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Verantwortung und Platz in der Gesellschaft
Wir haben schon erwähnt, daß alle unter uns berufstätig sind und niemand wirtschaftliche Vorteile oder gar seinen "Lebensunterhalt" erwarten kann, wenn er sich unserer Gemeinschaft anschließt. Deshalb legen wir großen Wert auf eine gute, solide Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen. Und so sind nahezu alle Berufsgruppen - vom Handwerker bis zum Atomphysiker - unter uns vertreten. ges2

Die Erfüllung unserer staatsbürgerlichen Pflichten, wie z.B. die Teilnahme an Wahlen oder die Ableistung des Militärdienstes, sind in unsrer Gemeinschaft eine Selbstverständlichkeit.

Trotz einer Fülle von Aufgaben in Beruf und Familie opfern viele von uns noch Zeit und Kraft, um auch innerhalb der Gesellschaft soziale, karitative und kulturelle Aufgaben zu übernehmen. Man findet unsere Jugendlichen beim Roten Kreuz, bei der Feuerwehr, in örtlichen Musikkapellen, in Sportvereinen und Orchestern.

Auffallend ist auch die Tendenz unserer Jugendlichen zu Sozialberufen. Trotz einer relativ geringen Anzahl von sogenannten „Norwegern" in Österreich (ca. 300 Personen, davon die Hälfte Kinder), arbeitet eine ganze Reihe als Ärzte, Physiotherapeutinnen, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen u. ä.)

Im Zusammenhang mit unserem gesellschaftlichen Engagement möchten wir noch auf einen mehr verborgenen „Dienst" an der Gesellschaft hinweisen: auf die Macht des Gebetes für unsere Mitmenschen. Die Bibel ruft uns dazu auf (1. Timotheus 2,2-3), für „alle Obrigkeit" zu beten, „auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit". Dadurch leisten wir ohne Zweifel unseren Beitrag zu einem gut funktionierenden Staatswesen.

 Im übrigen verfolgen wir die politische und gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land und in der Welt mit großem Interesse, wenn wir auch mit öffentlichen Kommentaren oder direkter parteipolitischer Tätigkeit eher selten in Erscheinung treten.

Ein großes Anliegen unserer Gemeinschaft ist es, durch praktische Nächstenliebe die materielle Not und das soziale Elend in vielen Ländern unserer Erde zu lindern. Deshalb gibt es in unserer Gemeinschaft eine ausgeprägte humanitäre Wirksamkeit: In Zusammenarbeit ges1mit staatlichen Behörden, der Pharmaindustrie und vielen Ärzten werden tonnenweise Medikamente, aber auch andere Hilfsgüter wie Kleider, Schuhe und Lebensmittel besonders nach Südamerika und in die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion transportiert. Viele freiwillige Helfer sorgen dafür, daß diverse Hilfsgüter tatsächlich an die Bedürftigen und Ärmsten in Spitälern, Waisenhäusern und kinderreichen Familien ausgeteilt werden.

 


 

 

 
© 2007 www.norweger.at