldigte weist auf dem Gebiet der Homöopathie eine Spezialausbildung auf..., weil nach den glaubwürdigen Bekundungen des Disziplinarbeschuldigten davon auszugehen ist, daß bei...(der jungen Frau)...unmittelbare Suicidgefahr bestand. Gemäß §21 ÄrzteG darf der Arzt die erste Hilfe im Falle drohender Lebensgefahr nicht verweigern...Demzufolge ist der Disziplinarbeschuldigte von der gegen ihn erhobenen Disziplinaranzeige freizusprechen."

  3. Die junge Frau war also - laut oben zitiertem Untersuchungsergebnis - zu jenem Zeitpunkt, als sie mit der Norweger-Bewegung in Kontakt kam, bereits schwer nervlich und seelisch belastet, depressiv und suicidgefährdet. Dr. Alexander Koller, ein überaus integrer, gewissenhafter Internist und Vater von 8 Kindern, die zum Teil wieder medizinische Ausbildungen absolviert haben, rettete also die junge Frau vor dem Selbstmord und mußte dafür eine äußerst unangenehme Disziplinaruntersuchung über sich ergehen lassen!!
  4. Trotz des Freispruchs durch die Ärztekammer versuchten die Eltern der jungen Frau - laut uns vorliegenden Informationen - zwei Jahre später beim obersten Personalchef der Ärzte in Wien (MA 17) neuerlich, Herrn Dr. Alexander Koller schlecht zu machen und ihm beruflich zu schaden: Die Tochter hätte unter seinem Einfluß einen Selbstmordversuch unternommen und Dr. Alexander Koller sei angeblich Leiter einer der gefährlichsten Sekten Österreichs.

    Schließlich versteigen Sie sich zu den absurden Anschuldigungen, Dr. Alexander Koller habe sich nur deshalb vom Franz Josefspital in das Pflegeheim Lainz versetzen lasen, um sich an das Geld der alten Menschen heranmachen zu können. Ihre haßerfüllten Beschuldigungen gipfeln in der Behauptung, daß die Norweger staatsfeindlich wären, ihre Mitglieder von der Wahlpflicht abhalten würden usw.

    Diese Behauptungen von Ihnen sind blanke Lügen, die "Norweger-Bewegung" hat keinerlei Gemeinsamkeiten mit destruktiven Kulten oder ähnlichen Gruppen; niemand wird von der Wahlpflicht abgehalten. Nach entsprechender Erkundigung der Gemeinde Wien bei der Ärztekammer sowie beim Direktor des Pflegeheims Lainz (dem Chef von Dr. Alexander Koller, der versichert, daß niemand die oben erwähnten Verdächtigungen bemerkt habe und er äußerst zufrieden mit Dr. A. Koller sei), kommt man auch in der MA17 zu dem Ergebnis, daß es sich um "einseitige Aktivitäten des Herrn X (=Friedirch Griess) zu handeln scheint". (Herr X. ist der Vater der jungen Frau).

  5. Sie behaupten in unzähligen, uns vorliegenden Schriftstücken, unter anderem auch in einem nach Norwegen geschriebenen Brief, daß die Norweger-Bewegung ein "destruktiver Kult" sei, der die "psychische Zerstörung von Menschen" betreibe.

    Wiederum blanke Lüge. Kein seriöser Weltanschauungsreferent, kein seriöses Fachbuch bzw. Lexikon religiöser Gruppen hat jemals so etwas behauptet. Tatsache ist vielmehr, daß die Norweger-Bewegung in allen Fachbüchern als Heiligungsbewegung bzw. christliche Sondergemeinschaft mit hohen moralischen Grundsätzen und keinesfalls als destruktiver Kult oder Sekte beschrieben wird:

 

