BEILAGE/VORSPANN ZUM OFFENEN BRIEF NR II
Diverse Behörden, Ministerien, Abgeordnete,
Weltanschauungsreferenten und Redaktionen
div. Zeitungen und. Zeitschriften
Betr. "Norweger-Bewegung" kontra Dipl. Ing. Friedrich Griess.
Sehr geehrte Damen und Herrn!
Im Dezember 1994 sah sich die sog. "Norweger-Bewegung" auf Grund
diverser Vorfälle veranlaßt, auch Ihnen, sehr geehrte(r) Frau / Herr
... einen "Offenen Brief" zu übermitteln.
Darin stellten sich die "Norweger" als stille, unauffällige und
familienbewahrende christliche Gruppe dar, die ein freies,
sozial-engagiertes Christentum ohne Organisation und autoritäre
Strukturen praktiziert (es gibt weder Mitgliedsbeiträge noch
Mitgliederlisten, keine bezahlten Prediger oder Pastoren, jede Art von
Extremismus, Fanatismus sowie wirtschaftliche Interessen werden
entschieden abgelehnt).
Alle "Norweger" sind berufstätig und finanziell unabhängig,
viele bekleiden hohe, verantwortungsvolle Positionen, sowohl in der
öffentlichen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft.
Weiters haben wir in oben erw. Brief zwei Vorfälle geschildert:
- Einen Kidnappingsprozeß (Entführung und Martyrium einer 27jährigen
"Norweger"-Studentin durch ihre Angehörigen / Sie lebt heute
verheiratet als Dr. med Kathrin Espegard in Norwegen / Siebenjähriger
Prozeßverlauf mit anschließender rechtskräftiger Verurteilung der
Entführer, die ihr Verbrechen mit Lügen über die Norweger-Bewegung
rechtfertigen wollten / die Behauptungen der Verurteilten über die
"Norweger" wurden vom Landesgericht für Strafsachen Graz als unwahr und
falsch zurückgewiesen).
- Die üble Hetzkampagne eines gewissen Herrn X, der sich
inzwischen in einer Stellungnahme vom 22.1.1995 selbst ausdrücklich als
Dipl. Ing Friedrich Griess zu erkennen gibt und gleichsam darauf
besteht, daß nur er hier gemeint sein kann. Wir haben ihn und einige
wenige Gleichgesinnte aufgefordert, damit aufzuhören, die "Norweger"
bei Behörden, Zeitungen, Zeitschriften und anderen Institutionen in den
Schmutz zu ziehen und schlecht zu machen.
Herr Griess jedoch will nicht aufhören, ganz im Gegenteil, in seiner
Stellungnahme verbreitet er neuerlich freche Unwahrheiten und durch
nichts zu beweisende Diffamierungen über die "Norweger-Bewegung"
insgesamt sowie über einzelne Mitglieder dieser Gemeinschaft.
Besonders schwerwiegend (und ein Hauptgrund, warum wir uns an
die Behörden wenden) ist, daß der Verdacht besteht, daß Herr Griess
seine Hetzaktionen ganz offensichtlich unter dem Deckmantel und Schutz
der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" (1020 Wien, Obere
Augartenstr. 26-28) betreibt. Laut unseren Informationen ist er
Vorstandsmitglied und Pressesprecher dieser Organisation, die mit
Steuergeldern subventioniert wird.
Man stelle sich folgende Ironie vor: Gesetzestreue,
kinderreiche Familien, fleißige Väter und aufopfernde Mütter, die
nichts anderes wollen, als still nach ihrer Überzeugung zu leben,
bezahlen treulich und korrekt ihre Steuern (Ehrlichkeit und
Gerechtigkeit - auch dem Staat gegenüber - sind Hauptsäulen der
"Norweger"), mit denen eine Organisation subventioniert wird, in deren
Namen Herr Griess eben diese unbescholtenen Steuerzahler ungeniert und
ungestraft in aller Öffentlichkeit auf grobe Weise verleumden und
diffamieren kann?!
Wir haben Verständnis dafür, daß der Staat vor destruktiven
Gruppen warnt, Herr Griess nützt jedoch die Tatsache der Existenz
solcher Gruppen bzw. die erwähnte Gesellschaft dazu aus, seinen
persönlichen Rachefeldzug gegen die "Norweger" zu führen, für den es
mehrere Gründe zu geben scheint:
- Seine Tochter Wiltrud kam vor ca.12 Jahren an der UNI Wien mit
Studenten der "Norweger-Bewegung" in Kontakt. Zu diesem Zeitpunkt
befand sich seine Tochter - laut Erkenntnis des "Disziplinarrates der
Österreichischen Ärztekammer" vom 21.5.1986 - aus verschiedenen, hier
nicht näher zu erläuternden Ursachen in einem seelischen Notstand, sie
"litt an Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und Depressionen"
Als Wiltrud Griess eines Tages sogar Suicidabsichten äußerte , wurde
ihr - wegen drohender Lebensgefahr - von einem Internisten und
Homöopathen der "Norweger-Bewegung" spontan geholfen.
Fazit: Als "Dank" für die Hilfe wird der betreffende Arzt von Herrn
Griess bei der Ärztekammer angezeigt, in einem anschließenden Verfahren
jedoch von jeglicher Schuld freigesprochen. In einem späteren Schreiben
an die Ärztekammer beschwert sich Herr Griess, warum man nicht ihm,
sondern dem betreffenden Arzt Glauben geschenkt habe. Offensichtlich
hat sich der Disziplinarrat (die Verhandlung fand unter dem Vorsitz
eines OGH-Richters statt) von der Seriösität und Integrität des Arztes
einerseits, sowie den unlauteren Absichten des Herrn Dipl. Griess
andrerseits überzeugen können.
In seiner Wut über den mißlungenen Versuch, die Existenz des
betr. Arztes der "Norweger-Bewegung" zu zerstören, verleumdet Herr
Griess diesen zwei Jahre später - trotz des Freispruchs!! - neuerlich
bei seiner vorgesetzten Dienstbehörde, der MA 17 in Wien. Nach
Überprüfung der Fakten kommt man jedoch auch dort zu der Überzeugung,
daß es sich um "einseitige Aktivitäten des Herrn Griess zu handeln
scheint". Hier eine "Kostprobe" der unglaublichen Verleumdungen des
Herrn Griess bei der MA 17: Seine Tochter hätte unter dem Einfluß des
betr. Arztes einen Selbstmordversuch unternommen, der Arzt sei Leiter
einer der gefährlichsten Sekten Österreichs, die "Norweger" seien
staatsfeindlich, würden ihre Mitglieder davon abhalten, "wählen" zu
gehen usw. usw.
- Es gibt schriftliche Beweisstücke und Zeugen
dafür, daß sich die Griess-Eltern ganz offensichtlich eine gute
"Partie" zwischen ihrer Tochter und dem erwähnten Arztsohn erhofft
hatten (obwohl dieser nie auch nur eine Andeutung in diese Richtung
gemacht hatte). Anfänglich pflegte Fam. Griess sogar guten Kontakt zur
Familie des Arztsohnes. Als sich dieser mit einer anderen Frau
vermählte, eröffnete Herr Griess seine Hetze gegen die betreffende
Arztfamilie und gegen die "Norweger" (vergl. auch die Stellungnahme des
Arztsohnes im beiliegenden Offenen Brief auf Seite 4-5!)
- Wiltrud Griess vertraute einzelnen "Norwegern"
erschütternde Details aus ihrer Kindheit und Jugendzeit an. Ob nicht
auch darin die Ursachen für ihre schwere psychische Krankheit liegen?
Herr Griess verschickt gleichsam "in alle Welt" Briefe mit der
irrwitzigen Behauptung, seine Tochter hätte ihn im Auftrag der
"Norweger-Bewegung" geschlagen, bespuckt, geohrfeigt usw. Weiters
zitiert er ihre krankhaften Aussprüche und Aussagen als angebliche
"Lehrsätze" der Norweger-Bewegung, obwohl sich diese vollkommen von
solchen Aussprüchen und Attacken gegen die eigenen Eltern distanziert.
Solche Familienverhältnisse sind in keiner Weise typisch für die
"Norweger", derartige Probleme und Auftritte, wie sie Herr Griess von
seiner Tochter schildert, sind uns bisher nicht begegnet.
Fazit: Herr Dipl. Ing. Griess scheint enorme Probleme mit
seiner offensichtlich psychisch kranken Tochter zu haben, wobei die
Ursachen dieser Krankheit absolut nichts mit der Lehre oder Lebensweise
der Norweger-Bewegung zu tun haben, sondern - ganz im Gegenteil - lange
vor der Kontaktaufnahme seiner Tochter mit der NB im Milieu der Familie
Griess zu finden sind.
Die "Norweger" haben Wiltrud Griess - wie jedem anderen, der
das wünscht - in ihren Nöten geholfen. Im übrigen besucht sie aus
freien Stücken unsere Versammlungen (die öffentlich und daher für jeden
frei zugänglich sind) und kann diese jederzeit auch wieder verlassen.
Niemand, der die "Norweger" verlassen will, wird auf irgendeine Weise
daran gehindert oder deshalb bedrängt; auch dafür gibt es unzählige
Beispiele und Zeugen.
Obwohl Herr Griess dies alles weiß, erhebt sich der Verdacht,
daß er bewußt und in bösartiger Absicht sowohl die eigene Tochter
(welcher fürsorgliche Vater würde öffentlich so über sein Kind
schreiben??) als auch die Norweger-Bewegung auf gröbste Weise in den
Schmutz ziehen will und die Schuld für sein eigenes Versagen auf eine
ganze Glaubensgemeinschaft abwälzt, deren erklärtes Ziel eben ein
harmonisches, intaktes Familienleben ist, wofür es Tausende Beispiele
und Zeugen in ca. 40 Ländern der Erde gibt.
In letzter Zeit besucht Herr Griess verstärkt Schulen, um unter
dem Deckmantel seiner "Gesellschaft" auch dort seine Verleumdungen über
die "Norweger" zu verbreiten. So besuchte er zum Beispiel am 25.10.1995
die Handelsakademie Liezen und erläuterte einen Vormittag lang vor den
Schülern ausführlich, daß die Norweger-Bewegung seine Tochter verrückt
gemacht hätte, den "Hitlergruß" verwenden würde und viele andere grobe
Unwahrheiten, die durchwegs den Tatbestand der üblen Nachrede und
öffentlichen Verhetzung einer friedlichen Glaubensgemeinschaft
darstellen. An der Veranstaltung teilnehmende Schüler haben Protokolle
über die Aussagen des Herrn Griess verfaßt.
Wir ersuchen die zuständigen Ministerien (inbesondere das Innen-,
Justiz-, Familien-, Unterrichts-, und Finanzministerium) die Tätigkeit
der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" zu überprüfen und
geeignete Maßnahmen zu setzen. Ob diese "Gesellschaft" in bezug auf
andere, tatsächlich gefährliche Gruppen bzw. destruktive Sekten gute,
objektive Aufklärungsarbeit leistet, wollen wir nicht beurteilen bzw.
nicht von vornherein bezweifeln, die Aktivitäten des
Vorstsandsmitgliedes Herrn Griess bezügl. der "Norweger-Bewegung"
müssen jedoch als öffentliche Verhetzung und Mißbrauch dieser
"Gesellschaft" bezeichnet und in Zukunft eingestellt werden!!
Wir danken allen Politikern und Menschen guten Willens, die uns
bereits auf unseren ersten Brief im Dezember 1994 geantwortet und ihre
Hilfe zugesichert haben.
Wir bitten auch diesmal um ein offenes Ohr für unsere Anliegen,
sodaß wir als friedliche, unbescholtene Staatsbürger in Freiheit und
Würde nach unsrer Überzeugung leben können. Wir respektieren und achten
jede aufrechte Gesinnung und Überzeugung bei anderen, dasselbe Recht
wollen wir auch für unsere Familien bzw. für unsere Gruppe in Anspruch
nehmen, deren Wirksamkeit sowohl in Norwegen als auch in über 40
Ländern der Erde als positiver und konstruktiver Beitrag zum Aufbau
einer gesunden, demokratischen Gesellschaft geachtet und respektiert
wird!
Mit freundlichen Grüßen
Die NB in Österreich
OFFENER BRIEF NR.II
der "NORWEGER-BEWEGUNG":
Antwort auf die Stellungnahme des
Herrn Dipl. Ing. Friedrich Griess vom 22.1.1995
Mit großer Verwunderung und Interesse haben wir die Antwort von Herrn Dipl. Ing. Griess auf unseren Offenen Brief gelesen.