  • "Materialdienst der EZW" (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) Nr.3/90, Seite 69: "Die Norweger sind ohne Frage ehrliche, strenggläubige Christen, die auch im alltäglichen Leben sich genau nach Gottes Wort richten wollen...Ihr Vorbild ist ein stilles, demütiges Christsein, nicht aggressive Mission oder streitbare Rechthaberei."
  • "Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen" (Herder-Verlag) von H. Gasper, Joachim Müller und Friederike Valentin /S. 746ff:" Von einer Lehre wollen die Norwegischen Brüder nicht sprechen, sie betonen das Primat des Lebens...Die Familien sind meist kinderreich; schlichte Kleidung und Haartracht..."
  • "Untersuchung über eine Gemeinschaft ohne Namen" von Dorothea Strauß-Hägele, wissenschaftl. Arbeit im Rahmen eines Seminars v. Frau Prof. I. Ludolphy an d. Theologischen Fakultät der Universität Tübingen im Ws 1985/86: "Es geht "um das Leben, nicht um die Lehre. Im Mittelpunkt stehen der Wandel, die Gottesfurcht und der Kampf gegen die Sünde...(Sieh 4, Punkt 3) Die Gemeinschaft wirbt nicht für sich, man setzt niemand unter Druck...Es wurde zu keiner Zeit und von niemandem versucht, die Verfasserin irgendwie zu bedrängen oder zu überzeugen. Auch wurde z.B nie versucht, sie zu bekehren oder als "Mitglied" zu gewinnen. Man ist ihr dagegen stets freundlich, offen und ohne Vorurteile begegnet, sie durfte ohne Bedingungen an den Versammlungen teilnehmen."

Ihrerseits wird wiederholt die unrichtige Behauptung aufgestellt, daß die Mitglieder der Norweger-Bewegung "gegenüber Außenstehenden keinerlei soziale Verpflichtungen empfinden".


Genau das Gegenteil ist der Fall: Mitarbeiter der Norweger-Bewegung haben z.B. in einem Zeitraum von ca. 3 Jahren 2000 Kleiderpakete nach Südamerika versandt, monatlich bringen wir ca. 3 Tonnen Medikamente, Nahrungsmittel, Kleider und medizinische Geräte in die Staaten der ehem. Sowjetunion.

Flüchtlinge (bes. aus dem Kriegsgebiet des ehemal. Jugoslawien) wurden jahrelang in Familien aufgenommen und vielfach in das Berufsleben integriert, ganz zu schweigen von den Tausenden Müttern, die in ihrem engeren sozialen Umfeld Gutes tun und karitativ wirksam sind. All das können wir bis ins kleinste Detail beweisen.

Wir arbeiten diesbezüglich mit vielen karitativen und staatlichen Stellen bzw. Behörden im In- und Ausland reibungslos zusammen! Unsere Hilfe gilt - entsprechend unseren Möglichkeiten - selbstverständlich jedermann, der bedürftig ist, auch außerhalb der Norweger-Bewegung!

Wir sind durchaus der Meinung, daß man seine guten Taten nicht "an die große Glocke" hängen soll, Ihre unwahren Behauptungen zwingen uns jedoch, auch diese Fakten zu erwähnen, zumal wir unzählige behördliche Bestätigungen, Zollerklärungen und Dankesschreiben aus div. Ländern vorlegen können.

Sie besitzen die Unverfrorenheit, bis heute zu behaupten (z.B. in einem Brief vom 4.7.94 an die norwegische Zeitung "Drammens Tidende-Buskerud Blad"), daß Frau Dr. Kathrin Espegard eine "ernste Geisteskrankheit" hat, die auch von Fachleuten diagnostiziert worden sei.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Dr. Espegard unterzog sich am 9.9.1988 an der Universität Oslo bei einem der bekanntesten Psychiater Norwegens, Prof. Dr. med. für Sozialmedizin, Facharzt für Psychiatrie, Per Sundby, freiwillig einer Untersuchung mit folgendem Ergebnis: "Ich kann überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür finden, daß ihre (Kathrins) Lebensweise in irgendeiner Form von psychischen Störungen oder unnatürlichen sozialen Verhältnissen geprägt ist", schreibt Dr. Per Sundby. (Das hier zitierte Gutachten liegt dem österreichischen Gerichtsakt bei. Siehe Link).

In einem Brief vom 11.1. 1988 an fast alle österr. Diözesen werden von Ihnen die unrichtigen Behauptungen aufgestellt, daß Eltern "Im Auftrag der Sekte bedroht, geohrfeigt, angespuckt und mit Füßen getreten" worden seien, daß die meisten Jugendlichen der NB nicht fähig seien, "ihre Ausbildung zu vollenden", daß "mehrere Selbstmordversuche unternommen hätten" usw. Auch in andern Schriftstücken verbreiten Sie die grobe Unwahrheit, daß viele Mitglieder Depressionen hätten und "die Selbstmordraten nachgewiesenermaßen sehr hoch" sei.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Tausende Jugendliche der Norweger-Bewegung haben eine gediegene Ausbildung und sind auf ihren Arbeitsplätzen und in den Schulen als verläßliche und pflichtbewußte Mitarbeiter bekannt. Statistisch gesehen und im Vergleich zu anderen Religions- und Bevölkerungsgruppen gibt es bei uns aufgrund unserer positiven Lebenseinstellung und freimachenden Lehre so gut wie keine depressiven Menschen und Selbstmorde. Natürlich kann nicht verhindert werden, daß mitunter nervlich Kranke (wie die vorher erwähnte junge Frau) zu uns stoßen und unsere Hilfe suchen.