Herr Griess hat in diesem Schreiben seine Unseriosität auf eine
Weise offenbart, wie man es eigentlich nicht von einem Diplom-Ingenieur
erwartet hätte. Er konnte in seiner Antwort keinen einzigen Punkt
unseres Briefes ernsthaft und überzeugend zurückweisen, ganz im
Gegenteil, Herr Griess erfindet und verbreitet von neuem eine ganze
Reihe von frechen und ehrenrührigen Lügen über die christliche
Glaubensgemeinschaft der "Norweger-Bewegung" (im folgenden kurz NB
genannt).
Eben diese Unseriosität und Niveaulosigkeit in den Anklagen des
Herrn Griess (die er nun seit ca. 12 Jahren verbreitet), haben uns
bisher bewogen, nichts auf seine Unwahrheiten zu erwidern. Aber
bekanntlich werden auch Lügen und Halbwahrheiten - wenn sie nur oft
genug wiederholt werden, - als wirkliche Wahrheit aufgefaßt. Gerade
deshalb haben wir uns entschlossen, Herrn Griess und Gleichgesinnten
nunmehr auf seine/ihre Angriffe gegen die NB zu antworten.
Da die Antwort des Herrn Griess auf unseren Offenen Brief im
großen und ganzen nur aus Lügen und Halbwahrheiten besteht, wird unser
Antwortschreiben etwas ausführlicher ausfallen, zumal wir die
Behauptungen detailliert widerlegen werden.
Beginnen wir der Einfachheit halber mit den lächerlichsten und wohl auch am wenigsten gefährlichen Lügen:
Auf Seite 3, Punkt 18 schreibt Griess: "Jede der von mir aufgestellten
Behauptungen ist wahr und ich kann für alles Beweise vorlegen."
Auf Seite 1, Punkt 4 A schreibt Griess: "Die NB gibt offiziell
an, nur einen einzigen Angestellten zu haben, nämlich Herrn Svein
Kronstad, den Wachtmeister des Versammlungszentrums Brunstad in
Norwegen."
Wir wollen gerne, daß Herr Griess seine Beweise für diese
Behauptungen vorlegt. Aber um ihn vor lebenslangen Nachforschungen
bezüglich dieser Lüge zu verschonen, bieten wir unsere Hilfe an:
Wenn Herr Griess unseren Offenen Brief - den er ja in seiner
Stellungnahme offiziell beantwortet - zur Gänze gelesen hätte, müßte er
bemerkt haben, daß Svein Kronstad diesen Brief auf Seite 9 (als einer
von vielen ausländischen Repräsentanten der NB) an erster Stelle
unterschrieben hat, außerdem von Beruf Betriebsleiter (und nicht
Wachtmeister) ist und in Sandefjord wohnt. Wer jedoch wirklich
Wachtmeister bzw. Hausmeister auf Brunstad ist - und dies seit ca. 25
Jahren! - darf Herr Griess selbst herausfinden.
Weiter unten auf Seite 1/ Punkt 6 schreibt Griess: "....für den Enkel des Gründers, Kåre Smith, dessen Firma in Konkurs ging."
Wir erlauben uns, Herrn Griess darauf aufmerksam zu machen, daß
auch Norwegen ein zivilisiertes Land mit ökonomischer Steuerung und
Beaufsichtigung ist. Wir wollen aufgrund der freimütigen Äußerung von
Herrn Griess, daß er alle seine Behauptungen beweisen könne, ganz
konkret den Beleg dafür sehen, aus dem hervorgeht, daß Kåre Smith in
Konkurs gegangen ist.
Damit Herr Griess nicht zu viel von seiner kostbaren Zeit für
Beweissammlung aufbringen muß, möchten wir ihm gerne zu Hilfe kommen:
In Norwegen werden ALLE Konkurse in BRØNØYSUND registriert. Dort kann
sich Herr Griess hinwenden (Telefonnummer + 47 75 00 75 00) und alle
Erkundigungen einholen, die er haben möchte. Wir sehen mit großer
Spannung den weiteren Informationen bezüglich Kåre Smith's angeblichem
Konkurs entgegen.
Auf Seite 2/Punkt 14 behauptet Herr Griess: "...wie Kathrin von
ihrem Lehrer, Mag. Dieter Huemer, im Alter von 16 Jahren unter
Ausnützung des Abhängigkeitsverhältnisses unter den Einfluß der NB
geriet."
Da sich Herr Griess überall als "Experte" und bestens informierter
Kenner der NB sowie der Ereignisse um die oben erw. Kathrin Espegard,
geb. Köberl, ausgibt, kann ihm keinesfalls entgangen sein, daß diese
Behauptung (angebl. Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses durch Mag.
Dieter Huemer) bereits vor vielen Jahren aufgrund einer frechen,
verleumderischen Anzeige gegen Mag. Huemer von der Staatsanwaltschaft
Leoben genau überprüft und am 27.11.1979 in einem offiziellen Schreiben
an Mag. Huemer als unwahr zurückgewiesen und die Anzeige "zurückgelegt"
wurde.
Da Herr Griess Herrn Mag. Huemer mit dieser nachweislichen Lüge
bei diversen Behörden (Ministerien) sowie bei seinen Vorgesetzten
verleumdet hat, erwartet er sich eine schriftliche Entschuldigung von
ihm, andernfalls er sich das Recht vorbehält, auf die unwahren,
ehrenrührigen Behauptungen des H. Griess zurückzukommen.
Herr Dipl. Friedrich Griess setzt sich offensichtlich nicht nur über
nachweisliche Fakten hinweg, er mißachtet ebenso skrupellos
Untersuchungsergebnisse, Urteile und Erkenntnisse von Gerichten, Ämtern
und anderen staatlichen Behörden, was wir im folgenden noch an
zahlreichen Beispielen beweisen werden.
Hat sich Herr Griess das Ziel gesetzt, durch Verhetzung einer
friedlichen, gesetzestreuen Glaubensgemeinschaft die Öffentlichkeit
gleichsam zur "Lynchjustiz" gegen die NB aufzufordern bzw. einzelne
Mitglieder dieser Gruppe durch ständig wiederholte Verleumdungen einer
behördlichen Verfolgung auszusetzen?
Schließlich möchten wir Herrn Griess empfehlen, seine Zeit,
Kräfte und Stellung in der "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren"
für die Aufgabe einzusetzen, die ihm dort aufgetragen ist, nämlich
destruktive Kulte und Sekten zu bekämpfen. In dieser Arbeit würde er
auch unsere Unterstützung erhalten.
Für uns sieht es leider so aus, daß Herr Griess die
"Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" (1020 Wien, Obere
Augartenstr. 26-28) mißbraucht. Benützt er diese Organisation nur als
Deckmantel für seinen persönlichen Haß gegen die NB, sodaß er uns,
unter dem Schutz der Organisation, geradezu verfolgen kann, und das
nur, weil sich seine Tochter freiwillig dazu entschieden hat, in unsere
Versammlungen zu gehen?
Wir möchten die "Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren"
auffordern, sich dieses Verhältnis genauer anzusehen und einen anderen
als Herrn Griess einzusetzen, um die NB korrekt einzuschätzen oder sich
im Namen der Organisation über die NB auszusprechen. Herr Griess ist
aufgrund seiner Einstellung zu seiner Tochter und zur NB ohne Zweifel
unfähig zu dieser Aufgabe. Dies würde auch der Organisation die
Vertrauenswürdigkeit geben, die sie benötigt, um die ihr zugedachte,
gemeinnützige Aufgabe zu erfüllen.
Wir erlauben uns nun, auf die schwerwiegenderen Lügen und Verleumdungen einzugehen, die Herr Griess in seinem Brief vorbringt:
Seite 1
Punkt 1: "Später erfuhren wir, daß er
(Peter Koller) der Reihe nach mehrere Mädchen auf diese Weise (nämlich
durch"flirty fishing") für die NB geworben hatte."
Wir müssen Herrn Griess bitten, daß er uns einige Namen von solchen
Mädchen bekanntgibt, die er hier erwähnt. Für uns ist es unbekannt, daß
Herr Peter Koller so viele Menschen (und hier besonders "Mädchen") für
die NB gewonnen haben soll.
Lassen wir Herrn Dr. med. Peter Koller, heute Familienvater und
Sprengelarzt im Lungau, selbst zu den absurden Vorwürfen des Herrn
Griess Stellung nehmen:
"Der Vorwurf des "flirty fishing" verdankt seinen Ursprung wohl
eher Herrn Dipl. Ing. Griess's "dirty fantasy" als sonst irgendeinem
realen Hintergrund.
Herr Dipl. Ing. Griess vergißt (oder verdrängt?) bei all seinen
monoton wiederholten, frei erfundenen Behauptungen leider folgendes
gänzlich:
Seine geliebte (warum läßt er sie dann nicht in Ruhe?) Tochter
Wiltrud befand sich zum besagten Zeitpunkt in massiver psychischer
Bedrängnis: Ein äußerst spannungsgeladenes Verhältnis zum verheirateten
Dirigenten des Amateurorchesters, in dem sie als Geigerin mitwirkte,
bescherte ihr beträchtliche innere Nöte. Meine Schwester Evelyn und ich
(wir belegten damals den gleichen Norwegischkurs an der UNI!) standen
Wiltrud dadurch bei, indem wir ihr aus dieser unheilvollen Verbindung
heraushalfen. Daß uns dies gelang, dürfte Herrn Griess sehr recht
gewesen sein, sonst hätte er wohl nicht für meinen Bruder Matthias und
mich eine "Betriebsführung" bei IBM gemacht.
Unsere Einstellung gegenüber besagtem Dirigenten im nachhinein
als "Ächtung aller Künstler" bzw. Geringschätzung jeglicher musischen
Betätigung deuten zu wollen, hat seinen Grund demnach im Charakter des
Herrn Griess und nicht in unserer Vorgangsweise.
Es sei mir diesbezüglich erlaubt zu erwähnen, daß ich selbst
während meines Studiums Unterricht in klassischer Gitarre gegeben habe.
Die Wurzel des blindwütigen Hasses von Herrn Griess ist
allerdings erst dann zu verstehen, wenn man weiß, daß sich seine Gattin
schon "den großen Saal für das Hochzeitsfest sichern wollte" (für seine
Tochter Wiltrud und mich), obschon ich Wiltrud von Anfang an erklärt
hatte, sie möge meine Hilfestellung nicht als persönliches Interesse
deuten und im übrigen bei allen Begegnungen mit ihr meine Schwester
Evelyn zugegen war.
Letztlich begann Herr Griess die NB erst dann zu bekämpfen, nachdem ich mich nicht mit seiner Tochter verheiratet hatte ...
Würde ich Herrn Dipl. Ing. Griess nun noch zur Beweisführung
seiner vorwitzigen Behauptung zwingen, die Namen "mehrerer Mädchen",
die ich angeblich "auf diese Weise" für die NB geworben hätte,
expressis verbis anzuführen, so käme dies durchaus einer Aufforderung
zum Märchenerzählen gleich.
Dem unbewiesenen und vom Stil her lächerlichen Vorwurf, wir
hätten für gemeinnützige Vereine (z.B. für das Rote Kreuz) nichts
übrig, seien folgende, jederzeit überprüfbare Tatsachen
entgegengestellt:
Seit 1992 bin ich Abteilungsarzt des Roten Kreuzes St. Michael
und wirke hier völlig unentgeltlich als Vortragender und Übungsleiter
in der Sanitäterausbildung mit. Nebenbei versehe ich auch
Notarztdienste im Lungau.
Ebenso ehrenamtlich betätige ich mich als Bergrettungsarzt der
Ortsgruppen der Bergrettung Muhr und Zederhaus bei Einsätzen,
Vorträgen, Kursen und Übungen.
Ich erwarte eine schriftliche Entschuldigung von Herrn Griess
für seine ehrenrührigen, absolut unwahren Behauptungen im Zusammenhang
mit meiner Person, andernfalls ich mir das Recht vorbehalte, auf seine
Verleumdungen ganz anders als bisher zu reagieren."
(Ende der Stellungnahme von Herrn Dr. Peter. Koller).
Punkt 2: "... in dem sie selbst beschreibt, wie sie systematisch Missionare in verschiedene Länder gesandt hat.
Leidet Herr Griess an Erinnerungsschwäche? Wir erlauben uns
daran zu erinnern, daß einer seiner früheren Anklagepunkte eben darin
bestanden hat, daß wir KEINE Missionswirksamkeit betreiben würden; eine
Behauptung, die wir bereits auf Seite 6 in unserem ersten "Offenen
Brief" widerlegt haben. Diesbezüglich freuen wir uns, daß Herr Griess
jetzt dazugelernt hat. Aber wir möchten ihn dennoch bitten, uns klar
Bescheid zu geben, für welche der beiden Standpunkte er uns anklagt:
Klagt er uns nun deshalb an, weil wir missionarisch tätig sind, oder
klagt er uns dafür an, daß wir keine Missionswirksamkeit betreiben?
Antwort erbeten!
Punkt 2 A: Bezüglich der Aufnahmen des
ORF in Wolfsgraben (Angeblich mußte die "Gemeinde" in Wolfsgraben "in
Norwegen anfragen", ob Aufnahmen für den ORF- Inlandsreport gestattet
seien).
Die NB in Norwegen hat niemals und wird auch nie verlangen, daß sie um
irgendetwas gefragt wird. Wenn aber die "Gemeinde" in Wolfsgraben aus
eigenen Stücken um Rat fragt, ist das wohl eine andere Sache?
Punkt 3: "Aussteiger und Kritiker
wurden mit dem Umbringen bedroht, so ein mir persönlich bekanntes
ehemaliges Mitglied und ein Journalist, beide in Norwegen."
Wir würden gerne wissen, wen Herr Griess meint. Das Ganze ist ja so
einfach, wenn man "jemanden kennt". Wir erlauben uns, diese Behauptung
als freie Erfindung und Phantasie zurückzuweisen, bis das Gegenteil
bewiesen ist (eigentlich müßte ja ein aufsehenerregender Artikel vom
dem betreffenden Journalisten existieren, wenn er angeblich so massiv
von der NB bedroht worden ist??).
Punkt 3 A: "Güte und Milde gibt es nur
gegenüber den eigenen Mitgliedern und solchen Menschen, bei denen
Hoffnung besteht, daß sie sich der NB anschließen."
Wir sind beeindruckt von dem Vertrauen, das Herr Griess zu unserer Güte
und Milde hat. Laut seiner Definition wird er verstehen, daß unsere
Güte und Milde dann doch sehr viele erreicht, da wir selbstverständlich
hoffen, - wie Jesus sagt - , daß möglichst alle Menschen Gottes Kinder
und Jünger Jesu werden mögen! Die ganze Aussage ist ein Produkt von
Herrn Griess's Phantasie.
Punkt 4: "... durch strikte Forderung "Gehorchen, ohne erst zu verstehen" sowie "Tritt das Gewissen mit Füßen."
Diese Behauptung über das "Gehorchen" und "Gewissen" war niemals
und wird auch nie das Lebensverständnis oder die Lehre der NB sein.
Ganz im Gegenteil können wir sowohl aus der Heiligen Schrift (die
schließlich die einzige Grundlage und Richtschnur der NB ist) als auch
aus den Schriften der Gründerväter der NB eindeutig nachweisen, daß wir
zu diesem Thema genau die gegenteilige Einstellung haben (und das auch
praktizieren und verkündigen), nämlich daß man "nie etwas tun oder
sagen sollte, was absolut gegen das eigene Gewissen geht", ganz gleich,
wer es verlangt.
Eine andere Sache ist, daß viele Bereiche des menschlichen
Zusammenlebens (Militär, Arbeitsplatz...) ohne ein bestimmtes Maß an
Gehorsam bzw. Ein- und Unterordnung im Sinne einer gesunden
Kooperationsfähigkeit gar nicht funktionieren würden. Es tut uns leid
für Herrn Griess, auch in diesem Punkt müssen wir ihn als unseriösen
Schwätzer entlarven, der in böser Absicht Begriffe aus dem Zusammenhang
reißt bzw. Halb- u. Unwahrheiten über die NB in Umlauf bringt.
Punkt 5: " Da aber viele Mitglieder der
NB fast dauernd als Prediger unterwegs sind und keiner Arbeit
nachgehen, müssen sie von jemand anderem unterhalten werden...Es ist
also damit zu rechnen, daß es innerhalb der NB zu beträchtlichen
Geldtransfers kommt, die nicht steuerlich erfaßt werden."
Daß "viele Mitglieder" der NB "fast dauernd als Prediger unterwegs sind
und keiner Arbeit nachgehen", ist wiederum eine freche Lüge von Herrn
Griess. Schon der Gründer der NB, der Norweger Johann Oskar Smith, geb.
am 11. 10. 1871 in Fredrikstad, ging mit 15 Jahren zur See und diente
anschließend 4o Jahre lang bis zu seiner Pensionierung als Oberkanonier
bei der norwegischen Kriegsmarine.
Für uns in der NB ist es Ehrensache, im Berufsleben "seinen Mann" bzw.
"seine Frau" zu stellen und nebenher im Sinne des Evangeliums sozial
und karitativ wirksam zu sein, soweit es unsere Zeit und Kräfte
erlauben. Alle gehen ihrer Arbeit nach, viele sind nach einem
arbeitsreichen Leben noch in der Pension aufopfernd wirksam, wofür wir
unzählige Namen und Beispiele anführen können.
Die Aussagen des Herrn Griess stellen eine Beleidigung aller dieser
selbstlosen, aufopfernden Menschen dar. Er möge konkrete Namen von
solchen nennen, die "fast dauernd als Prediger unterwegs sind und
keiner Arbeit nachgehen" (zur Auswahl stehen ca. 30 000 Menschen in
über 40 Ländern) oder sich für seine freche Lüge entschuldigen!!
Ob Herr Griess es fassen kann oder nicht, so hat Norwegen dennoch ein
geordnetes Steuersystem. Er unterstellt hier in seinen weiteren
Ausführungen, daß dieses nicht vertrauenswürdig bzw. funktionstüchtig
sei. Selbstverständlich gab und gibt es keinerlei unkorrekte
"steuerlich nicht erfaßte" Geldtransfers. Herr Griess begründet ja
seine diesbezüglichen Anschuldigungen mit Kåre Smith's angeblichem
Konkurs. Zu welchem Ergebnis kommt Herr Griess nun, nachdem er die
notwendigen Informationen aus "Brønøysund" eingeholt hat? (Vergl. Seite
2, Absatz Nr.5!).
Auch können wir Herrn Griess und andere damit trösten, daß es
(bis auf eine Ausnahme, nämlich den Wacht- bzw. Hausmeister am
Konferenzort Brunstad) tatsächlich wahr ist, daß die NB keine bezahlten
Prediger oder sonstige, in irgendeinem Dienst- oder Arbeitsverhältnis
stehende Angestellte hat. Anstatt uns dafür anzuklagen, könnten unsere
Gegner hier vielleicht etwas von uns lernen!?
Dürfen wir Herrn Griess fragen, wer 12 Jahre lang seine
Ausgaben und Reisen bezahlt hat, die in Verbindung mit seiner
Wirksamkeit stehen, die NB überall in den Schmutz zu ziehen??
Wenn die Antwort sein sollte, daß er selbst alles bezahlt hat, dann
können wir das kaum glauben. Herr Griess ist ja ein maßgeblicher
Mitarbeiter jener (mit Steuergeldern subventionierten) Organisation,
mit deren Hilfe er die NB bekämpft. Das Sprichwort "Wie man selbst ist,
so denkt man auch über andere" trifft hier wohl den Kern der Sache.
Was die Reiseunkosten betrifft, können wir Herrn Griess
berichten, daß die "Ortsgemeinde", die jemanden einlädt,
gewöhnlicherweise die Fahrtkosten bezahlt. Ist das eine schockierende
Ungerechtigkeit ...?
Es tut uns leid für Herrn Griess, aber auch diese und ähnliche Behauptungen sind wiederum vollkommen aus der Luft gegriffen.
Punkt 6: Betrifft den angeblichen "Konkurs" von K. Smith. Vergl. Seite 2, Absatz Nr. 3 ff!
Seite 2
Punkt 7: "Mehrere norwegische Zeitungen berichteten jedoch von "Ausstoßungslisten"...
Schon seit längerem verwundert es uns in der NB, daß solche
angeblichen Listen nie von jenen vorgelegt werden konnten, die darüber
so selbstsicher schreiben (tatsächlich existieren keine derartigen
Listen). Könnte der Grund dafür sein, daß es sich um lügenhafte
Anklagen handelt, die in einem verwirrten Kopf erfunden wurden und von
Leuten wie Herrn Griess gern geglaubt werden ...?
Punkt 8: "... weil sie wieder
dahingehend indoktriniert werden, sich selbst nichts zu gönnen und
alles erübrigte Geld bei der NB abzuliefern ..."
Dies ist eine interessante Behauptung von Herrn Griess! War er jemals
auf einem unserer Konferenzorte und hat unsere Autos, Wohnwägen usw.
gesehen oder hat er unsere Heime besucht? Sieht er nicht, daß diese
Behauptung ein Widerspruch in sich selbst ist? Meint Herr Griess, daß
wir das an die Gemeinde abliefern, was uns übrigbleibt, nachdem wir uns
sowohl Häuser, Hütten, Boote, Autos, Essen, Kleider, Reisen, Wohnwägen,
Reisen zu anderen Gemeinden (er beschuldigt uns ja, daß wir so viel
reisen!), Urlaub usw. geleistet haben?
Wenn er das mit seiner Aussage gemeint hat, dann wird jeder,
der die NB etwas besser kennt, wissen, daß wir große Investitionen in
unsere Konferenzorte und lokale Gemeinden vornehmen. Diese Gelder
werden als freiwillige Spenden von uns in der NB gegeben. Wir haben
keinerlei Mitgliedsbeiträge, auch keine Lehre vom "Zehnten" (wie es in
vielen religiösen Gruppen der Fall ist) oder irgendwelche andere Formen
von Spendenpflicht, aber das, was wir geben, geben wir gerne und
vollkommen freiwillig. Daß so etwas möglich ist, scheint für Herrn
Griess offenbar nicht faßbar zu sein!
Die Behauptungen des Herrn Griess bezügl. dieser angeblichen
"Indoktrination" sind geradezu lächerlich und primitiv! In diesen
Ausdruck scheint Griess verliebt zu sein, da er ihn bei jeder
(un)passenden Gelegenheit verwendet. Für jeden kritischen Beobachter
ist es dennoch offensichtlich, daß Griess mit pseudowissenschaftlichen,
niedrigen Methoden der Verhetzung und Verleumdung arbeitet, die auf
bedenkliche Weise an das Dritte Reich gemahnen!!
Punkt 9: "Offensichtlich betrachtet es die NB nicht als Fanatismus, wenn:
- Aufgerufen wird, Abtrünnige zu ermorden
- Aufgerufen wird, alle Kirchen niederzureißen
- Lieder, wie der beiliegende "Schlachtgesang" gesungen werden"
Wir müssen Herrn Griess darüber aufklären, daß wir in der NB
die oben erwähnten Aussagen nicht nur als Fanatismus, sondern als
gröbste Gottlosigkeit und Verwerflichkeit betrachten.
Selbstverständlich wurde in der NB niemals und wird auch in
Zukunft niemals zu solch wahnsinnigen Dingen aufgerufen! Wir fragen
Herrn Griess: Wo sind die Ermordeten, wo sind die umgestürzten
Kirchtürme?
Im übrigen bedient sich Herr Griess bei seiner jahrelangen
Hetzaktion gegen die NB immer wieder der gleichen unlauteren Methode:
Er sucht weltweit nach irgendwelchen negativen Aussagen, Bemerkungen
oder Handlungen einzelner "Norweger". Meint er etwas gefunden zu haben,
reißt er einige wenige Worte aus "Reden" oder "Liedern" aus dem
Zusammenhang, verdreht den Sinn und hat wieder einen "Beweis" für seine
Verleumdungen bzw. einen schrecklichen Lehrsatz der NB entdeckt!
Inzwischen glaubt er fest an seine eigenen Lügen und
Phantasiegebilde. Würden wir zum Beispiel so vorgehen, wie Herr Griess,
was für ein Bild müßten wir dann von der Kirche zeichnen, der er
angehört (er bezeichnet sich selbst als praktizierenden Katholiken)?
Beinahe täglich lesen wir in den Zeitungen von Mördern,
Brandstiftern, Kinderschändern, Dieben usw. Viele von ihnen sind
"katholisch" wie Herr Griess. Viele "Katholiken" sagen dies oder jenes,
rufen zu diesem und jenem auf. Sollen wir jetzt - wie Herr Griess -
überall verkünden: Da haben wir es, alle Katholiken sind ...
Wir würden es niemals wagen, so unseriös vorzugehen, weil wir
wissen, daß selbstverständlich viele gläubige Katholiken aufrechte und
anständige Menschen sind. Könnte Herr Griess nicht etwas von uns
lernen?
Ein weiteres Exempel: Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers
6 sagt Jesus folgende bekannte Worte: "Wer aber einen dieser Kleinen
(hier spricht Christus von einem Kind), die an mich glauben, zum Abfall
verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals
gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist."
(Bibelzitat Ende). Würde es Herr Griess wagen zu behaupten, daß
Christus hier "zum Mord aufruft"??