Erstens empfehlen wir solchen Personen grundsätzlich, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zweitens besteht der Verdacht, daß Sie Ihre ureigensten Familienprobleme, die absolut nichts mit der Norweger-Bewegung zu tun haben, in böswilliger Absicht zu Unrecht auf uns übertragen.

Wir kennen auf der ganzen Welt keinen einzigen solchen Fall, daß ein "Norweger" seine Eltern tätlich angegriffen hätte. Wir haben auch gehört - und Sie verbreiten das ja überall - daß die oben erwähnte junge Frau angeblich ihren Vater angespuckt und tätlich angegriffen hat.

Erlauben Sie uns die Frage, welche erschütternden Familienverhältnisse bei Ihnen zu Hause herrschen müssen? Da solche Dinge innerhalb der Norweger-Bewegung vollkommen unbekannt sind, besteht der Verdacht, daß es sich entweder um krankhafte Zustände oder um ein total gestörtes Vater-Tochter-Verhältnis handelt.

Die Wurzeln und Ursachen für das Benehmen eines solchen Kindes liegen also ganz woanders, und wir rechnen damit, daß auch in diesem Punkt die Wahrheit ans Licht kommen wird. Uns geht es keinesfalls um "Rache" oder persönliche Haßgefühle, wir wollen, daß die Wahrheit über die Norweger-Bewegung hervorkommt.

Die Wahrheit ist, daß in einer solchen Familie - um es vorsichtig auszudrücken - sehr merkwürdige Zustände geherrscht haben müssen, die absolut nichts mir unserer Bewegung zu tun haben oder von dieser verursacht wurden! Die Wahrheit ist, daß eine junge, kranke Frau offensichtlich ihren Vater attackiert hat, daß sie dies - wie Sie in vielen Schriftstücken behaupten - "im Auftrag der Norweger-Bewegung" getan haben soll, ist eine freche und ehrenrührige Lüge!

Wir kennen auch Ihre Methode, daß man irgendwelche Nervenkranke, die zufällig irgendwann mit uns Kontakt hatten und denen auch tüchtige Ärzte nicht helfen konnten, als "Opfer" der angeblich krankmachenden Norweger-Lehre hinzustellen versucht.

 


Zusammenfassend halten wir fest: Die Norwegerbewegung hat absolut nichts mit einer Sekte zu tun, Worte wie "destruktiv" oder "pseudoreligiös" sind fehl am Platz. Alle sind bei unseren Versammlungen herzlich willkommen, und es besteht Redefreiheit für Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, und so gesehen sind wir wohl die offenste und freieste Gemeinschaft, die existiert.

Wir feiern den Sonntag und alle christlichen Feste. Im übrigen legen wir großen Wert darauf, gesetzestreue Staatsbürger zu sein und ein nüchternes, normales Leben in der Gesellschaft zu führen. Das beinhaltet u.a., daß wir uns nach den Gesetzen im Lande richten sowie Steuern und Abgaben korrekt bezahlen. Wir haben eine positive Einstellung zur Ableistung des Wehrdienstes.

Wir danken allen Menschen in Österreich u. im Ausland, die sich uns gegenüber bisher fair und korrekt verhalten haben, besonders auch in der Justiz! Unser Dank gilt auch allen norwegischen Behörden und Institutionen, die Frau Dr. Kathrin Espegard in Ihren Verfolgungen beigestanden sind! Sie will gerne ihre Heimat besuchen und mit ihren Angehörigen in Österreich in Frieden leben, jedoch nur unter der Bedingung, daß von dieser Seite keine diffamierenden Hetzkampagnen mehr angezettelt werden.

Der Wert einer Demokratie wird daran gemessen, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht! Als religiöse Minderheit bitten wir um den Schutz für unsere großen Familien! Wir wollen auf eine stille und unauffällige Weise nach unserer Überzeugung leben und haben - wie alle Staatsbürger - das Recht, vor öffentlicher Hetze beschützt zu werden, zumal diese bewußt von haßerfüllten Einzelpersonen bzw. einer bestimmten Person ständig geschürt wird!

 

 
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