Leider arbeitet er tatsächlich mit solch irrwitzigen Methoden.
Irgendein "Norweger" hat in Anlehnung an dieses Bibelzitat in
irgendeiner Versammlung in einem privaten, persönlichen Beitrag eine
Bemerkung gemacht, die Herr Griess und seine "Freunde" nun als
angeblichen "Aufruf zum Mord an Abtrünnigen" umkonstruieren und
weltweit als NB-Lehrsatz verbreiten.
Genauso wenig kann die NB für alles verantwortlich gemacht
werden, was einzelne sagen, die vielleicht irgendwann einmal mit uns in
Kontakt waren! Herrn Griess Vorwürfe unter Punkt 9 entbehren jeder
Grundlage und haben mit der Lehre und Lebenspraxis der NB nichts zu
tun!
Auch der angeführte "Schlachtgesang" steht in keinem Liederbuch
der NB und ist keinesfalls repräsentativ für die NB, wie auch wohl
nicht alle Lieder, die von Protestanten oder Katholiken gesungen
werden, für die jeweilige Glaubensgemeinschaft repräsentativ sind?
Warum zitiert Herr Griess nicht einige von den über 500 Liedern, die in
unseren Liederbüchern stehen und für die Lehre der NB repräsentativ
sind? Unsere Liederbücher können von jedem gekauft werden!
Im übrigen sind für jeden "Insider"(auf christlichem Gebiet) zwei Faktoren vollkommen klar durchschaubar und bekannt:
a) Auch die Bibel selbst und viele Lieder beider großen
Konfessionen haben als Ausdruck des "inneren Kampfes" zwischen "Gut und
Böse" oft eine sehr metaphorische Sprache mit vielen solchen Ausdrücken
wie "Kampf", "Krieg", "Schlacht", "Kämpfen bis aufs Blut" usw. Man
vergleiche etwa die "Gleichnisse" bzw. Ausdrucksweise des Apostels
Paulus, z.B. "Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf
gegen die Sünde" / Hebräer 12, Vers 4 oder "Leide mit als ein guter
Streiter Christi Jesu. Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich
nicht...Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er
kämpfe denn recht."/2. Timotheus 2, Vers3-5 u. v. andere, ähnliche
Bibelstellen!
Man vergleiche auch die Lieder Martin Luthers bzw. diverse
"Kampflieder" im Evangel. Kirchengesangbuch: "Kämpfe bis aufs Blut und
Leben" und "Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an" (Lied
521, Strophe 3 u.5.) oder "Gedenke, daß du zu der Fahn des Feldherrn
hast geschworen" (Lied 253, Strophe 3) oder "...nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib, laß fahren dahin!...das Reich muß uns doch
bleiben." (Lied 201, Strophe 4). Alle diese Ausdrücke sind
selbstverständlich "geistlich" und im übertragenen Sinne zu verstehen,
nur ein heimtückischer, boshafter Mensch wird daraus etwas Verkehrtes
machen und als Anklage gegen gläubige Menschen verwenden.
b) Eine andere Tatsache ist, daß die Zierde der Jugend ihre
"Kraft" ist und selbstverständlich auch die Jugendlichen in der NB ihre
"Sturm- und Drangphase" durchmachen und ab und zu kraftvolle Lieder
dichten, die im kleineren Kreis gesungen werden (wohlgemerkt beziehen
sich jedoch auch hier alle "kriegerischen Metaphern" - so wie in vielen
"Kirchenliedern" und Hunderten von Bibelstellen - auf den Kampf des
Menschen gegen die inneren Untugenden wie Neid, Haß, Ungeduld usw.).
Wer wollte der Jugend das verbieten? Dennoch sind die Verantwortlichen
in der NB sehr vorsichtig, welche Lieder dann tatsächlich in das
offizielle Liederbuch der NB übernommen werden, und hier können wir
beweisen, daß das von Herrn Griess zitierte Lied (der "Schlachtgesang")
eben nicht von der NB gutgeheißen wurde und deshalb NICHT in unserem
Liederbuch aufscheint, weder in der norwegischen noch in der deutschen
Ausgabe!!
Wieder müssen wir feststellen: Das ständige Operieren mit Halb- und
Unwahrheiten macht Herrn Griess leider zu einer wenig
vertrauenswürdigen Person!.
Punkt 10: "In den letzten Jahren ein
"Erweckungsstil" kreiert wurde, bei dem die zum Hitlergruß erhobene
Hand und lautes Schreien der Beweis für die "rechte" Gesinnung sind."
Herrn Griess Behauptung bezügl. der angeblichen Verwendung des
"Hitlergrußes" in der NB ist so absurd und beleidigend, daß wir uns das
Recht vorbehalten, diesbezügl. geeignete rechtliche Maßnahmen zu
ergreifen. Ist es nicht strafbar, fortwährend Beschuldigungen und
Verleumdungen solcher Art gegen eine kleine Gruppe von unbescholtenen
Personen zu verbreiten?
Die NB distanziert sich auf das schärfste von jeglichem Gedankengut und allen Ritualen nationalsozialistischer Prägung!!
Wir wollen Herrn Griess daran erinnern, daß es bes. in
Deutschland viele große Gemeinden der NB gibt, die alle ernste Probleme
bekommen würden, wenn diese Behauptung wahr wäre. Herr Griess kennt
wohl die deutschen Gesetze?
Ein weiteres Faktum ist, daß sowohl in Norwegen als auch in
anderen europäischen Ländern viele von der NB aktiv am Kampf gegen
Hitler-(Deutschland) teilnahmen. Das wird u. a. in Wort und Bild in
mehreren norwegischen 50-Jahres-Jubiläen beschrieben, die anläßlich der
Befreiung Norwegens herausgegeben worden sind.
Gleichzeitig ist es eine Binsenweisheit und auch als biblischer
Brauch allgemein bekannt, daß es in christlichen Kreisen durchaus
üblich ist, die Hände während eines Lobgesanges bzw. während des Gebets
zu heben. Muß man nicht beinahe schon von einer "krankhaften" Phantasie
sprechen, wenn jemand in böswilliger Absicht daraus den "Hitlergruß"
konstruiert?? Im übrigen kommt das begeisterte Heben der Hände ja auch
bei vielen anderen Anlässen vor, z.B. während eines Fußballspieles, bei
Rockkonzerten, Sportveranstaltungen usw., ohne daß man deshalb so
groben und bösartigen Beschuldigungen ausgesetzt wird, wie die NB durch
Herrn Griess.
Daß der Beweis für die "rechte" Gesinnung angeblich "lautes
Schreien" sein soll, würde bedeuten, daß wir in der NB eine Menge
schreiender Personen sind! All das ist uns unbekannt, Herr Griess läßt
seiner Phantasie wirklich freien Lauf...
Punkt 11: "Die 'Gesetzestreue' und
'Vaterlandsliebe' der NB sieht so aus, daß man davon abgehalten wird,
sein Wahlrecht auszuüben..., daß man keiner Gewerkschaft und keinem
Sportverein beitreten darf."
Als einziger "Beweis" für diese Behauptung dient Herrn Griess die
angebliche Aussage seiner Tochter Wiltrud. Nun können wir jedoch durch
die in den Gemeinden bzw. Magistraten aufliegenden Wählerevidenzlisten
leicht beweisen, daß wohl die allermeisten in der NB selbstverständlich
regelmäßig an den Wahlen teilnehmen (auch in den diversen Wahllokalen
werden genaue Listen geführt, welche Ortsbewohner von ihrem Wahlrecht
Gebrauch machen )!! Niemand wird davon abgehalten! Herr Griess reiht
Lüge an Lüge, wir können auch hier das Gegenteil beweisen!
Zum einen ist es so, daß sowohl die Teilnahme an der Wahl
(außer bei Pflichtwahlen) als auch die Mitgliedschaft bei Sportklubs
und Gewerkschaften freiwillig ist. Zum anderen hat Herr Griess leider
wiederum nur die (angebliche) Aussage seiner Tochter Wiltrud. Wir
anderen in der NB kennen keinerlei derartige Verbote. Wie bereits
erwähnt, geben wir als GEGENBEWEIS zu diesen Lügen demnächst eine
Broschüre über die tatsächliche Wirksamkeit vieler Mitglieder der NB in
diversen Vereinen, Sportclubs und staatlichen Organisationen im In- und
Ausland heraus!
Punkt 12: "In Norwegen wurde der
größte Bankskandal in der Geschichte des Landes von Pål Jarle
Svendsrud, einem prominenten Mitglied der NB angezettelt, und
ungesetzliche Grundstückstransaktionen sowie ebensolche Bauvorhaben
wurden von der NB getätigt."
Es waren sicherlich bedeutend größere Bankskandale in Norwegen als der,
von dem Herr Griess hier spricht, aber es ist richtig, daß Pål Jarle
Svendsrud in eine große Betrugssache involviert war, für die er auch
verurteilt wurde. Daß Herr Griess unzählige Artikel bezüglich dieses
Falles vorlegen kann, bezweifeln wir nicht. Wie alle anderen
ordentlichen Staatsbürger verurteilen wir diesen Betrug und
distanzieren uns von jeder kriminellen Handlung, einschließlich dieser.
"Pål Jarle Svensrud,...einem prominenten Mitglied der NB ..."
Es tut uns leid für Herrn Griess! Er ist offenbar nicht dazu
imstande, auch nur einen einzigen Satz mit echtem Wahrheitsgehalt zu
schreiben. Die Wahrheit ist, daß die Frau von Pål Jarle Svendsrud in
der NB war und noch immer ist. Er selbst nahm durch Jahre hindurch
NICHT an unseren Versammlungen teil und gehörte auch sonst keineswegs
zur NB (die einzige Ausnahme war das eine oder andere Weihnachtsfest,
an dem er gemeinsam mit seinen Kindern teilnahm). Pål Jarle Svendsrud
war nie und ist in keiner Weise ein prominentes oder hervortretendes
Mitglied in der NB.
Daß er sich später (nachdem der Betrug bekannt geworden war) zu
Gott bekehrt und seine Tat bereut hat, ist wohl auch für Herrn Griess
ein Grund zur Freude? Oder ist in seinem Glaubensverständnis kein Raum
für einen Sünder, der umkehrt und bereut...?
"... und ungesetzliche Grundstückstransaktionen sowie ebensolche Bauvorhaben wurden von der NB getätigt."
Wir müssen Herrn Griess wieder enttäuschen! Die NB wurde zwar
tatsächlich diverser Dinge beschuldigt, es gab große
Zeitungsüberschriften in der norwegischen Presse (wir sind davon
überzeugt, daß Herr Griess diese Artikel besorgen und vorzeigen kann),
die Sache wurde jedoch eingehend im norwegischen Ministerium für
Landwirtschaft geprüft, mit dem Ergebnis, daß alles korrekt und
vollkommen in Ordnung ist. Es hat sich also gezeigt, daß es falsche
Anschuldigungen waren. An dieser Tatsache hatte die Presse nicht so
großes Interesse, wie an den falschen Beschuldigungen, und deshalb ist
uns nur eine kurze Notiz im "Tønsberg Blad" bekannt, das darüber
berichtet hat. Falls Herr Griess von dieser Notiz keine Kopie hat, kann
er eine von uns erhalten. Zusätzlich haben wir selbstverständlich die
Bescheide vom Ministerium für Landwirtschaft, die die korrekte
Vorgangsweise und absolute Seriosität der NB bestätigen.
Daß Herr Griess eine in der Zeitung erschienene Beschuldigung
als Tatbestand hinnimmt, zeigt entweder seine Unseriosität aufgrund
seiner Unwissenheit oder es zeigt seine Bosheit, indem er versucht, aus
Recht Unrecht zu machen!
Punkt 13: "Der ehemalige Sprecher der NB, Borgar Brubakken, rühmte sich sogar öffentlich, daß er "Ungesetzlichkeiten" begangen habe."
Wir müssen Herrn Griess gratulieren und sind erstaunt über sein Wissen!
Er hat sogar mitbekommen, wer der frühere Pressesprecher der NB in
Norwegen war. (... aber offensichtlich nicht, wer damals ebenfalls und
zwar der hauptverantwortliche Pressesprecher der NB war und jetzt noch
ist!).
Warum setzt Herr Griess das Wort "Ungesetzlichkeiten" unter
Anführungszeichen? Wir würden gerne seine Beweise für diese Behauptung
sehen.
Weiter unten auf Seite 2 kommt Herr Griess mit einigen "Geschichten",
die in unseren Augen vollkommen verrückt sind. Die meisten Jugendlichen
unter uns wählen die eine oder andere Ausbildung, oft eine Hochschul-
oder Universitätsausbildung.
Punkt 14: "Bezüglich des Falles der
Medizinstudentin Kathrin Köberl...,daß die Darstellung nicht objektiv
ist...wie Kathrin...psychisch verwahrloste und schließlich...das
Studium aufgeben sollte, um nach Norwegen an einen Mann verheiratet zu
werden, den sie kaum kannte..."
Zuerst verweisen wir auf unsere diesbezügl. Ausführungen auf Seite 1 /
vorletzter Absatz des beigelegten Briefes. Weiters stellen wir fest:
Das erwähnte Gerichtsurteil widerlegt eindeutig die Behauptungen von
Herrn Griess über diesen Fall und entlarvt seine obigen Aussagen über
Dr. Kathrin Espegard, geb. Köberl, wiederum als freche, unverschämte
Lügen. Der Fall ging 7 Jahre lang in zwei Rechtsgängen durch alle
Instanzen bis zum OGH und wurde am 19.6.1992 endgültig mit der
Verurteilung aller Angeklagten abgeschlossen. Die von Griess erwähnte
"Urteilsbegründung" widerlegt sozusagen generell seine vielen
Hetzbriefe und negativen Behauptungen über die NB:
Einige Passagen aus der Urteilsbegründung des Aktes 6 Vr 2407/87 des Landesgerichtes für Strafsachen Graz vom 19. Juni 1992:
Seite 26/27: "...zumal die Vorgangsweise gegenüber der Kathrin
Espegard ja einer Hexen- oder Teufelsaustreibung des Mittelalters nur
mit verfeinerten Methoden gleichkam" (also keine harmlose Tat, wie Herr
Griess zu suggerieren versucht!)
Seite 17/18/21/22: "Insbesondere zeigte sich bei Kathrin
Espegard keine geistige Rückentwicklung zur Infantilität und
Unfähigkeit, komplizierte Gedankengänge zu erfassen, wie dies von der
Erst- und dem Zweitangeklagten behauptet wurde, und erreichte sie im
progressiv matrices Test ohne Schwierigkeiten 32 Punkte, sodaß keine
Rede davon sein kann, daß es...zu einem intellektuellen Abbau, wie dies
bei Sektenangehörigen oft zu beobachten ist, gekommen ist...Auch das
äußere Erscheinungsbild von Kathrin Espegard war gepflegt, es bestanden
keine Zeichen...für ein überzogenes religiöses Verhalten...und zeigte
sie kein Bild einer bewußtseinsgetrübten Persönlichkeit. Im übrigen
läßt sich schon aus den Erfahrungen des täglichen Lebens der Abschluß
der Matura und des anschließenden Medizinstudiums mit einem Verfall in
geistige Infantilität nicht in Einklang bringen, sondern weisen diese
Tatsachen klar darauf hin, daß ein solcher nicht bestanden haben
kann...Daß ein geistiger Verfall der Kathrin Espegard...vorlag, ist
bereits durch die objektive Tatsache des erfolgreich betriebenen
Medizinstudiums nach den Lebenserfahrungen einerseits und durch das
gerichtspsychiatrische Gutachten betreffend Kathrin Espegard
andrerseits zweifelsfrei widerlegt."
(Obwohl also durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung(!!) die von
Griess behauptete "psychische Verwahrlosung" der Kathrin Espegard
"zweifelsfrei widerlegt" wurde, verbreitet dieser auch nach dieser
Urteilsverkündung weiterhin die grobe Verleumdung, daß Frau Dr.
Espegard durch die Zugehörigkeit zur NB psychisch krank, infantil usw.
geworden sei. In einem Brief vom 4.7.1994 schreibt Herr Griess
neuerlich an eine norwegische Zeitung vom angeblichen "psychischen
Verfall" der Kathrin und daß dieser von Fachleuten angeblich als
"ernste Geisteskrankheit" diagnostiziert worden sei!
Was soll man von der Glaubwürdigkeit dieses Mannes halten, der sich
über alle Rechtsinstanzen hinwegsetzt und gleichsam als "Halbgott"
völlig gesunde Menschen für geisteskrank erklären möchte, um seine
persönlichen Haßgefühle zu befriedigen ??
Seite 29: "Bedenkt man, daß Kathrin Espegard vier Tage
eingesperrt war, während dieser Zeit teilweise durch vollkommen fremde
Personen, nämlich den farbigen Amerikaner Ted Patrick...einem massiven
Gesprächsdruck mit ständiger Argumentation ausgesetzt war, ihr gedroht
wurde, diesen Zustand fortzusetzen, auch wenn es ein Jahr dauert, und
sie in die USA mitzunehmen sowie daß Kathrin Espegard gefesselt,
geknebelt und nachts im gefesselten Zustand an einen ihr unbekannten
Ort verbracht wurde, so erweisen sich diese Handlungen der Angeklagten
im Verhältnis zum angestrebten Zweck, nämlich Kathrin Espegard aus der
von den Familienangehörigen nicht geteilten religiösen Überzeugung
wegzubringen, wohl keineswegs als...angepaßtes Mittel...Die Angeklagten
haben daher tatbestandsmäßig, schuldhaft und rechtswidrig gehandelt und
liegen keine Gründe vor, durch die die Strafbarkeit ihrer
Handlungsweise aufgehoben oder die Verfolgung der Angeklagten
ausgeschlossen wäre."
(Kommentar überflüssig!)
Seite 22: Kathrin Espegard wollte nie ihr "Studium aufgeben" und sollte niemals "an einen Mann verheiratet werden, den sie kaum kannte."
Im Urteil steht diesbezüglich folgendes: "Weiters hat sich die von der
Erstangeklagten behauptete Zwansgverheiratung ihrer Tochter...als
unrichtig herausgestellt, da die Zeugin Dr. Rollet aussagte, Kathrin
Espegard habe sich auf ihre bevorstehende Hochzeit gefreut und habe in
der Ehe mit Herrn Espegard eine gewisse Erfüllung ihres Lebens gesehen,
was bei einer zwangsweisen Verheiratung wohl kaum der Fall gewesen
wäre".
(Herr Griess wagt es, auf Seite 2 zu schreiben, daß man "bezüglich des Falles der Medizinstudentin Kathrin Köberl...nur die Urteilsbegründung zu lesen braucht", um zu erkennen, daß "die Darstellung, wie sie im "Offenen Brief"(der NB) gegeben wird, nicht objektiv ist".
Anschließend schreibt er Punkt für Punkt das Gegenteil von dem, was in
dem Urteil zu lesen ist (also Lüge für Lüge) und von sorgfältigen,
unparteiischen Richtern durch 7 Jahre hindurch erforscht und
schließlich als Wahrheit erkannt wurde!).
Seite 27: Bezüglich der Norweger-Bewegung schreibt das Gericht
in dem rechtsgültigen Urteil folgende Fakten, die wiederum buchstäblich
im Widerspruch zu allem stehen, was Herr Griess über uns behauptet:
"Vollständigkeitshalber wird noch darauf verwiesen, daß das abgeführte
Beweisverfahren keine stichhaltigen Anhaltspunkte dafür erbrachte, daß
die Norwegerbewegung oder einzelne ihrer Mitglieder strafrechtliche
oder verwaltungsrechtliche Tatbestände gesetzt hätten. Die von der
Erstangeklagten seit dem Jahre 1976 gegen Mitglieder der
Norwegerbewegung eingebrachten Anzeigen und Beschwerden an den
Landesschulrat, an die Staatsanwaltschaft, an Ämter und Behörden im
Zusammenhang mit der Tätigkeit für diese religiöse Gruppe erbrachten in
keinem Fall einen strafrechtlichen, verwaltungsrechtlichen oder
disziplinären Tatbestand und wird diesbezüglich unter anderem auf die
von der Staatsanwaltschaft Graz und der Staatsanwaltschaft Leoben
mangels Tatbestandes zurückgelegten Anzeigen 1 St 2877 / 79 und 7 / 6
St 995 / 87 verwiesen. Auch darin spiegelt sich die fixe, affektiv
besetzte überwertige Idee der Erstangeklagten wider, gegen alles, was
mit der Norwegerbewegung zusammenhängt, zu kämpfen.
Kommentar eigentlich überflüssig! Wir weisen nur darauf hin,
daß wir selbstverständlich weitere behördliche Dokumente als Beweise
vorlegen können, in denen die Seriosität, Gesetzestreue und Integrität
der NB bestätigt wird. Von den vielen Dokumenten sei hier nur eines
exemplarisch angeführt, das z.B. die NB-Gruppe in der Steiermark
betrifft, in der auch Frau Dr.Kathrin Espegard beheimatet war (der oben
erwähnte Prozeß spielte sich ja in der Steiermark ab). In dieser Region
ist die NB vereinspolizeilich als "Steirischer Christlicher
Familienverein" gemeldet. Am 7.3.1988 bestätigte die
Bezirkshauptmannschaft Liezen/Expositur Gröbming in einem offiziellen
Schreiben an den Anwalt der NB folgendes Faktum:
"Auf Ihre Anfrage vom 16.2.1988 teilen wir mit, daß Erhebungen geführt
und dabei festgestellt wurde, daß seit 1962 betreffend des Steirischen
Christlichen Familienvereines bei unserer Behörde keine Beschwerden
einlangten und andererseits bei der Behörde nichts Nachteiliges gegen
die derzeitigen Mitglieder des gegenständlichen Vereines bekannt ist.
Mit freundlichen Grüßen. Der Bezirkshauptmann.
Dieses Dokument einer staatlichen Verwaltungsbehörde wurde im
übrigen offiziell in der oben beschriebenen Gerichtssache vorgelegt und
u.a. als Beweis für die Integrität der NB anerkannt. Ähnliche Schreiben
gibt es von den damaligen Bürgermeistern jener Orte der Obersteiermark,
in denen Mitglieder der NB wohnhaft und wirksam waren und sind.
Wie wir weiter oben bewiesen haben, interessiert sich Herr Griess nicht
für die Meinungen und Aussagen staatlicher Behörden und beschreibt uns
- grob ausgedrückt - in böser Absicht als einen "Haufen von Betrügern,
Psychopathen und arbeitsunfähigen Menschen", und dies nur, weil wir ein
anderes theologisches Verständnis, eine andere Weltanschauung als er
vetreten und seine Tochter vor dem Selbstmord gerettet haben!! Ist
nicht vielmehr dieser Mann mit seiner ungehemmten Vernichtungs- und
Verleumdungswut (und nicht die NB!) eine Gefahr für Staat und
Gesellschaft??
Daß Herrn Griess das oben zitierte Gerichtsurteil unangenehm
ist und er sich deshalb über alle Behörden, Rechtsinstanzen und sogar
über den Obersten Gerichtshof hinwegsetzt, zeigt, daß wir hier mit
einem Mann konfrontiert sind, der in keinerlei Weise daran interessiert
ist, etwas anderes als seine eigene Meinungen und Gedanken zu
akzeptieren. Für die tatsächlichen Verhältnisse und nachprüfbaren
Fakten interessiert er sich offensichtlich nicht. So eine Person ist in
unseren Augen unseriös!
Seite 3
Punkt 15: " ... mittels
fundamentalistisch interpretierter Bibelworte ("Du mußt deine Eltern
hassen!") gegen die Eltern bis zu Tätlichkeiten aufgehetzt, ..."
Herr Griess weiß genau, daß die NB bekannt für ihre großen
kinderreichen Familien ist. Es ist erstaunlich, daß im großen und
ganzen nur Herr Griess Probleme mit seiner Wiltrud hat. Was hätten wohl
Polizei, Fürsorge, Krankenhäuser usw. unternommen, wenn die
Beschreibungen von Herrn Griess typisch für die NB wären? Seine
Phantasie hat Herrn Griess aufs neue einen Streich gespielt.
Punkt 16: "... vom Absolvieren einer ihren Anlagen entsprechenden Ausbildung abgehalten ..."
Der ganze Abschnitt ist freie Erfindung bzw. gezielte Bosheit!
Jeder Mensch mit verhältnismäßig intakten Wahrheitsbegriffen könnte
dies jederzeit feststellen. Es würden auch weit mehr Personen als nur
Herr Griess und seine Freunde darauf reagieren, wenn diese
Anschuldigungen wahr wären. Daß Herr Griess die NB mit den Zeugen
Jehovas oder der Mun-Sekte auf eine Stufe stellt, zeigt einmal mehr
seine Inkompetenz auf diesem Gebiet.
Punkt 17: "Ich will niemanden in seiner bürgerlichen Existenz schädigen ..."
Genau das tut Herr Griess seit vielen Jahren. Wir besuchen
freiwillig unsere Versammlungen, wir sind etwa 30 000 Personen in mehr
als 40 Ländern. Kaum hört Herr Griess irgendetwas Negatives von einer
dieser Personen, reagiert er sofort: "Seht her, das ist die NB!" Daß
dies jedem einzelnen von uns schadet und absolut unseriös und gehässig
ist, wird jeder vernünftige Mensch verstehen.
Punkt 18: "Jede der von mir
aufgestellten Behauptungen ist wahr und ich kann für alles Beweise
vorlegen. Ich werde daher keineswegs aufhören, diese Dinge zu sagen."
Nun hat ja Herr Griess einiges zu tun, um z.B. die Beweise für Kåre
Smiths Konkurs und für alle anderen Behauptungen vorzulegen. Mit großer
Spannung und Interesse erwarten wir das Ergebnis seiner Recherchen.
Verstehen wir Herrn Griess richtig? Wird er damit aufhören,
seine verlogenen und falschen Dinge zu behaupten, wenn er keine Beweise
vorlegen kann? Das würde Ihm sicher zur Ehre gereichen.
Inzwischen werden wir auf alle unwahren Aussagen bezüglich der
NB antworten, die uns von ihm zu Ohren kommen. Dies nur zu seiner
Information.
Punkt 19: "... wenn jemand, der sich
bekehrt hätte, auch nur ein einziges Mal gegen sein Gewissen handle,
dann sei der für ewig verdammt und auch Gott selbst könne ihn nicht
mehr retten (!)."
Wieder eine Behauptung, die völlig aus der Luft gegriffen und in böser
Absicht gegen die NB verwendet wird. Die NB kann selbstverständlich
nicht für all das verantwortlich gemacht werden, was Wiltrud jemals zu
ihrem Vater gesagt hat. Obiger Satz war niemals und wird auch niemals
die Lehre der NB sein.
Seit Jänner 1912 gibt die NB ihr Monatsblatt "Skjulte Skatter"
heraus. Seit Jahren gibt es das Blatt unter anderem auf französisch,
deutsch, holländisch, ungarisch, spanisch, englisch und südafrikanisch.
Hier gäbe es für Herrn Griess genug Quellen, um auf unsere Lehre
hinweisen zu können. Daß er zur Beweisführung immer wieder die Aussagen
seiner Tochter anführt, ist geradezu lächerlich.
Punkt 20: "Daraus geht nun klar hervor,
daß die Behauptungen , die Dr. Koller sowohl der Ärztekammer als auch
hier im "Offenen Brief" auftischte, völlig unwahr sind.
Herr Griess setzt sich nicht nur über alle Österreichischen
Gerichtshöfe hinweg, er mißachtet auch alle anderen amtlichen und
behördlichen Untersuchungsergebnisse, die ihm nicht zusagen. Vielleicht
ist es doch nicht so verwunderlich, daß er von der Ärztekammer
abgewiesen wurde?
Im Freispruch der Ärztekammer für Herrn Dr. Koller kann man wörtlich
nachlesen: "Der vorgenannte Sachverhalt gründet sich auf die
glaubwürdigen Angaben des Disziplinarbeschuldigten vor dem
Untersuchungsführer und der Disziplinarkommission" (die Untersuchung
fand übrigens unter dem Vorsitz eines OGH-Richters statt!).
Hält sich Herr Griess für das Maß aller Dinge, weil es für ihn
ganz unvorstellbar ist, daß nicht er, sondern Dr. Koller von einem
unabhängigen Gericht für glaubwürdig gehalten wurde?
Punkt 21: "Daß Psychiater, die von den
Mechanismen der Sektenindoktrination nichts verstehen, falsche
Diagnosen stellen können, ist eine traurige Tatsache."
Es wird immer lächerlicher. Herr Griess setzt sich nicht nur über
öffentliche Rechtsinstanzen, den OGH sowie die Ärztekammer hinweg,
sondern auch über die Psychiater. Leider können wir diesen Mann nicht
mehr ernst nehmen.
Soweit wir wissen, haben die "Informationen" des Herrn Griess
auch auf die Vorgesetzten von Herrn Dr. Koller keinen nennenswerten
Eindruck gemacht - was wir gut verstehen können.
Und die Homöopathen verstehen wohl auch nichts? Nein, so kann
es mit einem gehen, wenn man sich nicht an die Wahrheit hält. Dann
endet man unter Umständen wie Herr Griess: selbsternannter und dennoch
"allwissender" Psychiater, Gerichtsmediziner, Richter, Sektenexperte,
Homöopath, Theologe - alles vereint in einem Manne, der in Wirklichkeit
- wie er selbst wörtlich auf Seite 4 sagt - "in der Hierarchie" seiner
"Firma ganz unten" ist und "nur Vorgesetzte und keine Untergebenen"
hat.
Wäre da nicht etwas mehr Bescheidenheit und Besonnenheit angebracht?
Seite 4
Punkt 22: "(sie brauchte sie ohnehin nicht mehr, denn nach der Meinung der NB sind "alle Künstler moralisch minderwertig")."
Wenn nun das, was der Vater von seiner Tochter zitiert, genauso
verlogen ist wie das, was Herr Griess über uns erzählt, bleibt
logischerweise nicht mehr viel übrig, was man ernst nehmen kann.
Wir verachten keine Künstler, weder innerhalb noch außerhalb
der NB! Hat Herr Griess z.B. die von J. O. Smith und seiner Tochter
Rakel angefertigten Gemälde gesehen? Hat er die Gipsbüste von J. O.
Smith gesehen, oder etwa sein Gemälde von der "Wurzel Davids", das nach
einer Bibelstunde auf eine Aufforderung von Elias Aslaksen hin gemalt
wurde? Kennt er die Malerei von Brunstad, und vieles mehr; alles von
künstlerisch begabten Freunden aus der NB gemacht.
Weiß Herr Griess, daß z.B. Eva Stadven (nun Eva Nielsen) 1966,
im Alter von 8 Jahren, den 1. Preis in Gesang und Musik der Pianisten
eines norwegischen Jugendwettbewerbs gewann. Ein Jahr später gewann sie
die norwegische Jugendmeisterschaft im Klavierspielen in der Klasse der
9-11jährigen. Heute leitet sie eine eigene Musikschule sowie einen
Musikkindergarten. Sie genoß eine Universitätsausbildung und bestand
ihr letztes Examen, nachdem sie Ihr 6. Kind bekommen hatte.
Hat Herr Griess nicht auf Seite 3 seiner Stellungnahme
behauptet, daß Frauen und Jugendliche "vom Absolvieren einer ihren
Anlagen entsprechenden Ausbildung abgehalten und auf Jahre hinaus
psychisch unfähig gemacht" werden, "auch nur einen einfachen Beruf
auszuüben". Eva S. Nielsen hat heute 9 Kinder und ist noch immer in
ihrem Beruf tätig.
Wir wollen gleichzeitig darauf hinweisen, daß gerade Gesang und
Musik unter uns einen großen Stellenwert haben und viele in der NB eine
höhere musikalische Ausbildung (auch Universitätsausbildung) vorweisen
können.
Das waren nur einige Beispiele, es gäbe noch unzählige andere!
Punkt 23: "Natürlich hat man Frau Strauß
Hägele nicht versucht zu bekehren und sie teilnehmen lassen ... Freunde
von uns wurden jedoch ... nicht mehr eingelassen."
Es sieht so aus, als ob es Herrn Griess bedauern würde, daß Frau
Strauß-Hägele positiv über uns schreibt. Wir ersuchen Herrn Griess zur
Kenntnis zu nehmen, daß die Wahrheit durchaus positiv sein kann, selbst
wenn es die NB betrifft!
Wenn wir sehen, wie Herr Griess und seine Freunde die Wahrheit
verdrehen und bewußt Lügen über uns verbreiten, und darüber hinaus
sagen, daß sie nicht damit aufhören werden, dürfte es ihn nicht
wundern, daß solche Personen nicht in unseren Versammlungen erwünscht
sind.
Punkt 24: "Vati, du denkst ja doch nur an deine Karriere."
Wir wollen uns nicht in Wiltrud Griess' Meinung über ihren Vater
hineinmischen. Der Vollständigkeit halber wollen wir festhalten, daß es
zahlreiche Personen in hohen, verantwortungsvollen Stellungen in der NB
gibt - sowohl innerhalb der öffentlichen Verwaltung als auch in der
Privatwirtschaft. Auch wenn Herr Griess nicht registriert hat, daß
Svein Kronstad unseren "Offenen Brief" unterschrieben hat, nehmen wir
doch an, daß er gesehen hat, daß viele andere Unterzeichnende
wesentlich weiter in Ihrer Karriere gekommen sind als Herr Griess
selbst (laut seiner eigenen Aussage in seiner Stellungnahme auf Seite
4).
Punkt 25: Betreffend der Altkleider, die zum Roten Kreuz gegeben werden sollten.
Dieser ganze Abschnitt ist eine freie Erfindung in typischer
Griess-Manier. Wieder hat er irgendwelche "norwegischen Freunde" die
irgendein "Märchen" berichteten. Wir haben in diesem Schreiben bereits
mehrere konkrete Namen von "Norwegern" in Österreich genannt, die in
Ihrer Freizeit unentgeltlich und zum Teil äußerst intensiv beim Roten
Kreuz tätig sind.
Zweifelsohne geben viele in der NB auch dem Roten Kreuz ihre
Altkleider. Darüber hinaus haben wir in unserem "Offenen Brief" auf
Seite 6 auf unsere umfangreichen humanitären Hilfsaktionen hingewiesen:
Tausende Kleiderpakete nach Südamerika, Tonnen von Hilfsgütern wie
Medikamente, Kleider und Schuhe, Nahrungsmittel usw. in die GUS-Staaten
u.v.m.
Anscheinend kann oder will Herr Griess diese Tatsachen nicht
wahrhaben und auch nicht überprüfen, um mit seinen Lügen aufzuhören!
Die weiteren Aussagen auf Seite 4 sind lächerlich, niveaulos und widersprechen vollkommen der Lehre und Praxis der NB.
Seite 5
Punkt 26: "... widerlegt die NB selbst dadurch, daß sie den jungen Menschen von akademischer Ausbildung im allgemeinen abrät.
Eine kleine Untersuchung durch Herrn Griess würde seine
Behauptung schnell widerlegen. Herr Griess verwechselt ständig die
Begriffe "Behauptung" und "Beweis": Wer hat wem von welchem Studium
abgeraten? Bitte Namen und Fakten!
Punkt 27: "Schüler aus der NB wurden
mir von ihren Lehrern als sehr brav, aber wenig kreativ und bisweilen
brutal geschildert. Das ist kein Wunder, denn schon Kleinkinder werden
unbarmherzig geprügelt, um ihnen den angeblich von Satan stammenden
Eigenwillen auszutreiben."
Wie kann sich Herr Griess die Kombination von "brav" und "brutal"
vorstellen? Könnte er dies etwas näher erläutern ...? Eine andere
Frage: Welchen Einfluß hat die katholische bzw. evangelische Lehre auf
die Kinder? Es ist allgemein bekannt, daß die Brutalität und
Bereitschaft zur Gewalt an den Schulen ständig zunimmt. Kann man die
unerforschliche Logik des Herrn Griess auch auf dieses Phänomen
anwenden?
Wer in der NB behauptet, daß der Eigenwille von Satan stammt?
Die NB distanziert sich mit aller Entschiedenheit von jeglicher Art der
Kindesmißhandlung, Prügelei von Kleinkindern u. ä. Unsere Kinder sind
durchwegs frei, offen, kontaktfreudig und keineswegs das Produkt einer
gewalttätigen Erziehung. Dieses Faktum wird sogar von namhaften
Fachleuten in wissenschaftlichen Untersuchungen über die NB
festgehalten!!
Will Herr Griess wirklich behaupten, daß eine (angebliche und
im übrigen nicht bewiesene) Erklärung von W. Hufen in einer Versammlung
mit der Lehre der NB gleichzusetzen ist?
Ganz im Gegenteil: Wir können Herrn Griess mitteilen, daß es
sehr wohl Menschen in der NB gegeben hat, die sogar Bücher darüber
schreiben wollten, wie wichtig es sei, Kinder zu züchtigen. Weil nun
die NB von Anfang an die Herausgabe solcher Bücher ganz entschieden
abgelehnt hat, da sie in KEINER WEISE mit unserer Auffassung und
Überzeugung übereinstimmen, wurden diese Personen beleidigt und haben
die NB verlassen. Ob nicht eben dieselben Personen jetzt in Herrn
Griess's Bekannschafts- und Freundeskreis zu finden sind?
Punkt 28: "Ich habe jahrelang niemals
von mir aus eine Kontroverse begonnen, es war immer meine Tochter, die
mich über die "Wahrheit" belehren wollte, wie sie es z.B. kurz vor
Weihnachten 1985 tat."
Wir sind wirklich beeindruckt von Herrn Griess. Er muß ein
phantastisches Gedächtnis haben! Es ist nicht jedem vergönnt, so ein
"Superhirn" zu besitzen, daß er ein Gespräch, das vor ca. 10 Jahren
stattgefunden hat, wortwörtlich unter Anführungszeichen wiedergeben
kann.
Außerdem sind wir sehr erstaunt, daß Herr Griess eine
Konfliktsituation, die sich eindeutig zwischen ihm und seiner Tochter
abgespielt hat, freiwillig in aller Öffentlichkeit breittreten will.
Zu seiner Aussage, daß er nie eine Kontroverse von sich aus
begonnen habe, muß gesagt werden, daß es zumindest eine Ausnahme gibt:
nämlich die Kontroverse über die NB. In dieser Angelegenheit hat Herr
Griess nun seit ca. 12 Jahren so lange kontroversiell gearbeitet und
diskutiert, daß wir uns jetzt gezwungen sehen, zu antworten.
Wir wundern uns sehr darüber, daß Herr Griess die Schwächen
seiner Tochter so rücksichtslos entblößt, da uns kein ähnlich
gelagerter Fall bekannt ist und ein solches Benehmen wie bei Wiltrud
Griess vollkommen fremd ist. Wir ersuchen Herrn Griess, nicht alle
anderen Menschen mit den innerfamilären Schwierigkeiten zu plagen, die
er mit seiner Tochter Wiltrud hat.
Punkt 29: " ... daß es sich um ein krankhaftes Bemühen handelt, die anderen zur eigenen Überzeugung zu bekehren, ..."
Was sollen wir zu all den Familien sagen, in denen nur ein
Elternteil in der NB ist, und das Ganze doch ohne jene Schwierigkeiten
funktioniert, die Herr Griess hier beschreibt? Vielleicht hat die
Tochter Ihrem Vater gegenüber diesen Wunsch ausgedrückt - wofür wir
auch ein gewisses Verständnis haben, wenn wir sehen, wie Herr Griess
arbeitet. Auf keinen Fall hat die Tochter irgendeinen "Auftrag" dazu
von der NB bekommen.
Wir stellen nochmals fest, daß Herr Griess absolut daran
interessiert ist, seine Tochter bloßzustellen, indem er darauf
hinweist, daß sie unter dem gleichen krankhaften Drang leidet, den wir
von ihm seit ca. 12 Jahren erlebt haben und den wir zu verbergen
suchten. Der Leser möge selbst urteilen: Muß das ständige Bemühen des
Herrn Griess, alle Welt davon zu überzeugen, daß eine seriöse,
familienbewahrende Glaubensgemeinschaft ein staatsgefährdender
destruktiver Kult von psychisch kranken Menschen ist, nicht ebenfalls
als "krankhaft" bezeichnet werden??
Seite 6
Punkt 29A: "Ich halte daher meinen
Vorwurf, meine Tochter (und auch viele andere Menschen) seien durch die
Machenschaften der NB psychisch schwer geschädigt worden, in vollem
Umfang aufrecht."
Was seine Tochter betrifft, verweisen wir nochmals auf das eindeutige
Urteil der Ärztekammer, dem zu entnehmen ist, daß Wiltrud Griess
bereits schwer krank und selbstmordgefährdet war, als sie mit der NB in
Verbindung kam.
Was die "vielen anderen Menschen" betrifft, die angeblich von der NB
schwer geschädigt worden sind, machen wir Herrn Griess darauf
aufmerksam, daß er für diese freche, unwahre und kriminelle Behauptung
zur Rechenschaft gezogen werden wird.
Punkt 30: "Doch auch Terroristen oder
bosnische Serben meinen wohl, eine gute Sache zu vertreten. Trotzdem
muß man versuchen, potentielle Opfer vor ihnen zu schützen."
Wir "beugen uns in den Staub" vor den unglaublichen Vergleichen des
Herrn Griess. Hier setzt er eine ganze Volksgruppe (nämlich die
Bosnischen Serben) pauschal den Terroristen gleich. Das übersteigt
beinahe unser Vorstellungsvermögen! Setzt Herr Griess auch Deutsche und
Terroristen gleich (z.B. die Bader-Meinhof Gruppe)??
Wir alle, die der NB angehören, haben uns aus freien Stücken
dazu entschieden und verspüren deshalb keinerlei Bedürfnis, von Herrn
Griess beschützt bzw. gerettet zu werden. Außerdem hatte Herr Griess
mit seinen Rettungsaktionen kein besonderes Glück, da wir in den
letzten zwölf Jahren trotz seiner "Wirksamkeit" eine ziemlich gute und
positive Entwicklung hatten.
Punkt 31: "Die NB lehrt übrigens, die christliche Kirche sei die "Hure Babylon".
Ist Herr Griess doch der Versuchung erlegen, Kritik an der
Theologie der NB zu üben? (siehe Seite 1, Punkt 1 A: "Ich betone, daß
sich meine Kritik nicht gegen die Theologie der NB richtet") Es ist
nicht immer so einfach sich an das zu halten, was man selbst gesagt
hat. Wie kann Herr Griess in so einem Fall erwarten, daß er als
seriöser Experte gilt?
Abgesehen davon, daß diese Aussage wiederum falsch und aus dem
Zusammenhang gerissen ist, werden wir uns nicht auf theologische
Diskussionen mit Herrn Griess einlassen. Könnte uns Herr Griess
vielleicht erklären, was er persönlich glaubt, wer die "Hure Babylon"
ist (immerhin handelt es sich um einen theologischen Begriff, der im
Neuen Testament, besonders in der Offenbarung, wiederholt vorkommt)?
Herr Griess wird wohl gemerkt haben, daß es auch andere christliche
Gemeinschaften als die NB gibt, die eine bestimmte theologische
Anschauung zu diesem Thema haben.
Punkt 32: "Ich fragte ihn daraufhin, wie viele Pfarrer er kenne, um dies behaupten zu können ..."
Wir sind erstaunt, daß Herr Griess so sehr auf Wolfgang Hufen fixiert ist. Ist er der einzige, den er in der NB kennt?
Daß W. Hufen angeblich meinen sollte, es gäbe keine guten Ehen
in Südamerika, und ein anderer dasselbe in Bezug auf Deutschland
berichtet hätte, wundert uns wirklich. Die NB arbeitet seit ca. 1955 in
Deutschland und seit 1975 in Südamerika. Wenn es tatsächlich so wäre,
hätte die NB schlechte Arbeit geleistet. Es könnte aber auch sein, daß
sich diejenigen, die Herr Griess hier zitiert, geirrt haben. Daß Herr
Griess diese Beispiele als glaubwürdige Fakten für die Lehre der NB
verwendet, ist geradezu lächerlich!
Punkt 33: "Daß alle Künstler angeblich
moralisch minderwertig seien ... daß die NB aber beleidigt aufschreit,
wenn sie selbst nach objektiven Kriterien beurteilt wird."
Was die verrückte und unwahre Anschuldigung bezügl. der Künstler
betrifft, so haben wir bereits unter Punkt 22 und an mehreren anderen
Stellen geantwortet. Daß die Einschätzung und Beurteilung der NB durch
Herrn Griess schwerlich als objektiv bezeichnet werden kann, wird
mittlerweile jedem klar geworden sein. Eines muß jedoch gesagt werden,
nämlich daß wir nicht so schnell waren "beleidigt aufzuschreien".
Schließlich hat es ca. 12 Jahre gedauert, bis wir auf die Lügen des
Herrn Griess geantwortet haben. Das sollte Herr Griess nicht ganz
vergessen!
Punkt 34: "Die NB versucht auch, unsere Freunde ... unter Druck zu setzen"
Was einzelne Personen bezüglich Herrn Griess und seiner
"Freunde" zu tun gedenken, steht jedem frei. Die NB hat keinen Einfluß
darauf. Aber man kann sich ja vorstellen, daß unsere Freunde bald genug
haben von den Anklagen und Lügen des Herrn Griess, die er im Bezug auf
ihr Privatleben und ihre Glaubenseinstellung verbreitet. Man kann gut
verstehen, daß sie es vorziehen, sich von Herrn Griess weit weghalten
wollen, ebenso von seinen Freunden und der "Wahrheit" über die NB, die
er allen Leuten aufzuzwingen versucht.
Nun nennt Herr Griess endlich ein konkretes Beispiel mit Namen
(nämlich Frau Elisabeth Köberl), leider ist er auch hier falsch
informiert bzw. nicht auf dem neuesten Stand. Weiß Herr Griess nicht,
daß inzwischen sowohl Frau Köberl ihre Enkelkinder in Norwegen besucht
als auch ihre Tochter mit allen Enkelkindern Frau Köberl in Österreich
besucht und offensichtlich ein normaler, herzlicher Kontakt zwischen
Mutter und Tochter begonnen hat? Vielleicht freut sich Herr Griess gar
nicht über diese Entwicklung?? Sein Programm ist ja nicht Versöhnung
und Friede in der Familie, sondern Hetze, Verleumdung, andere in ihrer
Existenz zu schädigen, Spaltung und Trennung innerhalb der Familie
(vergl. etwa das ständige "Bloßstellen" seiner Tochter Wiltrud vor den
Augen der Öffentlichkeit!).
Punkt 35: "Weiters wird behauptet, Kritik an der NB werde ausschließlich von mir geübt."
Erstens hat das die NB nie behauptet. Herr Griess zitiert ja
selbst die Schriften von 1950, und wir können versichern, daß es
Debatten über die NB gegeben hat, seit Johan O. Smith seine Wirksamkeit
begonnen hat. Bei all diesen Debatten ging es jedoch um theologische
Fragen und Unterschiede und nicht um ein "Kriminalisieren" der NB, wie
es Herr Griess betreibt. Darüber hätte Herr Griess unter anderem in
unserem norwegischen Gemeindeblatt "Skjulte Skatter" lesen können, wenn
er daran interessiert gewesen wäre. Soweit wir wissen, versteht Herr
Griess ja norwegisch.
Punkt 36: Zu den weiteren Behauptungen des Herrn Griess am Ende seiner Stellungnahme:
Als Audun Erdal seine theologische Diplomarbeit schrieb, hatte
er mehr als ein Jahr lang an unseren Versammlungen, Konferenzen,
privaten Zusammenkünften, Hochzeiten, Festen und auch an Privatfesten
teilgenommen. Er bekam all die Zeit zur Verfügung, die er mit unseren
verantwortlichen Brüdern gemeinsam verbringen wollte. Er konnte alle
Fragen stellen, die er wollte - auch kritische Fragen - und ging aus
und ein bei uns wie einer, der tatsächlich zu uns gehört. Wir alle
wußten, woran er arbeitete, und weder er noch wir hatten voreinander
etwas zu verbergen.
Er schrieb schließlich auch eine Abhandlung, die aus unsrer
Sicht verhältnismäßig gut ist. Es ist wohl ganz natürlich, daß er am
Schluß seiner Abhandlung zu verstehen gibt, daß er eine andere Ansicht
hat als wir? Er ist Priester in der Norwegischen Staatskirche, und wir
sind keine Mitglieder dieser Kirche. Hat Herr Griess solche Probleme
mit seinem Beurteilungsvermögen ?
Ein anderer Punkt, den Herr Griess hervorhebt: Er schreibt, daß
seit 1989 ca. 1500 Mitglieder die NB verlassen hätten. Wir zweifeln
stark an der Richtigkeit seiner Schätzung, aber wir wollen einmal davon
ausgehen, daß er recht hat. Warum schreibt er nicht von denen, die
während desselben Zeitraumes zur NB gekommen sind? Er möchte ja so
gerne objektiv und wahrheitsgetreu in seiner Kritik sein, oder? Da wir
keine Mitgliederlisten haben, dürfte es denkbar schwierig für ihn sein,
einen Beweis für seine Behauptung zu erbringen. Wir hingegen können
Herrn Griess mit konkreten statistischen Zahlen helfen:
- Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Teilnehmer auf der
Sommerkonferenz in Norwegen um mehr als 2000 gestiegen. (ca. 8 000
Teilnehmer im Sommer 1995)
- Im selben Zeitraum ist die Abonnementzahl für das norwegische Gemeindeblatt um ca. 300, netto, gestiegen.
Zusätzlich wollen wir erwähnen, daß durch alle Zeiten hindurch
Menschen zur NB gekommen und andere weggegangen sind. Auch Menschen,
die großes Vertrauen in der NB genossen haben, haben uns früher
verlassen. Dies zeigt wohl eher eine liberale Einstellung und Freiheit
im Gegensatz zu dem Bild, das Herr Griess von uns zeichnen will.
Wenn wir seine Zahl bezügl. der Menschen, die uns verlassen
haben, gebrauchen wollen (ca. 1500) und wie viele wir jetzt weltweit
sind (ca. 30 000), dann machen die Personen, die uns verlassen haben, 5
% aus. (Wir nehmen an, daß die Anzahl derer, die uns verlassen haben,
weltweit gesehen wesentlich niedriger ist). Glaubt Herr Griess
wirklich, daß dies eine aufsehenerregende Sache ist nach 95 Jahren
stabiler Arbeit ?
Was sagt Herr Griess zu den vielen Tausenden (lt.
Medienberichten ca. 30 000), die jährlich (und in letzter Zeit in noch
größerem Ausmaß ca. 60 000/Jahr.) aus "seiner" (katholischen) Kirche
austreten? Laut diversen Medienberichten sind in den letzten Monaten so
viele Menschen wie nie zuvor aus beiden großen Kirchen ausgetreten, daß
man sogar um den Fortbestand der Kirche fürchtet, wenn diese Tendenz
anhält. Hier wäre ein weites Betätigungsfeld für Herrn Griess!
Zusätzlich wollen wir folgende Fragen stellen:
Herr Griess weist auf Zeitungsartikel mit negativem Inhalt über
die NB hin. Hat er auch eine Sammlung von POSITIVEN Zeitungsartikeln
über die NB, die er verschicken könnte, um seiner Beurteilung mehr
Objektivität zu verleihen? (Sollte er keine derartigen Artikel
besitzen, kann er sich an den Unterzeichnenden wenden)
Wir sind überzeugt, daß wir etwa für jeden negativen Artikel
von Herrn Griess einen positiven Gegenartikel vorlegen können, wobei ja
allgemein bekannt ist, daß sich niveaulose Schmierblätter weitaus eher
für reißerische, unwahre Sensationsartikel hergeben als seriöse
Zeitungen und Zeitschriften. Mit anderen Worten: Wir sind also im
Besitz vieler positiver, ehrfürchtiger, gut recherchierter und
objektiver Zeitungsartikel über die NB aus dem In- und Ausland,
selbstverständlich von seriösen, angesehenen Zeitungen und
Zeitschriften.
Weiters erlauben wir uns, Herrn Griess darauf aufmerksam zu
machen, daß er dem Offenen Brief 6 Dokumente beigelegt hat und 17
Dokumente erwähnt, die er auf Wunsch übermitteln kann.
Man kann wohl nicht behaupten, daß dies sehr viele negative
Aussagen über eine Gemeinschaft sind, die immerhin durch 95 Jahre
hindurch gearbeitet hat und in mehr als 40 Ländern verbreitet ist??
Wir können Herrn Griess unser Monatsblatt "Skjulte Skatter"
anbieten, und zwar alle Monatshefte, von 1912 bis 1995, dies ergibt 83
Jahre x 12 Monate = 996 Nummern à 8 Seiten. In diesem Schriftgut findet
er all das, wofür die NB eintritt. Dann bräuchte er nicht länger seine
Tochter Wiltrud und seine "Freunde" als Informationsquelle heranziehen.
Dies könnte seine Seriosität und Glaubwürdigkeit steigern.
Zusätzlich haben wir einen Katalog über unsere Schriften
herausgegeben, in dem ca. 120 Broschüren, Bücher und Traktate
aufgelistet sind. Auch in diesen Schriften kann er das finden, wofür
die NB eintritt. Dieses Schriftgut ist für jedermann frei und offen
zugänglich - auch für Herrn Griess!
Schlußappell
Noch einmal sei hier festgehalten:
Die "Norweger-Bewegung" insgesamt und einzelne Mitglieder im
speziellen werden und wurden von Herrn Griess bewußt und systematisch
(man könnte auch sagen "flächendeckend") in den Schmutz gezogen,
verleumdet, ja sogar als "Verbrecher" bezeichnet und als angeblich
"destruktiver Kult" verfolgt!
Auf die möglichen Ursachen für seine Aktionen haben wir im beiliegenden Brief auf den Seiten 2-3 (Punkt 1-3) hingewiesen.
Die "Norweger-Bewegung" stellt in Lehre und Praxis buchstäblich
das Gegenteil von dem dar, was Herr Griess verbreitet. Wir "Norweger"
sind in keiner Weise Ausnahmemenschen, sondern gewöhnliche
Staatsbürger. Unser Ziel ist ein intaktes, harmonisches Familien und
Eheleben - in einer Zeit, wo eben dieser familiäre Zusammenhalt - aus
welchen Gründen auch immer - vielfach in Brüche geht.
Wir glauben, daß die alte Binsenweisheit "Wer die Welt
verändern will, muß sich selbst ändern" eine tiefe Wahrheit darstellt.
Deshalb bekämpfen wir den Egoismus, das Wegsehen von der Not des
anderen, sowie menschliche Untugenden wie Neid, Ungeduld, Zorn usw.
zuallererst in unserem eigenen Leben, um dann die Verhältnisse draußen
positiv ändern zu können. In diesem Streben ist uns die Bibel mit ihrer
christlichen Ethik praktische Hilfe, Ansporn und Leitfaden.
Im übrigen, nehmen wir am gesellschaftlichen und kulturellen
Leben regen Anteil und engagieren uns - soweit es Zeit und Kräfte
erlauben - in allen sozialen Belangen, auch außerhalb unserer
Gemeinschaft!
Was uns rein äußerlich prägt, sind die meist großen Familien
und der Glaube daran, daß Kinder ein Geschenk und nicht eine Belastung
sind (selbstverständlich unter der Bedingung, daß sich die Ehepartner
einig sind bzw. die gesundheitlichen Voraussetzungen gegeben sind ).
Aller Zwang, Druck und gegenseitiges Beherrschen werden in der NB
entschieden abgelehnt!
Eine der äußerst üblen, wenn nicht strafbaren Methoden von
Herrn Griess besteht nun darin, gesunde, tüchtige Menschen auf Grund
ihrer Weltanschauung und religiösen Überzeugung für "geisteskrank" zu
erklären!!!
Nochmals erwähnen wir den tragischen Fall der Frau Dr. Kathrin
Espegard, geb. Köberl, der ja von Herrn Griess selbst aufgegriffen
wird:
Frau Dr. Espegard
bestand die Reifeprüfung in Österreich mit "gutem Erfolg"
- absolvierte ihr Medizinstudium in Graz trotz ständiger Verfolgung
(weil sie sich der NB anschloß) und promovierte am 28. Juni 1988 an der
Karl Franzens-Universität in hochschwangerem Zustand zum Doktor der
gesamten Heilkunde, und zwar im geheimen (sie war damals schon
verheiratet und lebte in Norwegen; sie mußte also mehrmals nach
Österreich reisen und wollte eine "stille" Promotion, aus Angst vor
ihren Peinigern, die sie kurz vorher tagelang entführt und gequält
hatten)
- Ihre Entführer erklärten sie für geisteskrank, man wollte sie nur aus einer "Sekte" retten
- Der Gerichtsmediziner erklärte Frau Espegard nach einer
Untersuchung für vollkommen normal, intelligent, gepflegt,
kontaktfreudig und keineswegs als religiös überzogen
- Zusätzlich unterzog sich Frau Espegard freiwillig in
Norwegen an der Universität Oslo bei einem der bekanntesten Fachärzte
der Psychiatrie, Per Sundby, Dr. med. für Sozialmedizin, am 9. 9.1988
einer eingehenden Untersuchung. Ergebnis (Zitat): "Kathrin Espegard ist
im letzten Jahr in Norwegen einem normalen Familienleben nachgegangen
und hat vor fünf Wochen einen kleinen Sohn geboren. Sie führt ein ganz
normales Leben in einem kleinen norwegischen Ort, in dessen lokalem
Milieu sie gut integriert ist. Ich kann überhaupt keinen Anhaltspunkt
dafür finden, daß ihre Lebensweise in irgendeiner Form von psychischen
Störungen oder unnatürlichen sozialen Verhältnissen geprägt ist."
- Trotz dieser Fakten erzählt Herr Griess im November 1993
(also nach all diesen Untersuchungen, die ihm gut bekannt sind!) in der
Zeitschrift "Basta" folgendes über Frau Dr. Espegard, die er als
"Norweger-Opfer" bezeichnet: Bei ihr zeigten sich "alle Symptome der
psychischen Veränderungen, die die 'Mind Control' der Sekten
hervorruft: Persönlichkeitseinengung, paranoide Vorstellungen und
Allmachtsgefühle, Verlust sozialer Kompetenz, Regression, der
Rückschritt in kindliches Verhalten..."
- ie NB klagt daraufhin die Zeitschrift "Basta", die laut
Gerichtsbeschluß später in einer Mitteilung veröffentlichen muß, daß
Dr. Kathrin Espegard "Opfer eines Verbrechens geworden ist und die
Schuldigen rechtskräftig verurteilt sind...Frau Espegard legt im
Zusammenhang mit der Berichterstattung in Basta Wert auf die
Feststellung,...daß die Norweger-Bewegung...keine radikale
Gemeinschaft, sondern eine seriöse christliche Glaubensgemeinschaft
ist." (Zitat Ende)
- Am 29. April 1993 veröffentlicht die Zeitschrift "NEWS" einen
boshaften, vollkommen unwahren Artikel über den Fall "Espegard" und
behauptet, daß die NB ideologisch mit der David-Koresh-Sekte verwandt
sei. Wir sind überzeugt, daß auch hier Herr Griess als Informant
fungiert hat, da er erstens vom NEWS-Anwalt als Experte vorgeschlagen
wurde und zweitens in einem seiner "Hetzrundbriefe" vom 30. Juli 1994
folgendes schreibt: "Spannend dürfte ein Gerichtsverfahren werden, das
die "Smithianer" gegen die Illustrierte "NEWS" angestrengt haben und
das im kommenden Herbst über die Bühne gehen dürfte. In einem Artikel
mit der Überschrift 'Sektenkinder ohne Chance' (Beilage) meinte der
Autor, die Smithianer seien mit den Davidianern ideologisch verwandt.
Die "Smithianer" wollen nun gerichtlich die Zurücknahme dieser
Behauptung durchsetzen. Ob das ihnen, angesichts solcher Liedtexte,
gelingen wird?
- Wir müssen Herrn Griess enttäuschen: Es ist gelungen. Am 14.
12.1995 / Ausgabe Nummer 50 veröffentlichte die Zeitschrift NEWS auf
Seite 70 eben die Zurücknahme dieser unwahren Behauptung mit folgender,
gerichtlich erwirkter Mitteilung: "NEWS konnte sich in einem
gerichtlichen Verfahren davon überzeugen, daß die Norwegerbewegung
nichts mit der David-Koresh-Sekte zu tun hat."
Wir appellieren abschließend eindringlich an alle zuständigen
Ministerien, Behörden und Ämter, sowohl die NB als auch die übrige
Bevölkerung vor den Machenschaften des Herrn Griess zu schützen und
seine diffamierende Aktivität gegen die NB unter dem Deckmantel der
"Gesellschaft gegen Sekten und Kultgefahren" zu stoppen! Sollte sich
Herr Griess uneinsichtig zeigen, schlagen wir vor, dem Verein die
Gemeinnützigkeit abzusprechen und die steuerliche Unterstützung zu
entziehen!
Wir sind als kinderreiche Familien äußerst empört darüber, daß
Herr Griess seine verleumderischen Aktionen mit staatlicher
Unterstützung und im Namen einer (auch mit unseren Steuergeldern)
subventionierten Organisation betreiben kann!
Es ist genug, daß wir bisher schon beträchtliche Geldmittel in
Medienprozesse investieren mußten, die wir letztlich Herrn Griess und
seiner "pseudowissenschaftlichen", das öffentliche Klima vergiftenden
Wirksamkeit verdanken.
Wir haben Vertrauen in den funktionierenden Rechtsstaat
Österreich! Bitte sorgen Sie dafür, daß nicht unbescholtene, anständige
Bürger gleichsam wie Freiwild zum Abschuß freigegeben werden, nur weil
ein einzelner seine Rachegefühle ausleben und sein ureigenes Versagen
auf Unschuldige abwälzen will.
Wir erklären hiermit, daß wir alle in diesem Schreiben erwähnten
Dokumente und Zeitungsmeldungen vorlegen können und auch aus der
Stellungnahme des Herrn Griess wörtlich und korrekt zitiert haben.
Wir erwarten konkrete Hilfestellung von den für diese
Angelegenheit in erster Linie zuständigen Bundesministerien (Justiz,
Inneres, Finanzen, Unterricht, Gesundheit, Familie) und verbleiben bis
dahin mit
freundlichen Grüßen
Die Familien der Norweger-Bewegung in Österreich